DSL-Anschluss

In Deutschland ist DSL das Synonym für einen Breitband-Internet-Zugang mit der DSL-Technik.

Als Zugangstechnik wurde lange Zeit ADSL verwendet. Inzwischen ist VDSL2 üblich.

DSL-Netzarchitektur

Hybrid-Netz, FTTC

DSL nutzt die Kupfer-Doppelader des Telefonnetzes, die als "letzte Meile" bezeichnet wird. Die letzte Meile reicht von der Vermittlungsstelle des Netzbetreibers bis zum Kunden in die Wohnung oder ins Haus. In Deutschland bezeichnet man diese Strecke als Teilnehmeranschlussleitung (TAL).

DSL-Anschluss mit ADSL / ADSL2 / ADSL2+

Bei ADSL handelt es sich um ein Übertragungsverfahren für einen Breitband-Internet-Anschluss über eine normale Telefonleitung. Der wichtigste Vorteil von ADSL war, dass die vorhandenen Telefonanschlüsse (Analog/ISDN) parallel weiterverwendet werden konnten.

DSL-Anschluss mit VDSL2 / VDSL2-Vectoring

Seit 2018 ist für 80 Prozent aller Haushalte VDSL2 mit einer Datenrate von 50 MBit/s im Downstream und 10 MBit/s im Upstream erhältlich. VDSL2 mit Vectoring gibt es mit 100 MBit/s im Downstream und 40 MBit/s im Upstream. VDSL2 mit Super-Vectoring steht mit 250 MBit/s im Downstream und 40 im Upstream zur Verfügung.
Allerdings können nur ein Teil der VDSL2-Kunden von Super-Vectoring profitieren. Derart hohe Geschwindigkeiten lassen sich nur auf besonders kurzen Anschlussleitungen erreichen.

DSL-Anschluss mit G.fast

Das mittel- bis langfristige Ziel der meisten Netzbetreiber ist der Glasfaseranschluss bis zum Endkunden. Bereits jetzt lassen sich Mehrfamilienhäuser in städtischen und dicht besiedelten Gebieten kosteneffizient per FTTB (Fiber to the Building) anschließen.

Bei FTTB terminiert ein Netzbetreiber die Glasfaser im Keller oder Technikraum eines Mehrfamilienhauses und schließt dann von dort aus die einzelnen Wohnungen über die bestehende Kupferverkabelung innerhalb des Hauses an. Hier stellt sich die Frage, welche Technik auf den letzten Metern auf dem Kupferkabel zum Einsatz kommt.

Glasfaser-Anschluss

Die Glasfaser wird die leitungsgebundene Infrastruktur der Zukunft bilden. Hier hat sich jedoch noch keine Zugangstechnik durchgesetzt.

Koexistenz verschiedener DSL-Techniken

Die Koexistenz verschiedener DSL-Techniken im Zugangsnetz macht einige DSL-Varianten störanfällig. Die Tatsache, dass immer höhere Frequenzen zum Einsatz kommen, sorgt für eine immer stärkere Dämpfung und zwingt zu immer kürzeren Kupferleitungen.

Der parallele Betrieb von G.fast und VDSL2 im gleichen Kabel stellt Netzbetreiber vor Herausforderungen. Wenn beide Signale in einem gemeinsamen Kabel laufen, dann können sie sich gegenseitig stören.
Der Grund ist, dass VDSL2 bis 17 MHz bzw. bis 35 MHz arbeitet und G.fast im Frequenzspektrum von 2,2 bis 106 MHz bzw. bis 212 MHz arbeitet. Im gleichen Kabelstrang eingespeiste Signale führen zu einem Übersprechen und zu einer Beeinträchtigung der Übertragung. VDSL2 stört G.fast, G.fast stört VDSL2.

Um die Beeinträchtigung der Übertragung zu verhindern, müssen Netzbetreiber die G.fast-Geräte so konfigurieren, dass der VDSL2-Frequenzbereich bei G.fast ausgespart wird. Für die G.fast-Übertragung wird dann der Frequenzbereich ab ca. 20 MHz (Koexistenz mit VDSL2 Profil 17a) bzw. ab ca. 40 MHz (Koexistenz mit VDSL2 Profil 35b) verwendet.

Alternativen zu DSL

Übersicht: DSL

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