Warum leiten sauerstofffreie Kupferkabel besser?

Angeblich leiten sauerstofffreie Kupferkabel besser. HiFi-Freaks behaupten sogar eine bessere Signalqualität hören zu können. Was ist da dran?

Die richtige Antwort

Tatsächlich, die sehr teuren sauerstofffreien Kupferkabel haben einen klein wenig kleineren Innenwiderstand als normale Kupferkabel. Doch dieser hat keinen nennenswerten und schon gar keinen hörenswerten Einfluss auf die Signalqualität von Audio-Signalen.

Viel größeren Einfluss auf die Signalqualität haben die Steckverbindungen an Verstärker und Lautsprecher. Besonders billige Kabelklemmen, die einen hohen Übergangswiderstand haben, können die Qualität von guten Lautsprecherkabeln zu nichte machen.

14 Gedanken zu „Warum leiten sauerstofffreie Kupferkabel besser?

  1. Angeblich leiten sauerstofffreie Kupferkabel besser. HiFi-Freaks behaupten sogar eine bessere Signalqualität hören zu können. Was ist da dran?

    Das hört sich wieder sehr esoterisch an….
    Denke, da ist nichts dran…..

  2. Ich halte das für Unsinn, daß sauerstofffreie Kupferkabel besser sind! Bin sicher, wenn das überprüft wird, daß sich meine Vermutung bezüglich der Leitung bestätigt.

    Allerdings haben dicke Lautsprecherkabel gewisse Vorteile in Sachen Klang. Allein wegen des Dämpfungsfaktors einer Lautsprecherbox. Ist der Faktor hoch, wird ein präziseres Ein + Ausschwingen der Membran gewährleistet. Dies klappt besser bei niederohmigeren Kabeln. Vor allem bei langen Kabeln sowie bei hohen Pegeln kommt dies zum Tragen. Leider kann es bei langen Kabeln zur Box auch zu Einstrahlungen von Hochfrequenz kommen. Vornehmlich von Handys innerhalb 2 m, von Handfunkgeräten sowie von Funkamateuren. (Bin selbst einer, Rufzeichen DD2MB) Letzter Punkt kann auch bis ca. 20 m Entfernung auftreten. Gerne wird in diesem Falle der Funkamateur die Störung durch anbringen von Ferritkernen und eventuellen Kondensatoren in Ordnung bringen, obwohl die Schuld an den Geräteherstellern liegt, die ihr TV oder ihre Stereoanlage erst dann entstören, wenn bereits Handlungsbedarf besteht! (aus Kostengründen!)

    Ich denke auch an die Leute, die behaupten, die Schallplatte hat einen besseren Klang als die CD. Ich habe selbst bei Record Service in Alsdorf bei Aachen (hieß ab 1992 WMME = Warner Musich manufacturing Europe + seit ca. 2004 Chinram) analoge und digitale Bänder sowie Masterbänder für die CD Fertigung bearbeitet, als auch einige wenige Schallplatten in Kupferfolie geschnitten! Diese Fakten betreffen nur Schallplatten!

    1.
    bei Zischlauten muß der Pegel gesenkt oder ab ca. 8 khz abgeschnitten werden. Sonst brennt der Elektromagnet für den Schnittsichel durch (bzw. die Sicherung dafür, da es sonst eine teure Sache wäre!).

    2.
    sind tiefe Töne links und rechts zunächst gleichphasig, dann gegenphasig, dann wieder gleichphasig – wandert beim Abspielen die Nadel in eine tiefe Kuhle, kommt dann weit nach oben (bei Gegenphase, da die Rille ganz schmal wird) und soll dann wieder nach unten in die nun breit gewordenen Rille folgen. Durch Trägheit klappt das nicht und die Nadel verläßt die Rille und wandert über die Platte nach innen (wegen der Skatingkraft). So eine Platte ist nicht abspielbar!

    Abhilfe: Reduzieren des Pegels oder Entfernen der tiefen Töne ab – je nach Fall – 100 – 500 Hertz.

    3.

    es gibt noch mehr Probleme, die jenen Rahmen sprengen würden. + dies soll dann naturgetreu sein + besser klingen? Wohl nur, weil das Gehör subjektiv hört + der Verstand subjektiv urteilt. Mit objektiv gutem Klang hat die nichts zu tun.

    4.
    Ganz zu schweigen von der Deemphasis: Da tiefe Töne viel zu viel Platz auf der Platte wegnehmen, werden vor der Aufnahme alle tiefen Töne in einer speziellen Kennlinie reduziert. Bei der Wiedergabe (Entzerrer – Vorverstärker) werden diese tiefen Töne entsprechend stärker angehoben. Damit aber auch das Brummen (50 Hertz Netzfrequenz) sowie das Rumpeln. (mechanische Störgeräusche vom Antrieb!)

