Microsoft DirectX

Damit Hersteller von Anwendungsprogrammen und Computerspielen die 3D-Funktionen jeder Grafikkarte nicht neu Programmieren müssen, wurden Grafikschnittstellen, sogenannte Application Program Interfaces (APIs), entwickelt. Diese APIs machen die Software weitgehend unabhängig von der Grafikkarte. Sie stellen Funktionen zum Berechnen und Aufbauen des Bildes bereit. Es gibt zwei dieser Schnittstellen. Die eine ist DirectX von Microsoft und die andere ist OpenGL. OpenGL ist ein offener Standard, der in fast allen Betriebssystemen enthalten ist.

DirectX ist ein Teil der Windows-Betriebssysteme von Microsoft. Es ist eine Schnittstelle zwischen Software und Grafikkarte (Hardware). DirectX macht es den Software-Entwicklern möglich, ohne Kenntnisse über die Details der Hardware, lauffähige Programme und Spiele für die unterschiedlichsten PC-Systeme zu entwickeln. Beispielsweise wäre Windows ohne DirectX als Spiele-Plattform ungeeignet.

Zu DOS-Zeiten hatten es Entwickler wesentlich einfacher. Vor allem Grafikkarten-Features waren geringer gesät. Und ein Spiel hatte den Rechner in der Regel für sich alleine. Unter Windows muss ein Spiel alle Hardware-Ressourcen mit dem Betriebssystem und anderen laufenden Anwendungen teilen. Auch die mögliche Hardware-Ausstattung ist vielfältiger geworden. Mit DirectX sind die Hardware-Hersteller angewiesen DirectX-konforme Treiber zu schreiben. Die Spiele-Entwickler haben dann die Möglichkeit über die API-Funktionen von DirectX auf die Hardware zuzugreifen. Kann eine Hardware, z. B. eine Grafikkarte, nicht alle Funktionen, hat DirectX die Möglichkeit diese Funktionen zu emulieren. Außerdem gibt die Hardware Auskunft darüber, ob eine Funktion fest in der Hardware verdrahtet ist oder ob sie emuliert wird. Der Spiele-Entwickler kann dann darüber entscheiden, ob er die Funktion ausführt oder nicht.

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