Kundenmeinung: Die Kommunikationstechnik-Fibel ist sehr informativ und verständlich. Genau das habe ich schon seit langem gesucht. Endlich mal ein Buch, das kurz und bündig die moderne Informationstechnik beleuchtet.
Telekommunikationssysteme (TK-Systeme) oder Telekommunikationsanlagen (TK-Anlagen) sind Systeme, an denen Endgeräte für die Dienste in der Kommunikationstechnik angeschlossen werden. Diese Endgeräte haben Zugriff auf die System-Leistungsmerkmale und können interne Verbindungen und externe Verbindungen über die Amtsleitungen der öffentlichen Kommunikationsnetze zu anderen Endgeräten aufbauen.
Unified Communications
Unified Communications bedeutet soviel wie "einheitliche Kommunikation". Dabei darf man diesen Begriff nicht mit Unified Messaging verwechseln. Unified Messaging ist ein Teil von Unified Communications.
UC ist als eine Software-Plattform, auf der alle Dienste der Kommunikationstechnik zusammengefasst sind.
Telefonverwaltung
Konferenzsysteme
Instant Messaging
Presence-Management
PIM
Unified Messaging (E-Mail, Fax, Voicemail)
One-Number-Service
Integration von Unternehmensanwendungen
Architektur einer TK-Anlage
Eine Telekommunikationsanlage besteht wie auch Öffentliche Vermittlungssysteme aus der Zentralen Steuerung, dem Koppelfeld und den Anschlussorganen und Schnittstellen.
Klassische Telefonanlage
Die klassische Telefonanlage aus dem ISDN-Zeitalter besteht aus einer zentralen Steuerung. In der Regel mit Prozessor, Speicher und Software. Dann ist da noch das Koppelfeld, über das die Verbindungen geschaltet werden. Von dort aus werden Anschlüsse und Schnittstellen für Endgeräte und das Telefonnetz herausgeführt. Hier werden Telefone, Faxgeräte, Modems, Anrufbeantworter und Amtsleitungen angeschlossen.
Hybrid-Anlage für ISDN und VoIP
Durch die Anforderung nach Integration von IP-Telefonie (VoIP) bekamen TK-Anlagen eine zusätzliche Erweiterung. Neben der zentralen Steuerung, dem Koppelfeld und den üblichen Telefonie-Schnittstellen wurden auch Ethernet-Schnittstellen für die IP-Telefonie bereitgestellt. Das ermöglicht den parallelen Betrieb von alter und neuer Telefonie-Technik.
IP-Telefonie-Server
Beim Umstieg von klassischer Telefonie auf VoIP ist die TK-Anlage Geschichte. Statt einer TK-Anlage steht jetzt ein Telefonie-Server innerhalb der Netzwerk-Infrastruktur, der die Aufgabe der TK-Anlage übernimmt. Ein zusätzliches VoIP-Gateway übernimmt die Verbindung ins Telefonnetz.
Der Telefonie-Server ist für alle Vermittlungsprozesse und Verbindungsanforderungen verantwortlich. Er übernimmt die Aufgaben, die der klassischen Telefonanlage entsprechen.
Mit der Anmeldung am Netzwerk steht die persönliche Telefonie-Umgebung des VoIP-Client, mit eigener Durchwahl, zur Verfügung. Es ist dabei unabhängig, an welchem Arbeitsplatz man angemeldet ist.
Meistens ist der VoIP-Server auf dem selben Computer wie das VoIP-Gateway (bei einer reinen Software-Lösung).
Standardisierung von Schnittstellen und Leistungsmerkmalen
Im Gegensatz zum öffentlichen Telefonnetz einigten sich die Hersteller von TK-Anlagen nicht auf einen einheitliche digitale Endgeräte-Schnittstelle. Während es in den öffentlichen Netzen ISDN als Standard gibt, gibt es im Bereich der privaten Netze keine vergleichbaren Festlegungen. Hier gibt es nur den analogen Nebenstellen-Anschluss für analoge Endgeräte.Um sich von den Konkurrenten zu unterscheiden entwickelte jeder Hersteller eine eigene Schnittstelle (UP0) und Leistungsmerkmale. Die Abhängigkeit von propritären Lösungen brachte eine hohe Kundenbindung mit sich.
Im Bereich der VoIP-TK-Anlagen ist das kein Stück besser. Zwar wird hier der SIP-Standard von allen Hersteller unterstützt, doch jeder Anbieter hat natürlich seine eigenen, speziellen Erweiterungen, die einen Austausch von Systemen oder Endgeräten durch Produkte anderer Hersteller ausschließen. Die meisten Leistungsmerkmale, die VoIP-Anbieter zur Verfügung stellen, sind keine SIP-Leistungsmerkmale.
Schnittstellen / Anschlüsse für Teilnehmeranschlüsse
Analog - IWV (Zweidrahtschnittstelle)
Analog - MFV (Zweidrahtschnittstelle)
Digital - 1TR6 (Nationales ISDN) (Vierdrahtschnittstelle S0)
Digital - EDSS1 (Euro-ISDN) (Vierdrahtschnittstelle S0)
Digital - UP0 (System-Zweidrahtschnittstelle, herstellerabhängig)
DECT
Ethernet (RJ45)
Schnittstellen / Anschlüsse für Amtsleitungen und Netze
Analog ohne Durchwahl (Normales Amt)
Analog mit Durchwahl (IKZ 50)
Digital - 1TR6 (Nationales ISDN)
Digital - EDSS1 (Euro-ISDN)
Digital - DASS (Digital Access Signalling Protocol)
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Kundenmeinung: Die Computertechnik-Fibel ist wirklich verständlich geschrieben, frei von Ballast und ein tolles Nachschlagewerk. Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Buch.