Raspberry Pi: Erste Schritte bei der Installation

Das Betriebssystem für den Raspberry Pi wird in der Regel von einer SD-Speicherkarte gestartet und muss dazu zuerst auf die Speicherkarte geschrieben bzw. installiert werden. Dieser Vorgang ist beim ersten Mal etwas knifflig. Zwar gibt es SD-Speicherkarten zu kaufen, auf denen das Betriebssystem schon installiert ist. Es ist aber zu empfehlen es selber zu versuchen, damit man ein zerschossenes System im Zweifelsfall selber erneuern kann.

Kurzanleitung zur Installation eines Raspberry Pi

Es geht darum, ein Betriebssystem für den Raspberry Pi, beispielsweise Raspbian, auf eine SD-Speicherkarte (SD- oder SDHC-Card) zu schreiben. Und anschließend das System in Betrieb und eine Grundkonfiguration vorzunehmen.

  1. Image mit Betriebssystem herunterladen
  2. Komprimierte Image-Datei entpacken
  3. SD-Speicherkarte beschreiben (flashen)
  4. Erste Inbetriebnahme
  5. Erste Schritte bei der Konfiguration (Grundkonfiguration)

1. Image mit Betriebssystem herunterladen

Zuerst ist das Image (IMG oder ISO) eines Betriebssystems herunterzuladen. Ein Image ist die Kopie eines Speicherabbilds eines Laufwerks. In dem Fall von einem installierten und konfigurierten Betriebssystem mit Anwendungen, die zum Zwecke der Vervielfältigung, in einer einzigen Datei gespeichert sind.

Wenn man das erste Mal mit dem Raspberry Pi zu tun hat, dann wählt man Raspbian, dass man auf der Download-Seite der Raspberry Pi Foundation findet.

2. Komprimierte Image-Datei entpacken

In der Regel handelt es sich bei dem heruntergeladenen Image um eine komprimierte ZIP-Datei. Damit kann man noch nichts anfangen. Deshalb muss man nach dem Download die Datei entpacken. Allerdings kommen manche Betriebssysteme mit der Größe der Datei nicht klar, weshalb es bei der Inbetriebnahme des Raspberry Pi zu teilweise merkwürdigen Problemen kommt, deren Ursachen sich nicht eindeutig identifizieren lassen.
Deshalb werden die Programme "7ZIP" für Windows und "The Unarchiver" für macOS empfohlen, um eine Image-Datei fehlerfrei zu entpacken.

3. SD-Speicherkarte beschreiben (flashen)

Erst jetzt geht es darum, den Inhalt der Image-Datei (IMG oder ISO) auf einen passenden Datenträger zu schreiben. Manche bezeichnen den Vorgang als Flashen.
Um eine SD-Karte lesen und beschreiben zu können ist in jedem Fall ein Speicherkarten-Leser Voraussetzung. Entweder integriert in den PC, das Notebook oder man hat einen externen Speicherkarten-Leser für den USB-Anschluss.

Hinweis: Ein Image ist ein vollständiges Abbild, also eine 1:1-Kopie, eines oder mehrerer Partitionen mit einem Dateisystem. Durch das Aufspielen eines Images wird die SD-Karte bereits formatiert. Und zwar im Format des Images. Deshalb ist ein vorheriges Formatieren der Speicherkarte sinnlos und unnötig. Ein "schadet ja nicht" ist falsch, weil jeder Schreibvorgang, auch das Formatieren, die Speicherzellen der Speicherkarte unnötig belastet, was die Lebensdauer der Karte verkürzt.
Einzige Ausnahme: Bei NOOBS. Da spielt man kein Image auf, sondern entpackt einzelne Dateien und kopiert diese auf die SD-Karte. Die Speicherkarte muss hier formatiert werden.

Je nach dem, auf welchem Betriebssystem man die Speicherkarte beschreiben möchte, verwendet man entweder "Win32DiskImager" für Windows, "ApplePi-Baker" für macOS, "Laufwerke" unter Linux oder das dd-Kommando für Linux und macOS. Alle Programme ermöglichen es, das Image eines Betriebssystems auf eine Speicherkarte zu schreiben.

Das Image erzeugt auf der Speicherkarte zwei Partitionen. Eine im Windows-kompatiblen FAT32-Format, die andere im Linux-Format.

Hinweis: Wenn man nach dem Beschreiben der Speicherkarte die Partitionen unter Windows anschauen will, dann sieht man nur ein Laufwerk bzw. eine Partition, die recht klein ist (ca. 50 MByte). Das ist die Boot-Partition, auf der sich die Firmware für den Raspberry Pi und der Bootloader befinden. Die andere Partition im Linux-Format beherrscht Windows nicht. Windows kann nur diese Partition anzeigen.

Ist das Beschreiben der Speicherkarte gelungen, dann meldet man die Speicherkarte vom System ab und kann sie aus dem Kartenleser entfernen.

4. Erste Inbetriebnahme

In der Regel wird man einen Raspberry Pi beim ersten Mal mit Bildschirm und Tastatur in Betrieb nehmen. Alternativ kann man jegliche Peripherie weglassen und den Raspberry Pi "headless" in Betrieb nehmen.

5. Erste Schritte bei der Konfiguration (Grundkonfiguration)

Nach der ersten Inbetriebnahme des Raspberry Pi sollte man eine grundlegende Konfiguration vornehmen, bevor man sich an mögliche Installationen und Konfigurationen macht.
Dazu gehört die Konfiguration von Sprache, Zeichensatz, Zeitzone und ein deutsches Tastatur-Layout.

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