![]() |
||
|
|
BeamerIm allgemeinen Sprachgebrauch werden Projektoren als Beamer bezeichnet. In Fachkreisen wird korrekterweise die Bezeichnung Projektor verwendet. Weil der Begriff Beamer üblicher ist, wird im folgenden Text das Wort Beamer und nicht Projektor verwendet. Beamer eignen sich für den Einsatz in Besprechungszimmer und Präsentationsräumen. Genauso für den Außendienstler oder im Wohnzimmer für die Heimkino-Anlage. Kaufberatung: Leistungsmerkmale und Kaufkriterien
DLP - Digital Light Processing
LCD-Technik
LCOS - Liquid Crystal on SiliconDiese Technik ist mit LCD identisch, bis auf einen kleinen Unterschied. Das schwarze Gitter in der Projektion ist nicht da. Ansonsten hat diese Technik alle Vorteile der LCD-Technik. Meist sind diese Geräte deutlich teurer. HelligkeitJe heller die Lichtverhältnisse der Umgebung und je größer die Projektionsfläche ist, desto heller muss die Projektion sein. Die Helligkeit wird in ANSI-Lumen, kurz lm, angegeben. In Räumen mit Tageslicht muss der Beamer mindestens 2000 ANSI-Lumen liefern. Z. B. Für Präsentationsräumen mit einer Anzeigefläche von 3 m². Ist die Anzeigefläche größer, muss auch die Helligkeit höher sein. Für das Wohnzimmer daheim mit einer Anzeigefläche von vielleicht 1 m² reichen 700 ANSI-Lumen aus. Bei abgedunkelten Räumen reichen auch schon wenige hundert ANSI-Lumen aus. Es gibt auch Projektoren, bei denen man mit einer Blende das Bild abdunkeln kann. GeräuschentwicklungDie Lichtleistung steht im Zusammenhang mit der Geräuschkulisse, die von einem Beamer ausgeht. Je heller ein Beamer ist, also je mehr ANSI-Lumen er hat, desto mehr Abwärme erzeugt er. Diese Wärme wird durch einen Lüfter aus dem Gehäuse befördert. Kleine Beamer haben kleine Lüfter, die durch eine höhere Drehzahl die selbe Wärme aus dem Gehäuse transportieren, wie ihre großen Verwandten. Manche Geräte haben auch einen Sparmodus mit geringerer Helligkeit, aber auch weniger Lärm. Zusätzlich verlängert sich die Lebensdauer der Beamerlampe. Optischer ZoomNicht immer kann man den Beamer im optimalen Abstand zur Anzeigefläche aufstellen. Dann ist es gut, wenn man mit einem großen optischen Zoom-Bereich die Entfernung zur Leinwand korrigieren kann. Ein 2-fach Zoom ist hinreichend flexibel. Ist das Objektiv von minderwertiger Bauart, dann äußert sich das als Verzerrungen und Konvergenzfehlern in den Ecken. Lens-ShiftEin Objektiv mit Lens-Shift erlaubt es das Bild unverzerrt horizontal und vertikal zu verschieben, ohne den Beamer zu neigen. Das ist dann von Vorteil, wenn der Beamer an wechselnden Einsatzorten nicht optimal mittig vor der Anzeigefläche platziert werden kann. Andere elektronische Korrekturen führen zur Bildverschlechterung, die allenfalls bei der Video-Wiedergabe aktzeptabel sind. AuflösungDie Auflösung von 1024 x 768 (XGA) hat sich als Standard durchgesetzt. Weniger reicht gerade mal zum Fernsehen. DVD-Videos in Breitbildformat 1024 x 576 (Wide-Pal) ansehen, ist so mit voller Auflösung nicht möglich. Mehr als XGA ist teurer und noch selten und für die meisten Anwendungsfälle nicht notwendig.
Anschlüsse und SchnittstellenFür Notebooks und PCs eignet sich die VGA-Schnittstelle. Je nach Gerät ist auch DVI, HDMI oder DisplayPort geeignet. Bei niedrigen Auflösungen hat man selten Probleme mit der Darstellungsqualität.
Anwendung: PräsentationBei Vorträgen benötigt man möglichst helle Bilder. Je nach Umgebungshelligkeit und Größe der Anzeigefläche sind bestimmte Werte der ANSI-Lumen nötig. Für kleine Räume reichen auch 1500 ANSI-Lumen aus. Kann man den Raum abdunkeln, geht auch noch weniger. Anwendung: DiashowBei Diashows mit digitalen Bildern müssen möglichst viele Bilddetails wiedergegeben werden. Ab einer SXGA+-Auflösung (1400 x 1050 Pixel) ist die Pixeldichte so hoch, dass die Unterschiede zu einem analogen Diaprojektor kaum auffallen. Außerdem verbessert die Helligkeit der Beamer die Projektion. Anwendung: FernsehersatzVon der Auflösung her reicht ein SVGA-Beamer merh als aus. Das reicht um PAL-Bilder im Verhältnis von 4:3 sauber darzustellen. Sollten aber irgendwann HD-Sendungen kommen, reicht die Auflösung nicht mehr aus. Die Vorteile von HD kommen dann nicht mehr zum Tragen. Wer für HD vorbauen will, der nimmt die nächsthöhere Auflösung. Anwendung: HeimkinoFilme werden meist im 16:9-Format wiedergegeben. Deshalb empfiehlt es sich auch einen entsprechenden Beamer zu verwenden. Das 4:3-Format verschenkt ein Viertel der Anzeigefläche. 16:9-Beamer sind auch von den Funktionen her voll auf Heimkino ausgerichtet. Z. B. mit Farb- und Gamma-Korrektur und haben oft auch ein besseres Deinterlacing. Das ist bei Video-Bilder sehr wichtig. Denn Video-Material liegt generell in Halbbildern vor, die zu Vollbildern zusammengesetzt werden müssen (Deinterlacing). Wird der Beamer über den Composite- oder S-Video-Eingang gespeist, dann muss dieser das Deinterlacing übernehmen. Eine geringe Qualität kann da den Filmgenuss trüben. Hochwertige DVD-Player können den Beamer mit Vollbildern beliefern. Man nennt das Progressive Scan. Entweder über die analogen oder digitalen Eingänge. BetriebskostenGerne wird vergessen, das die Lampe des Beamers nicht ein Leben lang hält, sondern nach einer bestimmten Betriebsdauer den Geist aufgibt. Tritt der Fall ein, muss eine neue Lampe angeschafft werden. Wer ein Gerät häufig benützt, der braucht öfter eine neue Lampe. Diese sind nicht ganz billig und meist nur beim Hersteller erhältlich. Daher sollte schon beim Kauf des Beamers die Angaben zur Betriebsdauer der Lampe und die Kosten berücksichtigt werden. Die Preise für Ersatzlampen liegen zwischen 250 und 600 Euro. Die Betriebsdauer wird in Tage und/oder Stunden angegeben. Bei beiden Werten handelt es sich um den Durchschnittswert, den der Hersteller ermittelt oder berechnet hat. Die durchschnittliche Lebensdauer ist der Zeitpunkt, bei dem die Hälfte der Lampen entweder schon defekt sind oder nur noch halb so hell leuchten. Die Werte für die Betriebsdauer liegen in der Regel zwischen 2000 und 4000 Stunden. Die Lampen billiger Geräte halten meist nicht so lange. Weitere verwandte Themen:Bookmark
|