  3. @Michael Bittkow: Nu sind wir aber von Kuchenbacken zu Ar***backen gekommen wie? 😀
    Und Sauerstoff stört immer, merkt man doch jetzt in jeder rauchfreien Kneipe wo die „Kneipenatmosphäre“ dahin ist…..
    Meiner Musik ist das O2 (O3 auch drin?) im Draht wohl Wurscht, aber nu, Goldohren hören eben alles 🙂

    Gruß
    Burkhard

  4. Die Antwort ist eher trivial:
    Kupferoxid (alle Varianten) sind sehr schlechte Leiter. Wenn also ein Teil des Kupfers oxidiert ist, fehlt dieser Teil für „Leitungsfunktionen“!
    Also: Je mehr reines Kupfer – desto besser die Leitfähigkeit des Kabels!

    Frohe Weihnachten
    Werner

  5. .
    Kupferatom als Nano-Router!

    > Und Sauerstoff stört immer, merkt man doch jetzt in jeder rauchfreien Kneipe wo die
    > „Kneipenatmosphäre“ dahin ist…..

    Jaja, Mister Burkhard ist wieder einmal der Besserwisser vom Dienst. Tatsache ist, dass Kupfer mit richtig dotiertem Sauerstoff wesentlich besser leitet und das kommt daher:

    Die freien Elektronen stossen durch ihre thermisch bedingten Schwingungen immer wieder an Atome und werden dadurch abgebremst. Dadurch entsteht der Widerstand und die Erwaermung. Um dies zu vermeiden gibt es zwei Moeglichkeiten:

    1. Man kuehlt die Kupferleitung auf nahezu 0 Grad Kelvin und die Supraleitung setzt ein. Diese Kuehlung selbst frisst jedoch viel Energie. Der Aufwand ist enorm, wie man dies vom MRI her kennt, wo die Standby-Leistung etwa 10 kWatt betraegt.

    2. Man dotiert Sauerstoffatome. Diese orientieren sich im Kristallgitter der Kupferatome so, dass diese die Funktion von Nano-Routers annehmen. So ein Nano-Router faengt einzelne Elektronen und richtet sie in die Bahnen, die noch frei genug sind, so dass es zu keinen Zusammenstoessen kommt. So kommt ein beinahe widerstandsloser Stromfluss zustande, … wie beim Supraleiter, aber bei Raumtemperatur!

    So einfach ist das… 😀

    Gruss
    Thomas 😀 😀 😀

  6. so so Sauerstoff dotiertes Kupfer.
    Du sprichst nicht von Kupferoxid?
    (ist nämlich ein Halbleiter) und leitet bestimmt schlechter als Kupfer
    Die Erklärung hört sich für mich ziemlich dünn an

  7. Herr Doktor hat geschrieben:
    > so so Sauerstoff dotiertes Kupfer.
    > Du sprichst nicht von Kupferoxid?
    > (ist nämlich ein Halbleiter) und leitet bestimmt schlechter als Kupfer
    > Die Erklärung hört sich für mich ziemlich dünn an

    SPIELVERDERBER! PFUI!!!

    Gruss
    Thomas

  8. Die Antwort weiß ich nicht.
    aber für Musikfreunde habe ich einen Tipp: Vor dem Kauf solcher Leiter logisch denken.
    Hifi ist ein diefinierter Bereich und diese Qualität ist bereits schon fast zuviel für das menschliche Gehör. Es gibt ein paar Ausnahme die über diesen Bereich hinaushören. Somit ist es völlig unbedeutend ob das verwendete Kabel sauerstofffrei ist oder nicht. Die Industrie freut sich wenn Freeks ihr sauer verdientes Geld dafür ausgeben.

    Gruß

    Anton

  9. Hallo Patrick,
    was sollen denn diese ständigen „HiFi- Aufklärungsfragen“?
    Ich meine, wenn hier jeder sich über Sinn und Unsinn solcher „High- End- Produkte“ informieren kann- was zum Geier soll dann der arme Elektronikbastler noch mit seinen Kabelresten und Co. noch machen, besser gesagt wie soll er da noch richtig Geld rausschlagen können? Gerade sauerstoffreies Kabel (müsste ja eigentlich „Leitung“ heißen 😉 ) lässt sich in jedem Bastelkeller kostengünstig herstellen…

    Gruß elektrönchen

    PS: wer Interesse hat: habe noch 5m High- End- Strippe, 3×1.5², spezielle, unterschiedliche Farben auf den einzelnen Adern garantieren störungsfreie Signalübertragung => nur 20€/ m.

