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Operationsverstärker
und
Instrumentationsverstärker

Operationsverstärker und Instrumentationsverstärker

Käufer Elektronik-Workshop Kundenmeinung:
Mein Lob gilt der übersichtlichen und schönen Darstellung und der guten didaktischen Aufbereitung. Selten werden Schaltungen so gut erklärt, dass es auch noch Spaß macht sich damit zu beschäftigen.

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Timer 555

Timer 555

Käufer des Timer-Buchs Kundenmeinung:
Hätte ich das Timer-Buch schon früher gehabt, dann hätte ich mir die Rumfrickelei am NE555 sparen können.

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Elektronik-Fibel

Die Elektronik-Fibel, das Elektronik-Buch

Käufer der Elektronik-Fibel Kundenmeinung:
Die Elektronik-Fibel ist einfach nur genial. Einfach und verständlich, nach so einem Buch habe ich schon lange gesucht. Es ist einfach alles drin was man so als Azubi braucht. Danke für dieses schöne Werk.

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Z-Diode-Erweiterungskurs und die Bandgap-Referenz


  • Das Inhaltsverzeichnis meiner Elektronik-Minikurse

  • Die Philosophie meiner Elektronik-Minikurse
        (WICHTIG: Unbedingt zur Kenntnis nehmen!)

  • Hilfe bei Leserfragen.
        (WICHTIG: Unbedingt zur Kenntnis nehmen!)

  • Simulieren und Experimentieren, ein Vorwort von Jochen Zilg

  • Autor:   Thomas Schaerer           Buch 1    Buch 2

  • Einleitung

    Dieser Elektronik-Minikurs erweitert von Patrick Schnabel den Grundlagenkurs über Z-Dioden. Dort geht es um die elektronische Grundlage der Zener-Diode (Z-Diode). In einem Diagramm wird gezeigt, wie die Z-Diode arbeitet. Die Zener-Schwellwertspannung im Normalbetrieb in der Sperrrichtung und der Durchflussspannungswert wenn die Z-Diode im Durchflussbetrieb arbeitet. Es wird dabei die einfachste Form der Spannungsstabilisierung, bestehend aus Widerstand und Z-Diode, vorgestellt.

    Hier geht es um zusätzliche Erkenntnisse über Z-Dioden. Als nächstes lernen wir, dass man auch Wechselspannungen (AC-Spannungen) stabilisieren kann, vorausgesetzt allerdings, dass die Form der Amplitude irrelevant ist. Es wird eine sehr praktische Anwendung gezeigt, welche verhindert, dass das Fahrradrücklicht kaputt geht, wenn die stärkere Frontlampe durchbrennt. Danach geht es um den differenziellen Widerstand und um den Temperaturkoeffizienten der Z-Diode. Dies sind zwei wichtige Parameter. Die Präzisions-Z-Diode und die Bandgap-Spannungsreferenz runden diesen Elektronik-Minikurs ab.



    Dioden und Z-Dioden begrenzen auch Wechselspannungen

    Wie man es mit Kleinsignaldioden (z.B. 1N914 oder 1N4148) oder auch mit Leistungsdioden (z.B. 1N4001) anstellt, zeigt Bild 1. Es werden zwei solcher Dioden antiparallel geschaltet und mit dem Vorwiderstand Rv den Strom begrenzt. Bei der positiven Halbwelle begrenzt Diode D1 mit ihrer Durchflussspannung, bei der negativen Halbwelle tut es die Diode D2. Die trapezartige Ausgangsspannung hat bei Silizium-Dioden einen Wert von etwa 1.3 Vpp. Bei der Verwendung von Germanium-Dioden (z.B. 1N270) sind es etwa 0.5 Vpp. Eine praktische Anwendung dieser Begrenzerschaltung mit Silizium-Kleinsignaldioden findet man in meinem Elektronik-Minikurs:



    Bild 2 zeigt die Methode mit Z-Dioden. Genauso wie bei der DC-Spannungsanwendung werden auch bei der AC-Spannungsanwendung die Z-Dioden in Sperrrichtung betrieben. Daher muss man zwei solche Z-Dioden antiseriell und nicht antiparallel schalten. Antiparallel hätten sie die selbe Wirkung wie Dioden. Die Durchlassspannungen würden beide Halbwellen begrenzen.

