Zener-Dioden / Z-Dioden
Die Z-Diode (Zener-Diode) ist eine Silizium-Halbleiterdiode, die in Sperrrichtung betrieben wird. In Durchlassrichtung arbeitet sie wie ein normale Diode. Die Zener-Diode wird zur Stabilisierung von pulsierenden Gleichspannungen verwendet.
Der Name stammt vom Zenereffekt, den ein Mann mit dem Namen Zener entdeckt hat. Die Bezeichnung Z-Diode ist nur eine Abkürzung.
Zenereffekt und Lawineneffekt
Der Zenereffekt wird durch das elektrische Feld ausgelöst, dass ab einer bestimmten Größe zur Herauslösung der Elektronen aus ihren Kristallbindungen führt. Die Elektronen führen zur Bildung des Stromes Iz. Ab einem bestimmten Spannungswert UZ0, der Zenerspannung, wird die Z-Diode niederohmig. Ab der Zenerspannung nimmt der Strom Iz schlagartig zu.
Die Ladungsträger, die durch den Zenereffekt frei wurden, werden durch das elektrische Feld sehr stark beschleunigt. Das führt dazu, dass weitere Elektronen aus ihren Kristallbindungen herausgestoßen werden. Die Sperrschicht wird mit freien Ladungsträgern überschwemmt. Das nennt man Lawineneffekt (Stossionisation).
Die Zenerspannung kann bei der Herstellung durch die Dotierung des Silizium-Kristalls im Bereich 2 bis 600V eingestellt werden.
Bei der Z-Diode überlagert sich der Zenereffekt und der Lawineneffekt. Dieser Zustand wird als Zenerdurchbruch bezeichnet. Die plötzliche Leitfähigkeit führt zu einem sehr hohen Strom in Sperrrichtung. Ist der Strom zu groß, wird die Z-Diode zerstört. Deshalb ist im Datenblatt immer ein maximal zulässiger Sperrstrom IZmax angegeben., der nicht überschritten werden darf. Genauso wichtig ist die maximal zulässige Verlustleistung Ptot. Beide Grenzwerte dürfen nicht überschritten werden und sollten bei der Dimensionierung der Schaltungen mit Z-Diode bekannt sein und berücksichtigt werden.
Fällt die Sperrspannung unter UZ0, dann wird die Sperrschicht sofort wieder hergestellt. Der Bereich zwischen IZmin und IZmax wird Arbeitsbereich oder Durchbruchbereich genannt.
Temperaturabhängigkeit
Die Temperaturabhängigkeit der Z-Diode ist vor allem in der Mess- und Regeltechnik von Nachteil. Und Anwendungen, wo eine exakte Spannung benötigt wird, macht sich das negativ bemerkbar. Deshalb schaltet man gerne Z-Dioden mit positivem und negativem Temperaturkoeffizienten TK in Reihe. Im Optimalfall heben sie sich auf oder es bleibt nur ein kleiner Rest übrig. Der Temperaturkoeffizient TK gibt die Temperaturabhängigkeit an.
Manchmal nimmt man zur Temperaturstabilisierung auch normale Silizium-Dioden. In speziellen temperaturkompensierten Z-Dioden hat der Hersteller bereits diese Zusammenschaltung vorgenommen.
Schaltzeichen
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Bezeichnung von Z-Dioden
| Bezeichnung | Alternativen | Ptot | Gehäuse |
|---|---|---|---|
| ZPD... | BZX83.../BZY88.../BZX55.../ZX71.../BZX79... | 500 mW | DO35 |
| ZPY... | BZX 29.../BZX 85.../BZY 92../BZY 95.../BZY 96.../BZX 97.../ZD... | 1,3 W | DO41 |
Anwendungen
Z-Dioden eignen sich am besten zur Spannungsstabilisierung für Schaltungen mit kleinem Stromverbrauch. Aber auch die Spannungsbegrenzung von Spannungsspitzen ist eine Möglichkeit.
Mit geeigneter Zenerspannung eignen sie sich als Sollwertgeber in der Mess- und Regeltechnik. Oder wo Bezugsspannungen benötigt werden.
- Spannungsstabilisierung mit Z-Diode
- Z-Diode-Erweiterungskurs und die Bandgap-Referenz von Thomas Schaerer
- Die Power-Zenerdiode aus Z-Diode und Transistor von Thomas Schaerer
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