VGA-Anschluss

VGA steht für Video Graphics Array. Es handelt sich dabei um einen Grafikkarten-Standard. Als dieser Standard eingeführt wurde, war auch ein Anschluss für Monitore vorgesehen, der VGA-Anschluss. Obwohl die heutigen Grafikkarten keine VGA-Grafikkarten mehr sind, hat sich der VGA-Anschluss zur Übertragung von analogen Bildsignalen lange Zeit gehalten.

Hinweis: Die Bezeichnung VGA-Anschluss ist nur bedingt richtig. Für den VGA-Anschluss wird meist ein D-Sub-Stecker verwendet. Eine Variante der Bauform dieses Steckers wird auch für LPT-, COM- (Parallel und Seriell) und andere Schnittstellen verwendet. Den Sub-D-Stecker, der für VGA-Anschlüsse verwendet wird, erkennt man an den 15 Stiften im Innenteil des Steckers. Es gibt aber auch VGA-Kabel, die auf der Monitorseite 5 BNC-Stecker haben. Der VGA-Anschluss darf eigentlich nicht mit der Stecker-Form oder der Übertragungstechnik in Verbindung gebracht werden. In der Praxis nimmt man es damit aber nicht so genau.

Nach den Plänen von AMD, Intel, LG und weiteren Computer- und Bildschirm-Herstellern, soll der VGA-Anschluss spätestens im Jahr 2015 nicht mehr hergestellt werden. An dessen Stelle sollen nur noch die digitalen Ausgänge DisplayPort oder HDMI verbaut und verwendet werden.

Was die Bezeichnung VGA in der Computertechnik bedeuten kann:

  • Ein Grafikkarten-Standard für einen IBM-kompatiblen PC.
  • Ein analoger Bildschirmanschluss für VGA-Grafikkarten mit Sub-D-Stecker/-Buchse.
  • Eine Bildschirmauflösung von 640 x 480 Bildpunkten (Pixel) und davon weitere abgeleitete Auflösungen (SVGA, QVGA, WVGA, ...), die mit dem VGA-Signal, der VGA-Grafikkarte und dem VGA-Anschluss nichts zu tun haben.

Übertragungstechnik

Die Übertragung zwischen Grafikkarte und Bildschirm erfolgt mit analogen Signalen auf 5 Leitungen. Jeweils eine Leitung dient für die Übertragung eine der 3 Grundfarben (RGB) und zwei für die vertikale und horizontale Synchronisation. Die Intensität und damit die Anzahl der Farben bestimmt die stufenlos regelbare analoge Spannung auf den Signalleitungen. Das ist auch der Grund, warum die Leitungslänge die maximale Auflösung begrenzt.
Die VGA-Schnittstelle hat den Nachteil, dass die analogen Signale bei langen Kabeln oder minderwertigen Anschlüssen und Kabeln schlechter werden, was sich auf die Bildqualität niederschlägt. Außerdem sind sie für hohe Auflösungen nur bedingt geeignet.

Steckverbindung

VGA-Stecker und VGA-Stecker-Buchse VGA-Stecker und BNC-Stecker
VGA-Stecker und VGA-Anschluss VGA-Kabel mit BNC-Steckern

Der VGA-Stecker ist ein 15-poliger Mini-Sub-D-Stecker mit drei Anschlussreihen (Typ HD15). Der Ausgang der Grafikkarte ist immer eine Buchse. Der Eingang am Bildschirm kann sowohl eine Buchse als auch ein Stecker sein. In der Regel ist der Anschluss am Bildschirm ebenfalls eine Buchse, so dass ein Verbindungskabel mit Steckern an beiden Enden verwendet werden kann. Es gibt auch Kabel, die auf der Bildschirmseite BNC-Stecker verwenden. Jeweils einer für die 5 Signalleitungen. Die Kabel sollten grundsätzlich geschirmt sein. Sie sind etwas dicker, unflexibler und natürlich teurer, als normale Kabel.
Es gibt auch Bildschirme, an denen das Kabel fest angebracht ist. Am Kabelende befindet sich dann ein Stecker, der an der Grafikkarte angeschlossen wird. Solche Bildschirme sind allerdings selten.

Anwendungen

Der analoge VGA-Anschluss wird immer noch verwendet, obwohl sich DVI, HDMI und DisplayPort als digitale Video- und Grafikschnittstellen durchgesetzt haben. Aber, alte Röhrenbildschirme, billige Flachbildschirme und Beamer werden immer noch über die alte VGA-Schnittstelle mit Bildsignalen gespeist.
Der große Vorteil von VGA. Bei nur geringen Auflösungen, z. B. Beamer-Projektionen, kann man mit einem sehr hochwertigen Kabel bis zu 15 m oder mehr überbrücken. Das geht mit DVI, HDMI und DisplayPort nicht. Außerdem verfügen nicht alle Notebooks über einen digitalen DVI-Anschluss. Und deshalb brauchen Beamer immer noch einen VGA-Anschluss.
DVI ist der digitale Nachfolger von VGA, der auch einige Pins besitzt, in denen ein analoges VGA-Signal übertragen werden kann. Mit einem Adapter können Bildschirme, die nur einen VGA-Anschluss haben, auch an DVI-Ausgängen betrieben werden. Vorausgesetzt die entsprechenden Signalleitungen werden mit einem analogen Signal versorgt (bei DVI-I und DVI-A).

Übersicht: Video- und Grafikschnittstellen

Übersicht: Endgeräte für den VGA-Anschluss

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