DSL-Anschluss

DSL-Anschluss ist nicht gleich DSL-Anschluss. Es gibt insgesamt 6 verschiedene Varianten. Je nach dem, wo man den DSL-Anschluss bestellt bekommt man eine dieser Anschluss-Varianten zugeteilt.

Im folgenden werden die einzelnen DSL-Anschluss-Varianten beschrieben und deren Vorteile und Nachteile erläutert.

Dazu ein paar Erläuterungen, wie sich DSL-Anschlüsse gegenseitig stören können.


DSL-Speedtest

Wer einen DSL-Anschluss hat, der will in der Regel auch wissen, wie schnell er wirklich ist. Leider ist das Ergebnis der üblichen Online-Speedtests nur wenig aussagekräftig.

Die Online-Speedtests sind auch nicht für alle Internet-Anschlüsse geeignet. Vor dem Test sollte geklärt werden, ob der Speedtest für den eigenen Anschluss geeignet ist. Zum Beispiel DSL oder Kabel.


Internet-Anschluss

Der Internet-Anschluss besteht immer aus einer hardwareseitigen Komponenten, also einem Übertragungsgerät, und einer softwareseitigen Komponenten, die konfiguriert werden muss und sich um den Zugang kümmert. In die technische Einrichtung des Internet-Anschlusses wird ein Kabel gesteckt, das auf der anderen Seite mit einem Computer oder einem anderen Gerät verbunden ist. Wird das Kabel eingesteckt, wird sozusagen der hardwareseitig Internet-Zugang hergestellt. Anschließend erfolgt die Einwahl von einem Computer oder einem anderen Gerät in ein Netzwerk, das den softwareseitigen Zugang zum Internet herstellt.


Breitbandtechnik

Breitband bezeichnet eine Bandbreite oder einen Frequenzbereich, der sehr groß, besser gesagt breit ist. Im Gegensatz zu Schmalband, das sehr klein bzw. schmal ist. Der Begriff Breitband fällt in der Regel immer im Zusammenhang mit digitalen Übertragungsverfahren und hohen Übertragungsgeschwindigkeiten.

Eine große Bandbreite ist das Synonym für viel Übertragungskapazität. Insbesondere bei der Übertragung von Daten ist das ein wichtiges Kriterium. Je mehr Bandbreite, desto mehr Daten können pro Zeiteinheit übertragen werden.

Als die ersten Breitband-Internet-Zugänge bereitgestellt wurden, war vor allem eines interessant: die hohe Geschwindigkeit. Die hohe Bandbreite und somit die hohe Übertragungsgeschwindigkeit versprach den Abruf von Internet-Seiten innerhalb von Bruchteilen einer Sekunde. Auf einen Klick wurde die Webseite sofort angezeigt. Interessant wurde daraufhin erstmals neue Inhalte, wie Audio und Video. Dank DSL ist Video im Internet kein Problem mehr.


Splitter

Der Splitter hat die Aufgabe, das auf der Telefonleitung ankommende Signal anhand ihrer Frequenz aufzutrennen und an zwei verschiedenen Ausgängen herauszuführen. Der Splitter entspricht einer Frequenzweiche mit einem integrierten Hoch- und Tiefpassfilter. So wird sicher gestellt, dass die Endgeräte nur das Signal bekommen dass für sie gedacht ist und nicht von dem anderen Signal gestört werden können.


Update: DSL – Digital Subscriber Line

In Deutschland ist DSL das Synonym für einen Breitband-Internet-Zugang mit der ADSL-Technik. Doch ursprünglich wurde unter dem Begriff „DSL“ die Übertragungstechnik für den ISDN-Basisanschluss verstanden. Heute versteht man unter DSL verschiedene Trägerverfahren, auf die paket- oder zeilenorientierte Protokolle aufgesetzt werden können.


Update: SDSL

SDSL wurde entwickelt, um die gleiche Übertragungsgeschwindigkeit von HDSL auf nur einer Doppelader zu ermöglichen. Das ursprüngliche SDSL war eine propritäre Weiterentwicklung von HDSL.

Heute steht die Bezeichnung SDSL für eine ganze Familie von symmetrischen Übertragungstechniken. Dazu zählen vor allem die Standards SHDSL, G.SHDSL und ESHDSL. Beide werden unter dem Begriff SDSL geführt. Ihnen liegt eine symmetrische Übertragungstechnik zu Grunde.


Update: HDSL

HDSL ist eine Erweiterung der DSL-Technik, die im Zeitraum 1989 bis 1991 entwickelt wurde. Ziel war es, eine Übertragungstechnik zu schaffen, um das vorhandene Leitungsnetz ohne zwischengeschaltete Repeater zu nutzen und um Datenrate mit 2 MBit/s zu erzielen.

HDSL2 ist eine Weiterentwicklung von HDSL. Mit HDSL2 erreicht man Datenraten von bis zu 2040 kBit/s in beide Richtungen mit nur einem Adernpaar.


Update: VDSL

VDSL ist wie ADSL ein asymmetrisches Übertragungsverfahren, um auf kurzen Strecken Übertragungsraten zu erreichen, die deutlich höher sind als bei ADSL.

Wird VDSL in einem Telefonkabelnetz eingesetzt, dann ist die Voraussetzung ein Hybrid-Netz, bestehend aus Glasfaser- und Kupferleitungen. Die Glasfaserleitungen müssen möglichst nahe an den Kundenanschluss herangeführt werden, um auf den letzten hundert Metern über die Kupferleitung eine sehr hohe Übertragungsrate zu erzielen.


VDSL2

VDSL2 ist ein schnelles Übertragungsverfahren für Breitband-Internet und Triple Play im Telefonnetz. Es hat eine deutlich höher Übertragungsgeschwindigkeit als ADSL. Allerdings wird sie auf einer kürzeren Distanz und nur in einem Hybridnetz, bestehend aus Glasfaser- und Kupferkabel, erreicht. Erst der Einsatz von Glasfaserkabeln garantiert die angestrebten Übertragungsraten von 50 bis 100 MBit/s (symmetrisch).

Obwohl namentlich verwandt, ist VDSL2 nicht der technische Vorgänger von VDSL1. Trotzdem gibt es viele Gemeinsamkeiten. Doch beide Verfahren sind nicht kompatibel zueinander. VDSL1 ist ein Verfahren, das sich in Deutschland nicht durchgesetzt hat. Das lag vor allem daran, weil die Reichweite zu kurz war.

Weil es in Deutschland kein VDSL1 gab, wird VDSL2 in in der Öffentlichkeit manchmal als VDSL bezeichnet.