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Nickel-Metallhydrid-Akku (NiMH)Auf der Suche nach einem umweltverträglichen Ersatz zum NiCd-Akku wurde das Cadmium (Cd) durch eine Metalllegierung ersetzt. Die Legierung ist in der Lage Wasserstoff zu absorbieren. Dieses System hat eine höhere Energiedichte. Die Masse der negativen Elektrode kann reduziert und der Platz mit mehr positiver Masse aufgefüllt werden. Die NiMH-Zelle ist spannungskompatibel zur NiCd-Zelle. Erreicht allerdings die Strombelastbarkeit nicht. Hochstromanwendungen, wie zum Beispiel bei Akku-betriebenen Elektrogeräten sind mit NiCd-Akkus besser ausgestattet. NiMH-LadeverfahrenAktuelle NiMH-Akkus können mit einem hohen Ladestrom geladen werden. Dann sind die Akkus schon nach wenigen Stunden voll. Der maximale Ladestrom darf dabei trotzdem nicht überschritten werden. Ist der Akkus voll, dann kann jede weitere Energiezufuhr den Akku dauerhaft schädigen. Ein gutes Ladeverfahren und ein entsprechend guter Akkulader können teilgeladene Akkus erkennen und zuverlässig das Ladeende bestimmen. Dabei spielt es keine Rolle wie alt der Akku ist, welche Nennkapazität er hat und welche Umgebungstemperatur herrscht. SelbstentladungBlitzgeräte, Digitalkameras, mobile Geräte und ferngesteuertes Spielzeug sind üblicherweise am ehesten für Akkus geeignet. Hier muss man die Akkus regelmäßig wechseln oder aufladen. Doch wenn ein Akku- bzw. Batterie-Wechsel nur sehr selten in Frage kommt, dann lohnen sich Akkus nicht. Denn die Selbstentladung von Akkus ist höher als bei Batterien. Die Selbstentladung schränkt die Anwendungen von Akkus schnell ein. Zum Beispiel sind Fernbedienungen in der Regel mit Batterien besser dran. Dort ist die Stromentnahme nur ganz kurz und auch nur selten. Die Akkutechnik hat sich wegen der Nachfrage in den letzten Jahren rasant verändert. Hauptsächlich haben die Hersteller Akkus mit immer mehr Kapazität auf den Markt gebracht. NiMH-Akkus mit 2700 mAh haben fast so viel Kapazität wie Alkalibatterien. Doch diese Entwicklung ging zu Lasten der Selbstentladung. Diese Kapazitäten sind selten nutzbar. Denn schon nach wenigen Tagen verlieren die Zellen 10 bis 20 Prozent ihrer Ladung. Solche Akkus eignen sich nicht für elektronische Geräte, die nur wenig oder selten Strom brauchen. Die steigende Selbstentladung der NiMH-Akkus werden zugunsten höherer Kapazitäten von den Herstellern in Kauf genommen. Die Gründe für die Selbstentladung sind komplex und vielfältig. Zum Einen spielen die chemischen Veränderungen, Diffusion und Verunreinigungen eine Rolle. Die Selbstentladung ist auch temperaturabhängig. Je wärmer, desto stärker. Dabei reagiert der Wasserstoff mit der Anode und Kathode und verringert die Kapazität. LSD-NiMH-AkkuDie rasche Selbstentladung haben die Kunden sehr wohl wahrgenommen. Das hatte zur Folge, dass weniger NiMH-Akkus verkauft wurden. Aus diesem Grund haben die Akku-Hersteller hochkapazitive NiMH-Akkus mit geringer Selbstentladung entwickelt. Der Begriff LSD-NiMH-Akku hat sich bereits durchgesetzt. LSD steht dabei für Low Self Discharge. Während sich normale NiMH-Akkus für Geräte mit wenig Strombedarf nicht lohnen und Batterien dafür viel besser eignen, hat sich das mit LSD-NiMH-Akkus wieder geändert. Ausnahmen bilden weiterhin Rauchmelder, die auch noch nach Jahren der Untätigkeit, besser mit Alkali-Batterien zu betreiben sind. LSD-NiMH-Akkus können Batterien teilweise, aber immer noch nicht vollständig ersetzen. NiMH-Akku-HerstellerObwohl es scheinbar sehr viele Akku-Anbieter auf dem Markt gibt, gibt es insgesamt nur 3 Hersteller von NiMH-Akkus auf der Welt. Darunter Sanyo, GP und Yuasa. Alle anderen Akku-Anbieter, wie Varta, Hama, Conrad, Ansmann oder Duracell fertigen nicht selber, sondern beziehen ihre NiMH-Akkus von einem dieser 3 Hersteller. Wer sich von wem bedient, ist nicht bekannt. Die Branche hüllt sich in Schweigen. Sicher ist nur, dass Sanyo bevorzugt unter eigenem Namen verkauft und das die meisten NiMH-Akkus auf dem weltweiten Markt entweder von GP oder Yuasa stammen. AnwendungDies Art von Akku befindet sich überall in Geräten des täglichen Gebrauchs:
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