DVI - Digital Visual Interface

DVI - Digital Visual InterfaceDVI ist eine Schnittstelle für die Übertragung von analogen und digitalen Bildsignalen von einem Computer zu einem Flachbildschirm. Die alte VGA-Schnittstelle für analoge Signale gilt immer noch und wird auch für Flachbildschirme verwendet.
Die Besonderheit von DVI ist die Übertragung von digitalen Signalen und die damit einhergehende bessere Bildqualität. Die VGA-Schnittstelle hat den Nachteil, dass die analogen Signale bei längeren oder schlechteren Anschlusskabeln schlechter werden, was sich auf die Bildqualität niederschlägt. Der Vorteil von DVI ist, dass die digitalen Bildsignale der Grafikkarte nicht in analoge Bildsignale umgewandelt werden müssen, sondern direkt ohne Qualitätsverlust an den digital arbeitenden Flachbildschirm übergeben wird.

Auf einer Grafikkarte ist der RAMDAC für die Wandlung der Videodaten zur VGA-Schnittstelle zuständig. Für die DVI-Schnittstelle ist der TMDS-Transmitter (Transition Minimized Differential Signaling) verantwortlich. Er wandelt die drei Farbkanäle in ein serielles, mit drei Kanälen belegtes Signal um. Die Taktrate ist auf 165 MHz begrenzt. Damit erreicht man eine Auflösung von bis zu 1.600 x 1.200 Pixel bei 60 Hertz (Hz) Bildwiederholfrequenz.
Höhere Auflösungen erreicht man mit dem Dual-Link-Verfahren. Dazu wird ein entsprechendes Anschlusskabel (Dual-Link) mit mehr Anschlusspins (24+1 oder 24+5) benötigt. Bei Dual-Link werden die Videodaten auf zwei TMDS-Transmitter verteilt. Damit wird mit einer Taktrate von 330 MHz eine Auflösung von 2.560 x 1.600 Pixel bei 60 Hertz (Hz) Bildwiederholfrequenz erreicht.
Die maximale Leitungslänge vom DVI-Gerät bis zum Bildschirm darf 5 m nicht überschreiten. Eine längere Leitungslänge muss mit einem DVI-Verstärker überbrückt werden. Nur mit speziellen Super-Long-Distance-Kabeln sind 15 bis 25 Meter möglich. Und auch nur dann, wenn die Signalqualität stimmt oder das Signal unterwegs aufbereitet und verstärkt wird.

DVI-Varianten

Die DVI-Stecker teilen sich in zwei Bereiche. Einmal der digitale Teil mit bis zu 24 Pins und der analoge Teil mit bis zu 5 Pins, wobei ein Pin immer vorhanden ist und wie ein breiter Stift aussieht. wenn man auf den Stecker schaut, dann ist er links zu sehen. Um ihn herum sind die analogen RGB-Pins angeordnet. Man nennt diesen Teil des Steckers auch Microcross.

DVI-I (integrated) DVI-I überträgt analoge wie auch digitale Signale. es gibt sie in den Varianten 18+5 (Single Link) und 24+5 (Dual Link).
Mit einem DVI-I auf VGA-Adapter kann man einen Röhrenbildschirm mit VGA-Schnittstelle an der DVI-Schnittstelle betreiben.

18+5 (Single Link)
DVI-I 18+5 (Single Link)

24+5 (Dual Link)
DVI-I 24+5 (Dual Link)
DVI-D (digital) DVI-D überträgt ausschließlich digitale Signale. Es gibt sie in den Varianten 18+1 (Single Link) und 24+1 (Dual Link).
Mit dem DVI-D-Dual-Link werden hochauflösende Bildsignale für 23- bis 30-Zoll-Bildschirme übertragen.
18+1 (Single Link)
DVI-D 18+1 (Single Link)
24+1 (Dual Link)
DVI-D 24+1 (Dual Link)
DVI-A (analog) DVI-A überträgt ausschließlich analoge Signale. Diese Variante kommt aber nur selten vor. Den Anschluss gibt es in der Variante 12+5. Dieser Stecker kann im rechten Bereich auch weniger Stecker haben. 12+5
DVI-A 12+5

Übersicht: Schnittstellen für Bildschirme/Monitore

Übersicht: Endgeräte für den DVI-Anschluss

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