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Computertechnik-Fibel

Die Computertechnik-Fibel, das Computer-Buch

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Netzwerktechnik-Fibel

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Diskette / Floppy-Disk

Disketten (Floppy-Disk) und Disketten-Laufwerke waren, bevor es Festplatten zu erschwinglichen Preisen gab, fester Bestandteil jedes Personal Computers. Alles wurde von der Diskette in den Computer geladen. Betriebssystem, Programme und Daten. Auch dann, als Software und Daten generell auf Festplatten gespeichert wurde, blieben Disketten für den Datenaustausch weiterhin interessant. Der Vertrieb von Software und der Austausch, sowie die Archivierung von Daten erfolgte lange Zeit durch Disketten und wurde erst durch die Einführung der CD-ROM abgelöst. Und selbst danach waren Diskettenlaufwerke lange Zeit Standard-Ausrüstung für PCs und Notebooks.

Heute werden Daten einfach per E-Mail über das Internet verschickt. Größere Datenmengen tauscht man gelegentlich per CD-R/-RW, DVD-R/-RW oder USB-Stick aus. Spätestens mit der Einführung von günstigen USB-Sticks haben Disketten ihre Daseinsberechtigung endgültig verloren.

Geschichte der Diskette

8-Zoll-, 5,25-Zoll-, 3,5-Zoll-Diskette 3,5-Zoll-Disketten-Laufwerk 5,25-Zoll-Disketten-Laufwerk
8-Zoll-, 5,25-Zoll-, 3,5-Zoll-Diskette 3,5-Zoll-Disketten-Laufwerk 5,25-Zoll-Disketten-Laufwerk

Anfang der 1970er Jahre kam das erste Disketten-Laufwerk mit Schreibfähigkeit auf den Markt. Damit kam das Ende für Lochkarten, Lochstreifen und Magnetbänder. Wobei Magnetbänder in Randbereichen noch eine Rolle spielen.
Alan Shugart gilt als "mutmaßlicher Erfinder" der Diskette. Er entwickelte 1976 die weit verbreitete 5,25-Zoll-Diskette. Davor gab es noch größere Formate. Die ersten Personal-Computer von Apple und IBM nutzten Laufwerke mit diesen Disketten mit einer Speicherkapazität von 360 kByte.
Anfang der 1980er Jahre entwickelte Sony die weitverbreitete 3,5-Zoll-Diskette. Zuerst mit einer Speicherkapazität von 720 (DOS) bzw. 880 kByte (Amiga). Später folgte die 1,44-MByte-Diskette, die lange Zeit der übliche Wechseldatenträger blieb.
In den 1990er Jahren gab es verschiedene Versuche die Speicherkapazität der Diskette zu erhöhen. Nur die SuperDisk von Imation (LS120) und das ZIP-Drive von Iomega konnten eine Zeit lang den Untergang der Diskette aufhalten. In allen Fällen ging die Kompatibilität zur 1,44-Zoll-Diskette verloren, weshalb man für ein bisschen mehr Speicherkapazität zwei Laufwerke in den PC hätte einbauen müssen.
Mit der Möglichkeit, große Datenmengen auf CDs und DVDs zu brennen verlor die Diskette an Bedeutung.
1998 lieferte Apple seine Computer nur noch ohne Diskettenlaufwerk aus. Der Rest der Branche folgte diesem Beispiel. Heute gibt es Diskettenlaufwerke, wenn überhaupt, nur noch als externe USB-Lösung.

Aufbau einer Diskette

Dieses Speichermedium besteht aus einer biegsamen Kunststoffscheibe, die mit einer magnetisierbaren Schicht überzogen ist. die Scheibe befindet sich in einer Hülle, die mit Ausschnitten für den Schreib-/Lesekopf, den Antreib und das Indexloch versehen ist. Das Indexloch (3,5-Zoll-Diskette) wird zur Positionsbestimmung der Diskette benutzt. Ein weiteres Loch ist mit einem Schiebeschalter versehen. Mit diesem Schalter schützt man die Diskette vor Überschreiben oder Löschen.
Neue Disketten müssen in der Regel formatiert werden. Dabei wird die Diskette in Spuren und Sektoren eingeteilt, wobei gespeicherte Daten gelöscht werden. Beim Formatieren wird auch die Speicherkapazität festgelegt.

