Breitbandtechnik

Breitband bezeichnet eine Bandbreite oder einen Frequenzbereich, der sehr groß, besser gesagt breit ist. Im Gegensatz zu Schmalband, das sehr klein bzw. schmal ist. Der Begriff Breitband fällt in der Regel immer im Zusammenhang mit digitalen Übertragungsverfahren und hohen Übertragungsgeschwindigkeiten.

Eine große Bandbreite ist das Synonym für viel Übertragungskapazität. Insbesondere bei der Übertragung von Daten ist das ein wichtiges Kriterium. Je mehr Bandbreite, desto mehr Daten können pro Zeiteinheit übertragen werden.

Als die ersten Breitband-Internet-Zugänge bereitgestellt wurden, war vor allem eines interessant: die hohe Geschwindigkeit. Die hohe Bandbreite und somit die hohe Übertragungsgeschwindigkeit versprach den Abruf von Internet-Seiten innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde. Auf einen Klick wurde die Webseite sofort angezeigt. Interessant wurde daraufhin erstmals neue Inhalte, wie Audio und Video. Dank DSL ist Video im Internet kein Problem mehr.


TR-069 / CWMP – CPE WAN Management Protocol

TR-069 beschreibt, wie Konfigurationsdaten in ein Teilnehmeranschlussgerät (DSL-Router) an einem Breitbandzugang geladen werden. Damit soll der DSL-Kunde nur noch seinen DSL-Router einstecken müssen. Im Hintergrund wird die Konfiguration vollständig automatisiert erledigt. Der Kunde muss sich nicht mehr selber um die Konfiguration kümmern.

Insbesondere Kunden, die nicht in der Lage sind ihren DSL-Router selber zu konfigurieren, sind auf die Hilfe ihre Netzbetreibers oder Providers angewiesen. Spätestens dann, wenn alle Telefonanschlüsse auf ein NGN umgestellt werden, ist eine Fernkonfiguration durch den Netzbetreiber oder Provider unumgänglich.


Breitband über Satellit

Breitband-Internet über Satellit funktioniert genauso wie beim Fernsehprogramm über Satellit. Die Daten werden über die Satellitenschüssel empfangen. Nur das sie nicht an den Fernseher, sonder an den Computer übergeben werden.

Internet-Zugang über Satellit wird vor allem deshalb angeboten, weil nicht jeder einen DSL- oder Kabelanschluss bekommen kann. Diese potentiellen Kunden haben einige Anbieter ins Auge gefasst, um ihnen Breitband-Verbindungen über Satelliten anzubieten, wo das mit leitungsgebundener Technik nicht möglich ist.


Update: NGN – Next Generation Network

Die Umbauten der TK-Netze sind in vollem Gange. Einige Telefonkunden haben das schon zu spüren bekommen. Sie bekommen keinen Telefonanschluss mehr, wie man das kennt, sondern nur noch einen Breitband-Anschluss, von dem ein Telefonanschluss zur Verfügung gestellt wird.

Das NGN ist ein Netz für alle Dienste und Anwendungen. Ein NGN muss flexibel sein, damit neue Dienste schnell und effizient eingeführt werden können. Bestehende Dienste müssen in die einheitliche Netzarchitektur integriert werden. Die wachsende Datenmengen müssen wirtschaftlich transportiert werden können.


Die 7 Trends im Jahr 2007

Trends 2007Für das Jahr 2007 erwarte ich einige Entwicklungen, die sich in den letzten Monaten schon abgezeichnet haben. Ich habe 7 Trends definiert. Es ist ein Blick in die Zukunft.

Ein Knackpunkt dürften die Kosten für Datentarife im Mobilfunk sein. Doch wenn hier noch Bewegung in den Markt kommt, dann werden einige der nächsten 7 Punkte aufgehen.

Krieg der mobilen Portale

Die großen Portal-Betreiber versuchen sich auf dem Handy zu platzieren. Mobile Dienste und Inhalte, aus den Online-Portalen bekannt, wollen sie Fuß fassen und machen sich die noch wenigen Mobilfunkkunden mit Datentarifen gegenseitig streitig.

Durch günstige Datentarife und höhere Übertragungsraten steigt das Interesse an mobilen Inhalten, Diensten und Anwendungen. Wo attraktive Inhalte sind, ist Werbung nicht mehr weit. Werbeplattformen für mobile Inhalte werden aus dem Boden schießen, was gleichzeitig zu immer mehr mobilen Inhalten führen wird.

Der steigenden Nachfrage folgend bieten die großen Social Networks den Zugriff über mobile Telefone. Denn Mobile Social Networks wachsen im Wert, wenn die Benutzer sie über ihre mobilen Telefone abrufen können.

Bubble 2.0

Immer mehr Online-Plattformen zu Communities, Video und Gaming werden aus dem virtuellen Boden schießen. Und weil die Medienunternehmen von diesen Plattformen profitieren wollen, werden wir in nächster Zeit von einige interessanten Übernahmen und Beteiligungen hören. Aber für eine platzende Blase ist es noch zu früh.

