Warum ist ein Prozessor nicht schneller, je mehr Gigahertz er hat?

Wenn man zwei Prozessoren miteinander vergleicht, dann müsste der mit mehr Gigahertz schneller sein, als der mit weniger Gigahertz. Doch leider ist das schon lange nicht mehr so. Woran liegt das?

Die Leistungsfähigkeit eines Prozessors ist heute nicht mehr nur vom Prozessortakt abhängig, sondern hier spielen mehrere Faktoren hinein. So kommt es auf die Prozessor-Architektur an, die Leistungsfähigkeit der Ausführungseinheit und Befehlssatzerweiterung. Zusätzliche Flaschenhälse im Computersystem können einen Prozessor ausbremsen, auch wenn er mehr leisten könnte.
In der Regel kann man nur die Prozessoren der gleichen Generation anhand ihrer Taktfrequenz vergleichen. Schon allein Prozessoren unterschiedlicher Hersteller oder Generationen lassen sich nur mit verschiedenen Benchmarks vergleichen.

4 Gedanken zu „Warum ist ein Prozessor nicht schneller, je mehr Gigahertz er hat?

  1. Ich dachte das wäre so.
    Wenn man jetzt einen Prozessor nimmt hat er eine bestimmte Leistung, wenn man den gleichen Prozessor übertaktet hat man etwas mehr Leistung.
    Wieso sollte der übertaktete Prozessor langsamer sein?

    • Hallo Franz,

      in deinem Beispiel ist der übertaktete Prozesser natürlich schneller. Bei dem Artikel geht es aber um den Vergleich verschiedener Prozessoren. Also zum Beispiel einen Intel i7-2760QM (2.4GHz) mit einem Intel E7-8870 (2.4GHz). Natürlich ist dies ein extremes Beispiel da der i7 einen VK von ~380,– Euro und der e7 einen VK von ~4.620,– Euro hat.

      mfg
      Kurt

  2. Das wird wohl an der Architektur des Prozessors liegen:
    Wie groß ist der Cash-Speicher und wie hoch wird er getaktet oder ob der numerische Co-Prozessor mit dem selben Takt läuft wie der Prozessor.

  3. Wie bereits von Juergen festgestellt, ist die Taktfrequenz eher das Zünglein an der Waage. Eine 4-Kern CPU ist trotz niedriger GHz-Zahl ggf. schneller als eine hochfrequente 2-Kern CPU. Natürlich hängt das auch an der Software. Sie muss die Kerne auch verwenden. Ebenfalls sehr wichtig ist die Methodik der Anbindung des RAM an die CPU (Stichwort Chipsatz, Mehrkanal-Controller). Und dann ist da noch die BReite des Datenbusses: 32-bit versus 64-bit, etc.

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