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USB - Universal Serial Bus
Übersicht: USB - Universal Serial BusWarum wurde der USB eingeführt/entwickelt?Der Kauf von externen Geräte scheiterte vor der Zeit von USB häufig daran, dass ein PC nicht genug freie Schnittstellen hatte. Und der Einbau von Erweiterungskarten war wegen begrenzter Ressourcen nicht immer möglich. Hinzu kam, dass die unterschiedlichen Geräte unterschiedliche Stecker und Schnittstellen hatten. Fast jeder Gerätetyp hatte seine eigene Schnittstelle. Zwar konnte ein Gerät leichter einem festen Steckplatz zugeordnet werden, denn fast jedes Gerät hatte seine eigene Schnittstelle. Doch das war etwas für Experten und nicht für unbedarfte Anwender.
Der USB sollte mit den unterschiedlichen Schnittstellen und Anschlussbegrenzungen Schluss machen. Gefordert wurde:
Anfangs war der USB eine äußerst heikle Schnittstelle. Wenn mal was nicht ging oder sich zwei Geräte nicht miteinander nicht vertrugen, dann sehnte man sich schnell wieder die serielle und parallele Schnittstelle zurück. Doch nach mehreren Jahren reifte die Unterstützung in den Betriebssystemen zu einer sehr stabilen und zuverlässigen Universal-Schnittstelle. Installation von USB-GerätenDie Installation eines USB-Geräts ist vergleichsweise anwenderfreundlich. Die Installation ist ohne technisches Wissen und im laufenden Betrieb möglich. Bei den meisten Geräten reicht es aus, den Stecker einzustecken. Danach installiert das Betriebssystem die Treiber selbst. Nach einer kurzen Installationsphase ist das Gerät betriebsbereit. Manche USB-Geräte verfügen über einen internen Speicher in dem der Treiber gespeichert ist. Er wird automatisch beim erstmaligen Einstecken installiert. Bei den meisten USB-Geräten ist es jedoch so, dass nach dem Einstecken nach einer Treiber-CD gefragt wird. Der Treiber muss dann von CD installiert werden. Alternativ lässt sich auch der aktuelle Treiber von der Webseite des Herstellers herunterladen und installieren. Warum der USB die serielle und parallele Schnittstelle nicht ersetzen kann!Trotz ihrer langsamen Übertragungsgeschwindigkeit hielten sich die parallele und auch die serielle Schnittstelle sehr lange. Der Grund, sie lassen sich einfacher programmieren als der USB. Die serielle Schnittstelle lässt sich sehr einfach ansteuern. Jede Programmiersprache hat die dafür notwendigen Befehle und Bibliotheken integriert. So muss man nur den gewünschten Port öffnen (COM1, COM2, ...) und die Daten in den Port schreiben oder daraus lesen. Die gesamte Steuerung des Datenflusses übernimmt der Treiber des Betriebssystems. Inzwischen gibt es keinen Grund mehr auf die alten Schnittstellen zurückzugreifen. Über programmierbare Schnittstellen (API) lassen sich alle elektronischen Geräte mit einem USB-Port ausstatten. Topologie und Verkabelung
Probleme mit dem USB?Mit der zunehmenden Anzahl an Geräten am USB steigen auch die möglichen Probleme und Unverträglichkeiten der Geräte untereinander. Das kann daran liegen, dass einzelne Geräte viel Strom benötigen. Die schließt man dann besser an einem aktiven Hub (mit eigener Stromversorgung) an. Andere Geräte kommen mit schlechten oder zu langen Kabelverbindungen nicht klar. Manchmal löst man die Probleme mit einem Tausch der Geräte an den zur Verfügung stehenden Ports. Das hat manchmal zur Folge, dass der Treiber noch einmal installiert wird, was bei manchen Systemen der Systemstabilität nicht zuträglich ist. USB-Geräte-Treiber (für Windows)Windows-Treiber bestehen aus einer oder mehreren *.sys-Dateien (der eigentliche Treiber) sowie einer oder mehreren Windows-DLL-Dateien. Die DLL-Dateien enthalten die Softwareschnittstelle zum Treiber. Jedes Windows-Programm kann die DLL-Funktionen benutzen, um mit dem Geräte-Treiber zu kommunizieren. HID-TreiberDer HID-Treiber (human interface device, hid.dll) gehört zu Windows. Er ist für den Anschluss einfacher Geräte wie Tastatur oder Maus gedacht. Die Bezeichnung HID (human interface device) leitet sich aus der Anwendung für Bediengeräte für Menschen ab. Tastaturen und Mäuse, die sich an den HID-Standard halten, werden von den HID-Treibern von Windows unterstützt, so dass diese Geräte keine eigenen Treiber benötigen. Um den HID-Treiber nutzen zu können, muss sich das USB-Gerät als HID-Gerät in Windows anmelden. CDC-TreiberDer CDC-Treiber (communication device class, usbser.sys, MsPorts.dll) von Windows ermöglicht die RS232-Emulation über den USB. Beim Anschluss eines entsprechenden USB-Geräts wird in Windows ein virtueller COM-Port eingerichtet. Jedes Programm kann darauf zugreifen, wie wenn es eine echte RS232-Schnittstelle wäre. Die erreichbare Transfergeschwindigkeit beträgt bis zu 1 MBit/s (125 kByte/s) und ist deutlich schneller als bei der echten RS232-Hardware mit nur 115.200 Bit/s. Storage-TreiberAuch für USB-Speichersticks oder externe USB-Festplatten hat Windows einen eigenen Treiber (usbstor.sys). Deshalb werden in der Regel alle USB-Speichersticks und USB-Festplatten von Windows ohne Probleme erkannt. Übertragungstechnik und StromversorgungNeben den beiden Leitungen für die Stromversorgung (+5V) gibt es zwei Datenleitungen. Die Signale auf den Datenleitungen beziehen sich nicht auf Masse, sondern werden differenziell übertragen. Damit heben sich Störungen bei der Differenzbildung auf, die auf beide Adern einwirken. ÜbertragungsgeschwindigkeitUm langsame Geräte wie Tastatur, Maus und auch schnelle Geräte wie Modems oder Videokameras über ein und den selben Bus zu führen, wurde die Übertragung in Kanäle unterteilt.
Unabhängig welcher Geschwindigkeitskategorie ein Gerät angehört, es wird immer der gleiche vierpolige Stecker verwendet. Unterschiede gibt es nur beim Anschlusskabel. High-Speed-Geräte benötigen ein geschirmtes und verdrilltes Kabel (USB 2.0). Für Low-speed-Gerät kann ein ungeschirmtes und unverdrilltes Kabel verwendet werden (USB 1.0/1.1). Mögliche USB-Geräte
USB-SteckerWegen der zunehmenden Miniaturisierung von Geräten, wie Digitalkameras, Handys und MP3-Player, war ein besonders kleiner Stecker gefragt. Der Micro-USB-Stecker ist eine noch kleinere Steckverbindung als der Mini-USB-Stecker. Die Micro-USB-Spezifikation enthält auch die Erweiterung USB On-The-Go (OTG). So ist es Geräten mit dieser Schnittstelle möglich, mit abgespeckter Host-Funktionen eine direkte Verbindung zwischen zwei Mobilgeräten herzustellen.
Übersicht: Externe Schnittstellen, die durch den USB ersetzt werden
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