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Motherboard / Mainboard / Hauptplatine

Beispiel eines Motherboards in einem Mini-ATX-Format für einen VIA-Prozessor Das Motherboard ist der Grundbaustein, aus dem ein Computer besteht. Es ist die Platine, auf der alle Komponenten eines Computers angeschlossen sind. Die entscheidenden Bauteile eines Computers befinden sich direkt auf dieser Platine.
Für diese Grundplatine haben sich mehrere Bezeichnungen durchgesetzt. In Deutschland ist der Begriff "Mainboard" geläufig. Er lässt sich in "Hauptplatine" übersetzen. Im Englisch-sprachigen Raum wird dagegen eher der Begriff "Motherboard" verwendet. In dem folgenden Text wird ebenfalls der Begriff Motherboard verwendet.
Welcher Faktor bestimmt im wesentlichen die Leistungsfähigkeit eines Computers? Eine wichtige Frage, die sich nicht mit Prozessortakt, Arbeitsspeicher oder Festplattengröße beantworten lässt.
Im wesentlichen bestimmt die Ausstattung eines Motherboards über System-Leistung, Erweiterbarkeit und Zukunftssicherheit des gesamten Systems. Die meisten Motherboards sind auf einen Prozessor zugeschnitten. Die Verwendbarkeit eines Prozessors hängt deshalb vom Motherboard bzw. vom Prozessorsockel und dem Chipsatz ab.
Wurden auf den ersten Motherboards nur die Ober- und die Unterseite genutzt, so bestehen heutige Motherboards aus bis zu 10 Schichten. Die steigende Integrationsdichte und Anzahl an Bus- und Schnittstellenleitungen haben ihren Teil dazu beigetragen.

Auf dem Motherboard können je nach Bauform, Ausstattung und Integrationsdichte folgende Systemkomponenten zu finden sein:

  • Steckplatz für den Prozessor
  • Taktgeber (Quarz)
  • BIOS
  • Echtzeituhr und Akku
  • Chipsatz
  • Bus-Systeme
  • Steckplätze für Speichermodule
  • Steckplätze für die Bussysteme
  • Eingabe-/Ausgabe-Schnittstellen
  • Onboard-Sound
  • Massenspeicher-Controller
  • DMA-Controller
  • Interrupt-Controller
  • Floppy-Controller
  • Tastatur-Prozessor
  • Anschlüsse für das Netzteil
  • Stromversorgung für den Prozessor

Onboard

In der Anfangszeit der Computer waren viele Schnittstellen auf zusätzlichen Erweiterungskarten zu finden. Erst durch die steigende Integrationsdichte der Schaltkreise haben viele Schnittstellen-Controller ihren Weg auf das Motherboard und dann in den Chipsatz gefunden. So bleiben die Erweiterungssteckplätze frei und können anderweitig verwendet werden.
Typischerweise werden Soundkarten, Netzwerkkarten und Grafikkarten "onboard" integriert. In der Regel kann man Onboard-Komponenten im BIOS abschalten und leistungsstärkere Erweiterungskarten nachrüsten. Das macht man häufig bei Grafikkarten so.

Beispiele für Motherboards

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