Raspberry Pi: Raspbian Stretch

Rasbian ist die offiziell empfohlene Linux-Distributionen für den Raspberry Pi. Rasbian basiert auf der Linux-Distribution Debian, bei dem auf einen stabilen und sicheren Betrieb sehr viel Wert gelegt wird. Gleichzeitig wird jede Menge Software bereits vorinstalliert mitgeliefert. Außerdem hat man Zugriff auf ein Repository (Software-Archiv) und kann viele Programme ohne Mühe nachinstallieren.

Hinweis: Bei Debian handelt es sich um eine von Ian Murdock ins Leben gerufene Linux-Distribution, die auf dem Linux-Kernel und den GNU-Tools beruht. Debian ist wegen seiner stabilitätsorientierten Release-Politik bei vielen Administratoren beliebt. Auf dem Desktop ist die Variante Ubuntu relativ weit verbreitet.

Offizielle Download-Quelle:

Vorteile von Raspbian

Der Hauptvorteil von Raspbian ist, dass die bereitgestellten Images bereits vorkonfiguriert sind, weshalb sich die "Ersten Schritte" meist auf die Einstellung der deutschen Sprache, der Zeitzone und eines deutschen Tastatur-Layouts beschränken. Das heißt, nach der Inbetriebnahme kann man sofort loslegen.
Raspbian und sein Repository sind speziell für die begrenzten Resourcen der Hardware des Raspberry Pi optimiert. Außerdem braucht man keine Root-Rechte, um die GPIOs nutzen zu dürfen. Und für HAT-Erweiterungen ist kein manuelles Installieren der Treiber notwendig.

Nachteile von Raspbian

Raspbian wurde speziell für den Raspberry Pi gemacht und hat das Grundprinzip von Debian, die Stabilität, übernommen. Was sich positiv anhört, hat aber auch Nachteile.
Das Grundprinzip "Stabilität" führt dazu, dass bei einer Software-Aktualisierung nicht immer die neusten Pakete zur Verfügung stehen. Das heißt, man bekommt in der Regel die Software-Versionen, die fehlerfreie arbeiten, aber eben nicht mit den neusten Features und Funktionen. Für Einsteiger ist das eigentlich optimal, weil bei den ersten Schritten mit dem Raspberry Pi wenig Probleme auftauchen, die mit fehlerhafter Software zu tun haben.

Wenn man auf aktuelle Software mit den neusten Funktionen angewiesen ist, dann sollte man einen Blick auf andere Linux-Distributionen werfen.

Raspbian Wheezy

Die erste Version von Raspbian war Raspbian Wheezy, dass auf Debian Wheezy basiert. Viele alte Anleitungen und Tutorials, die man im Internet findet, sind für Raspbian Wheezy geschrieben und selten auf neue Raspbian-Versionen übertragbar.
Raspbian Wheezy sollte man nicht mehr verwenden, weil es nicht mehr gepflegt wird.

Raspbian Jessie

Raspbian Jessie ist die zweite Version von Raspbian, basierend auf Debian Jessie. Bei "Raspbian Jessie with PIXEL" handelt es sich um ein normales Raspbian Jessie mit der Ressourcen-schonende grafischen Desktop-Oberfläche mit der Bezeichnung PIXEL. Es wir beim Booten standardmäßig gestartet.
PIXEL steht für "Pi Improved Xwindows Environment, Lightweight" und wurde am 28.09.2016 veröffentlicht. PIXEL ist also kein neues Raspbian, sondern eine angepasste grafische Desktop-Oberfläche, wie zum Beispiel KDE, GNOME, XFCE und LXDE. Genau genommen handelt es sich bei PIXEL um ein angepasstes LXDE. Unter der Haube hat sich hierbei kaum etwas geändert.
Raspbian Jessie sollte man nicht mehr verwenden, weil es nicht mehr gepflegt wird.

Raspbian Stretch with Desktop und Raspbian Stretch Lite

Raspbian Stretch ist die aktuelle Version von Raspbian, basierend auf Debian Stretch. Das Release "Stretch" existiert seit Sommer 2017.
"Raspbian Stretch with Desktop" ist die normale Version mit dem grafischen PIXEL-Desktop, der sich wie jede andere grafische Benutzeroberfläche bedienen lässt.
"Raspbian Stretch Lite" ist ein schlankes Raspbian Stretch. Das abgespeckte Image kommt ohne GUI und nur mit den notwendigsten Programmen. Es passt dadurch auf eine 2 GByte große SD-Speicherkarte. Empfehlenswert ist das abgespeckte Image wenn man die GUI nicht braucht oder möglichst viel Platz auf der Speicherkarte frei sein soll.

Release-Upgrade von Jessie auf Stretch

Wer ein Raspbian Jessie installiert und individuell konfiguriert hat, der würde vielleicht gerne einen Release-Wechsel (Upgrade) auf Raspbian Stretch machen. Grundsätzlich ist das möglich.
Ein Release-Wechsel bei Debian und bei Raspbian hat zur Folge, dass umfangreiche Änderungen an der Software übernommen werden. Gemeint ist, dass fast alle Pakete (Bestandteile von Betriebssystem und Anwendungen) ausgetauscht werden. Die Änderungen in den Paketen sehen oft auch Änderungen in Konfigurationsdateien vor, weshalb hier manuelles Eingreifen erforderlich ist. Das heißt aber auch, dass nach einem Release-Wechsel nicht immer alles noch so funktioniert, wie man es gewohnt ist oder vorgesehen hat.

Erste Schritte mit Raspbian

Release-Upgrade von Wheezy auf Jessie

Wer ein Raspbian Wheezy installiert und individuell konfiguriert hat, der würde vielleicht gerne einen Release-Wechsel (Upgrade) auf Raspbian Jessie machen. Grundsätzlich ist das möglich.
Ein Release-Wechsel bei Debian und bei Raspbian hat zur Folge, dass umfangreiche Änderungen an der Software übernommen werden. Gemeint ist, dass fast alle Pakete (Bestandteile von Betriebssystem und Anwendungen) ausgetauscht werden. Die Änderungen in den Paketen sehen oft auch Änderungen in Konfigurationsdateien vor, weshalb hier manuelles Eingreifen erforderlich ist. Das heißt aber auch, dass nach einem Release-Wechsel nicht immer alles noch so funktioniert, wie man es gewohnt ist oder vorgesehen hat.

Raspbian als Server

Gerade weil Raspbian äußerst stabil läuft, sollte man Raspbian auch dann bevorzugen, wenn man den Raspberry Pi als Server betreiben will. Leider bringt Raspbian schon so viele Pakete mit, dass man damit eigentlich keinen Server betreiben kann. Man kommt eigentlich nicht darum herum, sich die Mühe zu machen und eine große Zahl von Paketen anfangs zu deinstallieren.

Welches Betriebssystem für den Raspberry Pi?

Wer die Wahl hat, der hat die Qual. Welches Betriebssystem oder Linux-Distribution sollte man verwenden? Das ist hier die Frage. Die Antwort, es kommt darauf an. Im Folgenden eine Empfehlung.

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