    In der antiseriellen Schaltung, wie Bild 2 zeigt, fliesst bei der positiven Halbwelle der Strom über Rv durch die Z-Diode Z1 (es begrenzt die Z-Spannung) und durch die Z-Diode Z2 (es begrenzt die Durchflussspannung). Es addieren sich diese beiden Spannungswerte. Bei der negativen Halbwelle arbeitet Z1 im Durchfluss- und Z2 im Zenerspannungsbetrieb. Bei identischen Z-Dioden hat man am Ausgang eine symmetrische trapezartige Ausgangsspannung.

    Bei der Verwendung von Z-Dioden, im Z-Spannungsbereich von etwa 6 bis 9 V, hat man einen relativ scharfen Begrenzungsknick und eine besonders konstante Z-Spannung, während die Sinusspannung ihre Amplitude durchläuft. Warum dies so ist, erklärt weiter unten der Abschnitt Der differenzielle Widerstand und der Temperaturkoeffizient.



    Z-Dioden-Stabilisierung für die Fahrradbeleuchtung

    Die traditionelle Fahrradbeleuchtung besteht aus einem kleinen Scheinwerfer mit einer Glühbirne mit 6V/0.4A und einem Rücklicht mit einer kleineren Glühbirne mit 6V/0.05A. Als Spannungsquelle dient ein Dynamo, angetrieben am Gummipneu des Vorderrades. Brennt die vordere leistungsfähigere Glühbirne durch, dann passiert das selbe kurz darauf der hinteren, weil diese eine viel zu hohe Dynamospannung abkriegt, denn mit einem Strom von nur 50 mA ist der Dynamo viel zu gering belastet. Diesem Problem kann man wirkungsvoll begegnen, in dem man parallel zu den Dynamoanschlüssen zwei kleine Leistungs-Z-Dioden in Serie schaltet, die dafür sorgen, dass die AC-Spannung des Dynamo auf etwa 6 Veff begrenzt wird, wenn dieser un- oder zuwenig belastet ist.

    Bei einer sinusförmigen AC-Spannung von 6 Veff, beträgt die Scheitelspannung 8.5 Vp. Wenn man zwei Z-Dioden mit einer Zenerspannung von je 6.2 V wählt, wird die AC-Spannung auf rund 7 Vp begrenzt. Die effektive Spannung ist allerdings etwas niedriger, aber nicht so viel, weil wir es hier mit einer trapezartigen und nicht mit einer sinusartigen Spannung zu tun haben. Die effektive Spannung liegt etwas oberhalb des Wertes von 6 Veff. Wenn beide Lampen funktionieren, belasten die Z-Dioden den Dynamo nur wenig bis fast gar nicht. Fast gar nicht heisst, dass die Spitzenwerte immer etwas beschnitten werden, aber das alles ist ja auch von der Fahrgeschwindigkeit abhängig. Wenn man Z-Dioden mit einer Spannung von 6.2 V und einer Leistung von 5 W wählt, ist man gut bedient. Ich baute vor vielen Jahren eine solche Kombination einem Fahrrad ein und es funktioniert bis heute prima. Es ging dabei um ein Fahrrad, dessen Dynamoantrieb an den Gummipneu des Vorderrades gekoppelt ist. Ob diese Methode auch bei einem modernen Nabendynamo durchführbar ist, weiss ich nicht.



    Der differenzielle Widerstand und der Temperaturkoeffizient

    Auf der X-Achse ist die Z-Spannung eingetragen. Es werden dabei Z-Dioden mit Z-Spannungen im Bereich 2.4V (BZX79-C2V4) bis 33V (BZX79-C33V) analysiert. Die Daten zu diesem Diagramm sind aus einem Datenblatt von SGS-THOMSON abgeleitet. Auf der linken Y-Achse ist der differenzielle Widerstandsbereich und auf der rechten Y-Achse ist der Temperaturkoeffizientenbereich eingetragen.

    Betrachten wir zuerst die Kurve des differenziellen Widerstandes rDIFF. Wie bereits angedeutet, ist dieser Widerstandswert im Bereich der Z-Spannungen von 6 bis 9 Volt am niedrigsten. Dies bedeutet, dass Z-Dioden des Types 6V4, 7V5 und 8V2 sich besonders dann eignen, wenn es auf eine stabile Spannung ankommt, die möglichst wenig von Z-Stromänderungen, bzw. von Spannungsänderungen vor dem Vorwiderstand, beeinflusst werden soll.

