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Drucker

Waren Drucker in den Anfängen der Personal Computer sehr teuer, so sind günstige und gute Drucker heute kein Luxus mehr. In der Regel hat jeder Computer-Besitzer auch einen Drucker. Im Privatbereich werden in der Hauptsache Tintenstrahldrucker verkauft. Deren Verbrauchsmaterial (Farbpatronen und Spezialpapier) ist zwar teuer, die Anschaffungskosten für das Gerät sind jedoch gering. Als Bürodrucker wird eher ein Laserdrucker verwendet. Die sind teurer, der Ausdruck dafür qualitativ hochwertiger.
Grundsätzlich kann man sagen, dass billige Drucker enorme Folgekosten nach sich ziehen, wenn man es dann mit der Nutzung des Gerätes übertreibt. Deshalb ist den meisten Druckerkäufern schon aufgefallen, dass der Preis von Patronen und Kartuschen fast so hoch sind, dass man sich dafür einen neuen Drucker kaufen kann. Daran erkennt man, dass der Kauf eines Druckers durch den Kauf von Zubehör finanziert wird. Dumm für denjenigen, der seinen Drucker häufiger benützt.

Druckertypen

Außer Nadeldrucker, Tintenstrahldrucker und Laserdruckern spielen alle anderen Druckerarten keine Rolle im Computerbereich.

Typenraddrucker

Im Typenraddrucker befindet sich das Typenrad, auf dem alle druckbaren Ziffern, Buchstaben und Zeichen eingestanzt sind. Außer den üblichen Ziffern, Buchstaben und Zeichen kann dieser Drucker nichts anderes drucken. Soll ein Buchstabe gedruckt werden, dreht ein Motor das Typenrad bis der Buchstabe vor einem Hammer platziert ist. Der Hammer schlägt dann den Buchstaben auf ein Farbband. Der Buchstabe wird dabei auf das Papier gedruckt. Das Druckverfahren erlaubt wegen der umfangreichen und schweren Mechanik nur geringe Druckgeschwindigkeiten.
Der Ausdruck eines Typenraddruckers ist mit einem auf einer Schreibmaschine geschriebenen Schriftstück vergleichbar.

Nadeldrucker - Matrixdrucker

Nadeldrucker - MatrixdruckerDer Nadeldrucker hat einen Druckkopf, der aus mehreren Nadeln besteht. Bekannt sind Druckköpfe mit 9, 24 und 48 Nadeln. Entsprechend wird ein Drucker klassifiziert. In einen 9-Nadeldrucker, einen 24-Nadeldrucker oder 48-Nadeldrucker. Wegen der besseren Ausdrucke von Tintenstrahldruckern und Laserdruckern haben Drucker mit 48 Nadeln keine große Verbreitung erlebt.
Nadel-DruckköpfeBei Druckern mit 9 Nadeln stehen die Nadeln in einer Reihe untereinander. Bei Druckern mit 24 Nadeln stehen die Nadeln in zwei Reihen zu 12 Nadeln untereinander. Je nach Anwendungsprogramm und Ausdruck wird ein Nadeldrucker unterschiedlich angesprochen. Entweder werden die Nadeln über einen Bit-Code gesteuert, wobei der Drucker den Buchstaben selbständig druckt. Grafiken werden in einzelnen Bit-Strukturen dem Drucker gesendet.
Der große Nachteil von Nadeldruckern ist deren Geräuschentwicklung während dem Druck. Der Mechanismus, der die Nadeln durch das Farbband auf das Papier schleudern erzeugt einen hohen Lärmpegel. Abdeckhauben vermindern beim Drucken diesen Lärm.
Obwohl dieses Druckverfahren im Prinzip veraltet ist, werden diese Drucker in Industrie-Betrieben immer noch eingesetzt. Dabei macht man sich die Möglichkeit des Endlospapiereinzugs und der Durchschlagerstellung zu Nutze.

Auflösung

Die Auflösung wird in dpi angegeben. Das ist die Abkürzung für Dots per Inch, zu Deutsch Punkte pro Zoll (2,54 cm). Die Auflösung ist lediglich ein theoretischer Wert, der über die tatsächliche Detailgenauigkeit eines Druckers nichts aussagt. Mit Streifen, Fehlfarben, Artefakten und Unschärfe im Ausdruck ist trotzdem zu rechnen.
Die dpi-Angabe sollte nie als Kaufargument dienen.

Kosten

Unabhängig vom Geräteanschaffungspreis sollte man auch die Preise für Tintenpatronen, Tonerkartuschen und Spezialpapier schauen. Hier kann man natürlich auch von einem Alternativ-Anbieter Günstigeres bekommen, sofern der Drucker schon ein paar Monate auf dem Markt ist.
Vor dem Druckerkauf lohnt ein Blick in den Zubehör- und Verbrauchsmaterialbereich des Händlers. Beachtet werden muss, je billiger ein Drucker, desto teurer sind die Tintenpatronen oder Tonerkartuschen.
Es empfiehlt sich beim Kauf eines Druckers auf einen Hersteller zu setzen, für den es ein breites Sortiment an Alternativ-Tinte gibt. Denn dadurch bleibt auch der Preis für Original-Tinte im Rahmen.

Geschwindigkeit

Die Geschwindigkeit eines Druckers wird von den Herstellern im Entwurfs- oder Kopiermodus ermittelt. Die Zeit, die der Druckertreiber und Drucker benötigen um den Ausdruck aufzubereiten wird dabei unterschlagen. Auch die Aufwärmphase bei Laserdruckern ist in den Zeitwerten der Hersteller nicht enthalten. Deshalb sind Zeit- oder Mengenangaben immer mit Vorsicht zu genießen. Wer auf Geschwindigkeit Wert legt, der sollte den Ausdruck immer vor Ort beim Händler erleben.

Schnittstellen

Größenvergleich zwischen USB- und Centronics-Anschlußbuchse
Drucker werden entweder über die parallele Schnittstelle (Centronics) oder über den USB mit dem Computer verbunden. Als Drucker für den Einzelplatz reicht der USB-Anschluss. In Büros, wo mehrer Leute einen Drucker bedienen, ist eine Netzwerkschnittstelle von Vorteil. Wer bereits einen Printserver hat, der schließt diesen an der parallelen Schnittstelle des Druckers an. Gut ist dann, wenn der Drucker die Druckersprache PLC5, besser PLC6, beherrscht.

Pictbridge

Eine Besonderheit ist die USB-Schnittstelle mit PictBridge-Unterstützung. Hier kann man eine Digitalkamera anschließen, die ebenfalls PictBridge unterstützen muss. Pictbridge ist aus dem Direct Print Standard heraus entstanden. Die Hersteller Canon, Fuji, Hewlett Packard, Olympus, Seiko und Sony haben ihn entwickelt, um Digitalkameras direkt über USB mit einem Drucker zu verbinden und auf diese Weise ohne Computer Bilder von der Digitalkamera auf dem Drucker auszudrucken. Die Auswahl der Bilder und die Druckbefehle werden über das Display der Digitalkamera gesteuert. Manche Drucker haben sogar ein kleines Display, was die Bedienung des Druckers und die Auswahl der Bilder erleichtert.

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