AVM Profi VoIP

Als die Fritz!Box Fon 7050 (FBF) auf den Markt kam, war das schon ein geniales Teil. Es war nicht nur ein DSL-Router, sondern auch eine VoIP-Telefonanlage mit einem internen S0-Bus und drei analogen Telefonanschlüssen. Neben VoIP konnte man auch einen Festnetzanschluss mit der Box verbinden. Zusammen mit WLAN und der einfachen Einrichtung war dieses Produkt eine Innovation, die von keinem anderen Hersteller erreicht wurde.

Im professionellen Umfeld hat man mit der FBF schnell die Grenzen erreicht. Nur eine externe und ein interner ISDN-Anschluss, sowie maximal 3 VoIP-Gespräche sind möglich. Für den Privatbereich und Einzelbüros mag das vollkommen ausreichend sein. Die FBF war ja hauptsächlich als DSL-Router im Privat-Bereich gedacht. Erst mehrere Firmware-Updates machten es für gewerbliche Zwecke brauchbar. Eine günstigeres VoIP-Gateway gibt es derzeit nicht.

Doch viele Firmen haben zwei oder mehr externe ISDN-Anschlüsse und sogar einen Anlagenanschluss. Deshalb hat AVM seine Innovationsfreude und den Technologie-Vorsprung in eine neues Produkt einfließen lassen: Der AVM-Profi-VoIPer, dessen Name und Aussehen noch nicht bekannt ist. Das Gerät gibt es als 2- oder 4-Port-Variante, mit bis zu 4 interne und externe S0, die auch für den Anlagenanschluss geeignet sind. Es werden 20 SIP-Accounts und 8 gleichzeitige VoIP-Gespräche unterstützt. Der SIP-Anlagenanschluss ist noch in Vorbereitung. Ein besonderes Schmankerl ist die integrierte VoiceMail-Funktion. Der interne DSL-Router beinhaltet eine Firewall und einen VPN-Server für IPsec und maximal 5 VPN-Tunnel. Der VPN-Server soll mehrere Netzwerke verbinden. Ein einfacher VPN-Client ist in Vorbereitung. Die Kopplung von TK-Anlagen über VPN bzw. VoIP ist zwar möglich, aber nicht das Ziel dieses Geräts. Der Verbindungsaufbau und Gespräche sind möglich. Leistungsmerkmale, wie bei Q.SIG sind nicht möglich.

Dieses Produkt soll keine Allround-Lösung sein, wie die Fritz!Box Fon. So ist kein WLAN enthalten. Es ist eine Gateway-Lösung für Internet-Telefonie, das zwischen Telefonanlage und Festnetz bzw. DSL geschaltet wird. Per Knopfdruck kann zwischen Festnetz und VoIP bzw. umgekehrt umgeschaltet werden. Für die angeschlossene Telefonanlage ändert sich im Regelfall nichts.

Der Preis der 2-Port-Variante soll unter 400 Euro für die 4-Port-Variante unter 600 Euro liegen.

Auf der CeBIT 2006 will AVM dieses System erstmals vorstellen. Im zweiten Halbjahr soll es dann auf den Markt kommen.


Ortsgespräche ab Dezember auch per Call-By-Call

Wie bereits bei Fern- und Auslandsgesprächen möglich, sollen

Telefonkunden ab dem 1. Dezember diesen Jahres Anrufe im Ortsbereich über andere Telefongesellschaften führen können. Durch neue Wettbewerber soll das Telefonieren im Ortsnetz billiger werden. Ein entsprechendes Gesetz war im Juli gescheitert.

Eine Kompromisslösung sieht vor, dass neue Anbieter in der jeweiligen Stadt oder ihrer unmittelbaren Umgebung Zusammenschaltungspunkte schaffen müssen. Das soll Investitionen erfordern, wodurch ein ruinöser Preiswettbewerb verhindert werden soll.

In Hamburg müsste ein Mitbewerber ca. 17 und in Berlin ca. 30 Übergabepunkte haben. Die Telekom-Konkurrenten, die Call-by-Call anbieten, haben aber meist nur in den größeren Städten einige wenige Vermittlungsstellen.


Preiserhöhung für analogen Telefonanschluss

Ab 1. September 2003 beträgt das monatliche Grundentgelt für den analogen T-Net-Anschluss 15,66 Euro. Bisher waren es noch 13,72 Euro. Die T-Com senkt Gegenzug die Preise für die City-Standardtarife. Dazu werden die Zeittakte im Citybereich beim analogen T-Net Anschluss und bei T-ISDN Anschlüssen vereinfacht.