    Betrachten wir jedoch auch die Kurve des Temperaturkoeffizienten TK, dann stellt man sogleich fest, dass es, wie im praktischen Alltag, auch hier nicht möglich ist, den Batzen und das Brötchen zu bekommen. Den geringsten TK-Wert ist mit etwa 5.2 V nämlich dort, wo der differenzielle Widerstand etwa vier mal grösser ist als sein minimalster Wert. Das Optimum für beide Werte liegt bei etwa 5.6 V, also für eine Z-Diode des Types BZX79-C5V6.


    Die Serieschaltung von Z-Dioden

    Um höehere Z-Spannungen zu erzeugen, kann man eine Z-Diode mit einer hohen Z-Spannung benutzen oder man schaltet mehrere Z-Dioden mit niedrigeren Z-Spannungen in Serie. Diese zweite Methode ist teurer, jedoch bringt sie besonders betreffs Temperaturkoeffizienten klare Vorteile. Wie wir im Beispiel des folgenden Abschnittes sehen, kann die Serieschaltung auch für den differenziellen Widerstand vorteilhaft sein.

    Eine 33V-Z-Diode hat einen differenziellen Widerstand von 35 Ohm und einen Temperaturkoeffizienten von +30 mV/K. Verwendet man anstelle dieser Z-Diode vier in Serie geschaltete 8V2-Z-Dioden beträgt der differenzielle Widerstand 24 Ohm und der Temperaturkoeffizient +18 mV/K.

    Bevorzugt man einen möglichst geringen Temperaturkoeffizienten, kann man drei 3V9-Z-Dioden und drei 6V4-Z-Dioden in Serie schalten. Der resultierende Temperaturkoeffizient ist praktisch 0 mV/K, abgesehen von Exemplarstereuungswerten. Der differenzielle Widerstand beträgt dann allerdings rund 130 Ohm. Die Z-Spannung beträgt etwa 31 Volt, wobei diese Z-Spannung sehr empfindlich auf Z-Strom-Unterschiede ist, bei diesem doch recht hohen differenziellen Widerstand.

    Fazit: Da der Temperaturkoeffizient auch negative Werte haben kann, ist es leicht möglich, durch geschickte Auswahl, den resultierenden Wert fast auf Null zu kompensieren. Betreffs resultierendem differenziellen Widerstand hat man eher Nachteile zu verkraften. Im folgenden Kapitel befassen wir uns mit hochpräzisen Referenzelementen, welche ebenso nach dem Z-Dioden-, allerdings auch nach dem Bandgapprinzip arbeiten. Solche Elemente sind bei Präzisionsanwendungen den Z-Dioden unbedingt vorzuziehen.



    Präzisions-Z-Dioden

    Es gibt temperaturdriftkompensierte Zener-Referenzen. Diese Referenzelemente haben um einen zehn- bis hundertfachen geringeren differenziellen Widerstand als herkömmliche passive Z-Dioden. Diese Referenzelemente können wie herkömmliche Z-Dioden beschaltet werden. Nehmen wir z.B. LM329A mit seinen Spitzendaten:

    
        Betriebsstrombereich:               0.6 mA  bis  15 mA
        Referenzspannung:                   6.9 V   (typisch)
        Differentieller Widerstand:         0.6 Ohm (typisch)
        Langzeitstabilität (1000 Std):     20 ppm   (typisch)
        Temperatur-Koeffizient:             6 ppm/K = 0.04 mV/K (typisch)
    

    Es gibt noch weitere hochpräzise Zener-Referenzelemente. Solche welche zwar nach dem Zenereffekt arbeiten, jedoch nicht als Z-Dioden in der Anwendung konzipiert sind. Sie haben drei Anschlüsse. Zwei dienen der Speisung ohne Vorwiderstand und der dritte ist die Rereferenzausgangsspannung. Diese Spannung ist hochpräzise z.B. auf 10.000 Volt lasergetrimmt. Solche Referenzelemente braucht man z.B. als Spannungsreferenz für eine sehr genaue Digitalisierung elektrischer Spannungswerte von irgendwelchen physikalischen Sensoren. Als Vetreter solcher Hochpräzisionsspannungsreferenzen wäre der LM169 zu nennen. Auch dieser arbeitet nach dem Prinzip der TK-kompensierten Zenerspannung.