  10. .
    Superfaehigkeit von Gehoer und Hirn!
    .
    Anton Hickl hat geschrieben:
    > Die Antwort weiß ich nicht.
    > aber für Musikfreunde habe ich einen Tipp: Vor dem Kauf solcher Leiter logisch denken.
    > Hifi ist ein diefinierter Bereich und diese Qualität ist bereits schon fast zuviel für
    > das menschliche Gehör. Es gibt ein paar Ausnahme die über diesen Bereich hinaushören.
    > Somit ist es völlig unbedeutend ob das verwendete Kabel sauerstofffrei ist oder nicht.
    > Die Industrie freut sich wenn Freeks ihr sauer verdientes Geld dafür ausgeben.

    Du hast fast in allem recht. Was das Kabel betrifft zu 100%. Nicht richtig ist es, wenn man die Hoerfaehigkeit auf die Frequenzbandbreite reduziert. Die Faehigkeit des Stereohoerens liegt in der Faehigkeit sehr kleine Signalverzoegerungszeiten zwischen den Ohren wahrzunehmen.

    Der Ohrabstand liegt bei etwa 30cm, was einer Signalverzoegerung von etwa 1 ms bei Luft-Schallgeschwindigkeit entspricht. Das waere noch nichts Besonderes. Tatsache ist aber, dass die Richtungs-Wahrnehmungsempfung derart exzellent ist, dass es nur wenige Micro-Sekunden Signalverzoegerungen zwischen den beiden Ohren sind.

    Dies einfach nur bei dieser Gelegenheit nebenbei erwaehnt! Mein Respekt vor den Ohren und der Signalverarbeitsfaehigkeit des Hirni.

    Gruss
    Thomas 🙂 🙂 🙂

  11. Kupferoxyd kann nur entstehen wenn Kupfer mit Sauerstoff (O) und Wasserstoff (H)zusammen kommt. Oben wird aber nur von Sauerstoffatomen (O) geschrieben. Also ist Kupferoxyd in Kabeln
    auszuschliessen .Aber Sauerstoffatome in Kupfer sind auch auszuschliessen, da die höchstens zur Erzeugung von Hitze, mit anderen Gasatomen zusammen genutzt werden, um Metalle zu schmelzen. Dass durch Sauerstoffatome die Leitfähigkeit von Kupferkabeln erhöht werden könnte, ist durchaus vorstellbar nur… ich kenne keinen Prozess der Metallverarbeitung oder Veredelung, bei dem Sauerstoffatome ins Metall eingebracht werden. Jeder Schmelzprozess gibt sie unweigerlich wieder frei.

  12. Nachtrag:

    Kupferoxyd ist Kupfer mit Sauerstoffatomen. Es ist deshalb auch ein schlechter Leiter, dafür Wetterbeständig. (Kupferdächer auf Kirchtürmen.)

  13. Thomas Schaerer hat geschrieben:
    > .
    > Kupferatom als Nano-Router!
    >
    > > Und Sauerstoff stört immer, merkt man doch jetzt in jeder rauchfreien Kneipe wo die
    > > „Kneipenatmosphäre“ dahin ist…..
    >
    > Jaja, Mister Burkhard ist wieder einmal der Besserwisser vom Dienst. Tatsache ist, dass
    > Kupfer mit richtig dotiertem Sauerstoff wesentlich besser leitet und das kommt daher:
    >
    > Die freien Elektronen stossen durch ihre thermisch bedingten Schwingungen immer wieder an
    > Atome und werden dadurch abgebremst. Dadurch entsteht der Widerstand und die Erwaermung.
    > Um dies zu vermeiden gibt es zwei Moeglichkeiten:
    >
    > 1. Man kuehlt die Kupferleitung auf nahezu 0 Grad Kelvin und die Supraleitung setzt ein.
    > Diese Kuehlung selbst frisst jedoch viel Energie. Der Aufwand ist enorm, wie man dies vom
    > MRI her kennt, wo die Standby-Leistung etwa 10 kWatt betraegt.
    >
    > 2. Man dotiert Sauerstoffatome. Diese orientieren sich im Kristallgitter der Kupferatome
    > so, dass diese die Funktion von Nano-Routers annehmen. So ein Nano-Router faengt einzelne
    > Elektronen und richtet sie in die Bahnen, die noch frei genug sind, so dass es zu keinen
    > Zusammenstoessen kommt. So kommt ein beinahe widerstandsloser Stromfluss zustande, …
    > wie beim Supraleiter, aber bei Raumtemperatur!
    >
    > So einfach ist das… 😀
    >
    > Gruss
    > Thomas 😀 😀 😀

    Was ist ein MRI
    Ein MRT kenne ich, dies meint Magnet Resonanz Tomograph!

  14. Wo finde ich die beiden IC’s?
    1.Typ: MM57160 Hersteller: National
    2.Typ: ICL 7107 CPL Hersteller: Intersil
    mfg
    Walser

Kommentare sind geschlossen.