Werbung und Marketing

Werbetreibende nutzen verstärkt die Möglichkeit eigene Medien zu kreieren. Statt teure Fernsehspots zu drehen, wird gleich ein eigener IPTV-Kanal eröffnet. Statt auf speziellen Themen-Webseiten Werbung zu schalten wird das eigene Social Network gegründet. Statt über den Umweg Journalist, wird mit dem Corporate Blog die Kunden direkt adressiert.

Doch Journalisten und Medienmacher bleiben weiterhin gefragt. Denn welche Konsumenten können schon zwischen Werbung und neutralen Informationen unterscheiden?

Generation M

In Asien sind PCs nicht so weit verbreitet, wie bei uns. Stattdessen haben junge Menschen ein sehr intensives Verhältnis zu ihrem Handy und sind deshalb besonders an mobilem Content interessiert. Ein ähnliches Phänomen gibt es bei uns in Deutschland auch. Nicht jeder jugendliche besitzt einen eigenen Computer. Es ist eben auch so, dass ein Gerät mit den anderen Familienmitgliedern geteilt werden muss. Und wer möchte schon, dass andere Familienmitglieder das eigene Kommunikations- und Informationsverhalten einsehen können.

Deshalb werden mobile Anwendungen und Inhalte, dank bezahlbarer Datentarife, immer interessanter. Denn sie machen nicht nur zeitlich, sonder auch räumlich unabhängig.

Breitband in Deutschland

Der nahezu ungebremste Bedarf an DSL und anderen Breitband-Zugängen zum Internet wird in diesem Jahr erstmals einen Dämpfer bekommen. Inzwischen haben weit über die Hälfte der Deutschen Haushalte einen Internet-Zugang. Weil die ländlichen Gebiete nur sehr langsam mit DSL versorgt werden und weitflächige Alternativen fehlen, wird sich das Wachstum verlangsamen. Ende 2007 werden dann die ersten WiMAX-Netze vermarktet, was eine neue Bewegung in den Markt bringen wird. Sofern technisch nicht zu kompliziert werden sich einige DSL-Kunden neu orientieren.

Mobilfunk-Discounter

Mitte 2005 ging Simyo als erster Mobilfunk-Discounter an den Start und hat für einen Preisrutsch auf dem Mobilfunkmarkt gesorgt. Das Konzept hat in den Monaten danach für zahlreiche Nachahmer geführt. Inzwischen konsolidierte sich die Branche 2006. So wurde die Billigmarke Debitel light von Blau.de geschluckt, easymobile vollständig von Talkline und Simyo von E-Plus übernommen.

2007 wird sich das Rad weiterdrehen und die verbliebenen Discounter werden auf die Einkaufslisten der Netzbetreiber oder Provider kommen. Zu haben wären da zum Beispiel klarmobil.de, simply, smobile und einige andere.

Mobile Dienste und Anwendungen

Alle, die in mobile Dienste und Anwendungen investieren sollten sich im Klaren sein, dass es noch nicht viele Nutzer gibt. Datentarife für sein Handy haben noch nicht viele Mobilfunkkunden. Es ist also noch ein kleiner Markt. Zumindest hier in Deutschland. Die USA werden uns hier wieder einmal ein paar Schritte voraus sein. Insbesondere Japan hat hier klar die Nase vorne.


DSM – Dynamic Spectrum Management

DSM soll die Nachfolgetechnik für VDSL2 werden. DSM soll Übertragungsverfahren auf Kupferkabeln ermöglichen, die mit denen auf einer Glasfaserleitung vergleichbar sind. Man spricht von vergleichbaren 155 MBit/s (APON) in beide Richtungen.

Mit DSM sollen Übertragungsraten von 100 MBit/s in beide Richtungen (symmetrisch) auf einer Entfernung von einem bis wenige Kilometer über ein Adernpaar von Kupferleitungen kein Problem sein. An Glasfaserkabel kommt das natürlich nicht ganz ran.

Diese Technik befindet sich noch in der Entwicklung. Im nächsten Jahrzehnt soll sie dann Marktreif sein.


NGN – Next Generation Network

Die Liberalisierung des TK-Marktes führte zum Preisverfall bei der Festnetztelefonie. Telefonie und Breitband muss nicht mehr von einem Anbieter kommen. Alle Kommunikationsdiente, dazu gehört auch Telefonie, wandern auf eine Plattform, in ein Netz, das auf dem Internet-Protokoll (IP) basiert. Dazu ist ein neues Netz mit einer eigenen Netzarchitektur erforderlich. Dieses neue Netz nennt sich Next Generation Netzwork (NGN).


Update: VDSL

Die Deutsche Telekom (DTAG) will in einer ersten Ausbaustufe in den ersten 10 Städten 4.000 km Glasfaserkabel verlegen und 17.000 Kabelverzweiger (KVz) aufbauen bzw. erweitern. Insgesamt umfasst die gesamte neue Infrastruktur 18.000 km Glasfaserkabel und 74.000 neue Kabelverzweiger (KVz). Ab der zweiten Jahreshälfte will die Deutsche Telekom TV-Sender über dieses High-Speed-Netz anbieten.