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Computertechnik-Fibel

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Netzwerktechnik-Fibel

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U3-USB-Stick / U3-Smartdrive

U3 LogoIm Jahr 2004 gründeten die beiden Unternehmen SanDisk und M-Systems das Unternehmen U3 LLC. Es wurde beauftragt, eine Spezifikation zu entwickeln, um auf einem USB-Stick Einstellungen, Programme und Daten speichern zu können. Ziel sollte es sein, mit einem USB-Stick an jedem Computer arbeiten zu können ohne dort Spuren zu hinterlassen und Programme installieren zu müssen.
U3-USB-Sticks funktionieren mit Windows 2000 ab Service Pack 4 (SP4), Windows XP und Windows Vista. Ältere Windows-Versionen werden nicht mehr unterstützt. Für MacOS und Linux gibt es keine Unterstützung (Stand: Ende 2008). Einen U3-USB-Stick erkennen sie nur als ganz normalen USB-Stick ohne U3-Funktion.

Hardware und Software

U3-StartmenüU3-USB-Sticks sind normale USB-Sticks mit Flash-Speicher. In einem nichtbeschreibbaren Teil ist eine Software gespeichert, die ein Menü einer Arbeitsumgebung starten kann und ein Verschlüsselungschip, der die Daten vor fremden Zugriffen schützt. Die Verschlüsselung erfolgt mit AES und zusätzlich gibt es einen Passwortschutz.
Wird der U3-Stick gesteckt, dann wird er als CD-ROM-Laufwerk im Arbeitsplatz eingetragen (Windows). Danach startet automatisch eine U3-Anwendung (sofern aktiviert) und installiert ein U3-Startmenü im System-Tray. Von dort aus werden die Programme gestartet, installiert, Passwort vergeben und Startoptionen festgelegt. Nachdem sich der U3-USB-Stick im System-Tray eingenistet hat, wird zusätzlich der eigentliche USB-Speicher im Arbeitsplatz als Laufwerk angelegt. Ist die Autostart-Funktion bei Windows deaktiviert, muss das U3-Startmenü mit der U3.exe von Hand gestartet werden.
Grundsätzlich müssen alle Applikationen für U3-Sticks programmiert sein. Andernfalls lässt sich eine Anwendung nicht installieren. Diese Applikationen erkennt man an der Dateiendung U3P. Bisher haben sich hauptsächlich E-Mail-Clients, Virenscanner, Browser, Datei-Synchronisation-Tools und Multimedia-Player durchgesetzt.
U3-Anwendungen werden direkt auf dem U3-Stick ausgeführt. Außer das Speichern temporärer Registry-Einträge, Sicherung von Dokumenten und die Nutzung von Systemkomponenten wird der Host-Computer nicht benutzt. Beim Abmelden des U3-Sticks werden die Registry-Einträge gelöscht und alle verwendeten System-Ressourcen wieder geschlossen. Es bleiben keinerlei Spuren auf dem Host-Computer zurück.

Fazit

U3-USB-Sticks sind eine interessante Sache, wenn man nicht nur seine Daten, sondern auch die Anwendungen mitnehmen will. Im Regelfall findet sich immer ein Computer, an dem man USB-Sticks einstecken kann. Die verfügbaren Anwendungen werden aber auf wenige Anwendungsfälle begrenzt bleiben. Für eigene Anwendungen steht das U3-Source-Development-Kit (SDK) kostenlos zur Verfügung.
Die U3-tauglichen USB-Sticks und die passende Software haben sich aber noch nicht wirklich durchgesetzt. Scheinbar brauchen die USB-Stick-Käufer die U3-Funktionalität nicht. Und die Hersteller verzichten im Kampf um Marktanteile auf U3.

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