Der City-Tarif der T-Com gilt außer für Verbindungen im eigenen Ortsnetz auch in alle jeweiligen Nachbarortsnetze bis zu 20 km Entfernung.


Arcor: Neue DSL-Anschlüsse mit U-R2-Schnittstelle

Absofort bekommen alle DSL-Neukunden von Arcor einen DSL-Anschluss mit U-R2-Schnittstelle, wie ihn schon die Deutsche Telekom für Ihr T-DSL bereitstellt.

Neukunden sind damit nicht auf das von Arcor gelieferte Modem angewiesen, sondern können beliebige Modems oder Router anschließen, sofern diese die Telekom-Norm U-R2 einhalten. Allerdings garantiert Arcor nur für geprüfte Modelle die korrekte Funktion. Ältere Anschlüsse sollen bis auf weiteres nicht auf U-R2 umgestellt werden.


UMTS-Check

Ende des Jahres müssen die UMTS-Mobilfunkbetreiber nachweisen, dass sie mit UMTS mindestens 25 Prozent Netzabdeckung erreichen. Mitarbeiter der Regulierungsbehörde (RegTP) werden die Angaben der Netzbetreiber überprüfen.

Jeder Anbieter, der die 25 Prozent nicht erreicht droht dann der Lizenzentzug, weil er gegen den Lizenzvertrag verstoßen hat. Bei den Anbietern Mobilcom und Quam ist das bereits jetzt schon der Fall. Was mit den frei gewordenen Frequenzen gemacht wird ist noch unklar.


Verstöße gegen das Mehrwertdienstegesetz (MWDG)

Die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post (RegTP) hat auf ihrer Internetseite eine Tabelle veröffentlicht, die von ihr eingeleitete Maßnahmen bei Verstößen gegen das Mehrwertdienstegesetz (MWDG) enthält.

Dabei handelt es sich nicht nur um Verstöße mittels Dialer, sondern auch um die rechtswidrige Nutzung von (0)190er/(0)900er Rufnummern für Angebote z. B. über Telefon oder Fax.


Breitband-Internet-Anschluss in Deutschland

Deutschland gilt bei der Verbreitung von Breitband-Internet-Anschlüssen im Vergleich zu anderen Staaten der EU als rückständig. Lange Zeit galt die monopolartige Deutsche Telekom als Grund für die Situation. Doch das Bild ist nicht so schwarz, wie es gemalt wird. Im Vergleich zu den anderen EU-Ländern entwickelt sich dei Vergrößerung der Bandbreite schneller als in anderen Ländern. So müssen sich europaweit die meisten Kunden mit Bandbreiten unter 1 MBit/s begnügen.

Deutschland entwickelt sich so zum Vorreiter bei den großen Bandbreiten. Mit ADSL2+ hat der Ausbau von Bandbreiten bis 16 bwz. 25 MBit/s bereits begonnen. Mit VDSL will die Deutsche Telekom mti 50 MBit/s eine neue Technologie einführen. Der Grund ist „Triple Play“, das Fernsehen (IPTV), Telefonie und Internet auf einem Übertragungsmedium vereint. Vor allem am Video- und Spielfilmmarkt sind die Internet-Provider interessiert. Die Telefonie wurde bereits mit VoIP (SIP) umgesetzt.


Wireless FireWire

Die Wireless Working Group der 1394 Trade Association hat einen neuen Protocol Adaptation Layer (PAL) für FireWire (IEEE 1394) über IEEE 802.15.3 verabschiedet. Das ist ein Standard für Wireless Personal Area Networks (WPAN).

Der Layer für Wireless FireWire klinkt sich zwischen die Media-Access-Control(MAC)-Schicht von IEEE 802.15.3 und die Applikationen für FireWire ein. Der Layer baut auf der FireWire-Infrastruktur auf. Datenformate und Verbindungsmanagement von FireWire werden weiterverwendet. Künftig ist es möglich , beispielsweise DVD-Player und Soundsysteme kabellos miteinander und mit einem kabelgebundenen Netzwerk zu verbinden. Bestehende FireWire-Geräte können Dank einer Bridge-Funktion mit drahtlosen Geräten verbunden werden.