Verdrahten/Verkabeln nach 568A oder 568B?

Wer CAT6-, CAT6- oder CAT7-Kabel verlegt (oder KAT5, KAT6 oder KAT7), der muss beim Anschluss von Dosen und Patchpanel die Entscheidung treffen, wie er verdrahtet oder verkabelt. Entweder man schließt Dosen und Panel nach EIA/TIA-568A oder EIA/TIA-568B an. Was ist richtig?

Zum Thema Belegung RJ45-Stecker für Ethernet: Belegung nach 568A oder 568B? Was ist richtig? habe ich folgendes geschrieben:

Der Unterschied zwischen EIA/TIA-568A und EIA/TIA-568B ist die Vertauschung der Adernpaare 2 und 3 (weiß/orange und weiß/grün). Physikalisch, wie auch elektrisch spielt die Belegung übrigens überhaupt keine Rolle. Wirklich wichtig ist nur, dass sowohl auf der Seite der Anschlussdose, wie auch auf der Seite des Patchfelds gleich belegt sein muss.

Nun kann man hierzu anmerken, dass diese Aussage auch nicht wirklich schlauer macht. Was nun? 568A oder 568B?

Die Entscheidung liegt letztendlich im eigenen Ermessen.

Meine persönliche Empfehlung ist, nach EIA/TIA-568A zu verkabeln. Das ist in Europa allgemein üblich. In Ausnahmefällen mag es anders sein. Selbstverständlich kann man auch nach EIA/TIA-568B verkabeln. Beides ist richtig und gültig.

An dieser Stelle die Empfehlung, die Verkabelung in den Unterlagen für später zu dokumentieren.

Ein Gedanke zu „Verdrahten/Verkabeln nach 568A oder 568B?

  1. Man sollte innerhalb Deutschlands und Europa grundsätzlich den EIA/TIA-568A – Code auflegen, da dieser laut Europa-Norm angewendet werden sollte. Der EIA/TIA-568B Code kommt aus dem Amerikanischen Bereich, dieser ist aber leider auch sehr weit in Deutschland verbreitet. Rein Technisch und Physikalisch ist es egal welcher Code aufgelegt wird, wichtig ist nur das auf beiden Kabelenden der gleiche Code genommen wird 😉 .

    (In der Praxis gíbt es nichts schlimmeres, wenn man in einem Netzwerk beide Codes vorfindet. Das macht es dann bei Umbauarbeiten, Reparaturen etc. viel aufwendieger, da man bei jeder Datendose auch die Gegenseite öffnen muß, um zu sehen welcher Code genommen wurde, oder wenn man bei der TDR-Messung feststellt, so ein Mist die Hälfte der Kabel hat ja doch den B-Code genommen.)

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