8"-Diskette Dies war die erste Diskette überhaupt. Ihre Magnetscheibe war in eine elastische Plastik-Hülle eingeschweißt. Sie wird nicht mehr verwendet.
5 1/4"-Diskette Dies war das nachfolgende Modell in einem kleineren Format. Es verfügte über eine höhere Speicherkapazität. Sie wird nur noch sehr selten verwendet.
3 1/2"-Diskette Im Gegensatz zu den ersten beiden Modellen, ist diese Diskette mit einem stabilen Plastikgehäuse und einem verschiebbaren Verschluss für den Schreib- und Lesezugriff ausgestattet. Sie ist deshalb robuster und unempfindlicher.

Disketten-Laufwerke

Mit Hilfe eines Diskettenlaufwerks werden die Informationen auf die Diskette geschrieben bzw. von ihr gelesen. Dazu besitzt das Diskettenlaufwerk einen Magnetkopf, der sich in radialer Richtung über die sich drehende Scheibe bewegen kann. Dabei gleitet der Magnetkopf auf der Magnetschicht. Das führt zur Abnutzung der Magnetscheibe. Häufige Nutzung beschleunigt deren Alterungsprozess. Außerdem erlaubt diese Technik nur geringe Speicherkapazitäten und geringe Drehzahlen mit entsprechend langen Zugriffszeiten. Die Drehzahl von Floppy-Laufwerken beträgt 300 U/min. Die mittlere Zugriffszeit liegt zwischen 80 und 95 ms.
Disketten haben je nach Ausführung unterschiedliche Speicherkapazitäten. Damit diese genutzt werden können, muss das BIOS und das Diskettenlaufwerk dieses Disketten-Format unterstützen.
Das 5,25-Zoll-Disketten-Laufwerk mit einem Hebel versehen, der die Diskette im Laufwerk festhält und das versehentliche Entfernen verhindert.
Floppy-Steckplatz für das AnschlußkabelDas Diskettenlaufwerk ist in einem Einbauschacht eines Computergehäuses eingebaut. Von der Rückseite des Laufwerks ist ein Flachbandkabel zum Motherboard geführt. Auf dem Motherboard befindet sich eine Steckerleiste in der das Flachbandkabel eingesteckt ist. Diese Steckerleiste ist leicht mit den Anschlüssen für IDE-Laufwerke zu verwechseln. Sie sind aber weder von der Hardware- noch von der Softwareseite zueinander kompatibel.
Das Flachbandkabel vom Floppy-Controller zum Floppy-Laufwerk hat 34 Adern. Nur jeweils eine Ader dient zum Senden und Empfangen. Alle ungeraden Adern liegen auf Masse. Die anderen dienen zur Steuerung des Laufwerks.
Am Flachbandkabel können zwei Laufwerke angeschlossen werden. Innerhalb der Flachbandkabels befindet sich eine Drehung, anhand der die beiden Laufwerke unterschieden werden. Das Laufwerk, dass nach der Drehung angeschlossen ist, ist unter Windows das Laufwerk A, das andere das Laufwerk B.

Schreib- und Lese-Vorgang

Wird eine 3,5-Zoll-Diskette in den Laufwerksschacht geschoben, wird der metallische Verschluss zur Seite geschoben. Dadurch wird der magnetische Datenträger freigelegt. Mechanisch gesteuerte Hebel bewegen zwei Schreib-Lese-Köpfe soweit, dass sie fast die Oberfläche berühren. Die Schreib-Lese-Köpfe bestehen aus winzigen Elektromagneten. Mit elektromagnetischen Impulsen können diese die Polarität der Metallpartikel auf dem magnetischen Datenträger verändern.
Wenn Daten gelesen werden, dann reagieren die Schreib-Lese-Köpfe auf die magnetischen Felder, die von den Metallpartikeln auf dem Datenträger erzeugt werden.

Speicherkapazität

Speicherkapazität Seiten Sektoren Spuren
160 kByte 1840
180 kByte 1940
320 kByte 2840
360 kByte (SD) 2940
1,2 MByte 21580
720 kByte (DD) 2980
1,44 MByte (HD) 21880

Alternativen zur Diskette

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