    Was bedeutet der differenzielle Widerstand?

    Bild 5 zeigt eine Ersatzschaltung. Rz ist Teil der realen Z-Diode, welche punktiert umramt ist. Die reale Z-Diode besteht aus Rz und Uz. Ohne Rz wäre die Z-Spannung am Ausgang Ua, unabhängig von einer Änderung des Z-Stromes, absolut konstant. Ändert sich jedoch der Strom in einer realen Z-Diode, so ändert sich auch die Spannung über Rz. Je grösser Rz ist, um so grösser ist auch die von der Z-Stromänderung ahängige reale Z-Spannungsänderung an Ua. Oder: Je gringer das Verhältnis von Rv/Rz ist, um so grösser ist die von der Eingangspannungsänderung abhängige Z-Spannungsänderung an Ua.



    Die Bandgap-Spannungsreferenz

    Für niedrige Referenzspannungen bietet sich ein anderes Prinzip an, das sogenannte Bandgap-Prinzip, dass hier kurz beschrieben wird:

    Bild 6 zeigt die stark vereinfachte Version einer Bandgap-Spannungsreferenz. T1 arbeitet mit einem relativ hohen Kollektorstrom. Der Kollektorstrom durch T2 ist etwa zehn mal niedriger als der durch T1. Die Differenz der beiden Basis-Emitter-Schwellenspannungen von T1 und T2 liegt über R3. Wenn T1 und T2 hohe Stromverstärkungen besitzen, wird die Spannung über R2 proportional zur Spannung über R3 verstärkt. T3 arbeitet als Verstärkerstufe und reguliert die Ausgangsspannung zwischen Kollektor und Emitter auf einen Wert der sich aus seiner Basis-Emitter-Schwellenspannung und dem Spannungsabfall über R2 zusammensetzt. Die Basis-Emitter-Schwellenspannung von T3 hat einen negativen TK, während der Spannungsabfall über R2 einen positiven TK hat. Die Spannung über dem Referenzelement ist TK-kompensiert, wenn die Summe der beiden Spannungen gleich gross ist wie die sogenannte Energie-Bandgap-Spannung.

    Dies ist ein kleiner übersetzter Ausschnitt aus der Application-Note AN-56 von National-Semiconductor. Für weitergehendes Studium in die Bandgaptechnik empfehle ich AN-56 und andere geeignete Literatur. Auch im Elektronikstandardwerk Halbleiter-Schaltungstechnik von U.Tietze und Ch.Schenk findet man einiges zu diesem Thema.

    Doch nun ist es aber Zeit etwas zur Praxis von Bandgap-Referenzelementen zu erfahren. Dazu empfiehlt sich der folgende Elektronik-Minikurs:


    Dort dient in Bild 1 die Bandgap-Spannunungsreferenz LM385-Z2.5 mit einer Spannung von 2.5 Volt als Referenzspannung für ein steuerbares Netzgerät zwischen 0 bis 20 VDC mit einem Maximalstrom von 3 A.



    Ich hör' ein Bächlein rauschen...

    Neinnein, es geht hier nicht um das berühmte Forellenquintett. Es sind die Referenzelemente welche rauschen. Schlimm sind herkömmliche Z-Dioden, aber auch andere modernere Referenzelemente rauschen, wenn auch weniger. In vielen Anwendungen empfiehlt es sich, dem Referenzelement ein Tiefpassfilter nachzuschalten, wie dies in eben diesem Praxisteil mit R3 und C2 in Bild 1 gezeigt wird. Ein solches Tiefpassfilter eignet sich immer dann, wenn die Referenzspannungsquelle impedanzmässig nicht nennenswert belastet wird, was bei den nachgeschalteten Eingängen der Operationsverstärker von OA1 und OA2 zutrifft.



    Thomas Schaerer, 23.10.2000 ; 02.12.2002 ; 16.03.2003(dasELKO) ; 21.12.2003 ; 16.05.2006 ; 12.10.2007 ; 24.11.2007 ;