Keramik-Kondensator (Kerko)

Keramik-Kondensator (Kerko)

  • Puffer für kurzzeitige Lastspitzen
  • zeitabhängige Lade- und Entladefunktion
  • Spannungsspitzen begrenzen

Keramikkondensatoren oder kurz Kerkos genannt, bestehen aus dünnen Oxidkeramikschichten. Deshalb werden sie auch Keramik-Vielschicht-Kondensatoren genannt. In den monolithischen Keramikblock werden die Beläge eingesintert und stirnseitig kontaktiert (Anschlüsse). Ihren Namen führen sie wegen des Oxidkeramiks, welches als Dielektrikum verwendet wird. Dessen Durchschlagsfestigkeit ist besonders hoch, so dass man an Keramikkondensatoren, im Verhältnis zur Kapazität und Größe, eine vergleichsweise hohe Spannung anlegen kann.

Keramikkondensatoren finden sich in Digital-Schaltungen als Zwischenspeicher, wenn ein IC kurzzeitig viel Energie benötigt. Und auch zum Abschneiden von Spannungsspitzen in der Betriebsspannung. Hier werden Kapazitäten zwischen 47 und 100 nF verwendet.
Kerkos finden sind auch in einfachen RC-Oszillatoren als frequenzbestimmendes Bauteil und sorgen in Quarzoszillatoren für ein sauberes Schwingen des Quarzes.
Sie werden oft auch als Koppelkondensatoren und in Netzteile zur Abblockung und Siebung eingesetzt.

Die meisten Kerkos sind HDK-Typen (Klasse 2). Es handelt sich dabei um erbsengroße Kondensatoren. Sie haben eine hohe Eigenentladung (größere Verluste) und verlieren mit zunehmendem Alter ihre Kapazität. Ihre Kapazität ist oft auch von der anliegenden Spannung abhängig, weshalb ein Kapazitätsmessgerät selten die korrekte Kapazität anzeigt.

Kennzeichnung von Keramikkondensatoren

Kennzeichnung von Keramikkondensatoren

Bei Keramik-Kondensatoren (Kerkos) ist die Kennzeichnung der Kapazität meist kodiert aufgedruckt. Das Entschlüsseln dieser Kurzform ist dabei denkbar einfach. Die ersten zwei Ziffern gehören zusammen und sind die Kapazität in Picofarad (pF). Eine dritte Ziffer ist der Multiplikator, also die Anzahl der Nullen, die man dem Wert anfügt. Ab drei Nullen rechnet man in Nanofarad (nF) um.

Beispiele:

2: 2 pF
3: 3 pF
5: 5 pF
10: 10 pF
15: 15 pF
22: 22 pF
30: 30 pF
33: 33 pF
47: 47 pF
68: 68 pF
75: 75 pF
82: 82 pF
101: 100 pF
151: 150 pF
221: 220 pF
331: 330 pF
471: 470 pF
681: 680 pF
102: 1.000 pF = 1 nF
152: 1.500 pF = 1,5 nF
222: 2.200 pF = 2,2 nF
332: 3.300 pF = 3,3 nF
472: 4.700 pF = 4,7 nF
682: 6.800 pF = 6,8 nF
103: 10.000 pF = 10 nF
153: 15.000 pF = 15 nF
223: 22.000 pF = 22 nF
473: 47.000 pF = 47 nF
683: 68.000 pF = 68 nF
104: 100.000 pF = 100 nF

Schaltungen und Experimente mit Kondensator

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