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Intel Atom

Der Atom von Intel ist ein Prozessor bei dem es darum geht, eine möglichst hohe Rechenleistung zu erreichen und gleichzeitig den Prozessor passiv kühlen zu können. Die Rechenleistung ist gerade so hoch, dass kein Lüfter oder andere aufwändige Kühlmaßnahmen erforderlich sind.
Aufgrund der geringen Rechenleistung eignet sich der Atom kaum für Desktop-Computer. Sie wären dermaßen langsam, dass schon das Umschalten zwischen den Programmen lange dauern würde. Ein billiger Celeron ist um das Zwei- bis Vierfache schneller.
Die Vorzüge des Atoms kommen in der Hauptsache in Mini-Computer mit einfacher Ausstattung und kompakter Bauweise zur Geltung. Bauformen, die eine neue Gerätekategorie definieren und sich "Netbooks" oder "Nettops" nennen, haben bereits den Markt erobert. Im Prinzip kommt es bei billigen und kompakten Rechnern nicht so sehr auf die Rechenleistung an. Eher möchte man Gewicht sparen und eine möglichst lange Akku-Laufzeit haben.

Durch die Beschneidung des Leistungs- und Funktionsumfangs beim Atom möchte sich Intel den Markt für Notebook-Prozessoren schützen. Doch seit AMD die C- und E-Baureihe herausgebracht hat, sehen die Atoms von Intel ganz schön alt aus.

Anwendungen für den Intel Atom

1. Atom-Generation

Logo: Intel AtomLogo: Intel Centrino Atom
Der Atom besteht im Prinzip aus einem Prozessor und jeweils einer dazupassenden Northbridge und Southbridge.
Der Atom-Prozessor arbeitet mit In-Order-Technik und hat nur eine SSE-Einheit pro Kern. Der Atom leistet damit in etwa so viel, wie ein Pentium M mit 1 GHz aus dem Jahr 2003. Das reicht für einfache Anwendungen unter Windows XP oder Linux vollkommen aus. Mehr aber auch nicht.

2. Atom-Generation (Pine Trail)

Die zweite Atom-Generation sieht eine Architektur-Änderung vor. Sie besteht aus einem Prozessor (Pineview) und einem Chipsatz (Tiger Point). Weder Prozessor, noch Grafikkern sind Neuentwicklungen. Aber, Speichercontroller und Grafikprozessor befinden sich zusammen mit der CPU auf einem Chip. Der Rest vom Chipsatz schrumpft auf einen einzigen Chip (Southbridge) zusammen der per DMI an den Prozessor angebunden ist. Zwei-Chip-Lösung sind günstiger in der Produktion und es spart Verbindungsleitungen zwischen den Chips. Die Platinen dürfen dünner und kleiner sein. Durch diese Änderungen werden die Netbooks noch billiger, kompakter und energiesparender. Lüfterlose Geräte sind möglich. Der Chipsatz unterstützt nur USB, PCI-Express, HD-Audio und SATA.
Von der zweiten Atom-Generation darf man keine großen Geschwindigkeitssteigerungen erwarten. Der Atom N450 ist nur geringfügig schneller als sein Vorgänger Atom N270. Dafür ist die Leistungsaufnahme des Atom N450 niedriger. Der Grund ist, dass die stromhungrige Northbridge als eigenständiger Chip wegfällt und deren Funktionen in den Prozessor integriert sind.

3. Atom-Generation (Cedarview)

Zum Jahreswechsel 2011/2012 kamen neue Atoms heraus, die den Pineview-Atoms mit 32 nm entsprechen. Intel hat beim Prozessor nur einige Details verändert. So braucht der Atom weniger Strom als die Vorgänger und erreicht dennoch etwas höhere Taktraten.
Intel verwendet den Chipsatz der Vorgängerplattform weiter. Die zugehörige Netbook- und Nettop-Plattform trägt den Codenamen Cedar Trail.

Bezeichnungen

Der erste Buchstabe der Atom-Bezeichnung kennzeichnet den Verwendungszweck und die Ausstattung. Das D steht für kleine Desktop-Rechner, wobei Intel diese als Nettops bezeichnet. Das N steht für kleine Notebooks, die als Netbooks bezeichnet werden. Das Z steht für Atoms mit sehr niedriger Leistungsaufnahme und kleiner Baufläche.

Intel Atom für Smartphones und Tablets (Moorestown / Miedfield)

Die Moorestown-Plattform und deren Nachfolger Midfield ist ausschließlich für Smartphones, Mobile Internet Devices (MIDs) und Embedded-Anwendungen gedacht. Ohne Rücksicht auf die PC-Kompatibilität wurde auf jegliche PC-Schnittstellen und ein klassisches BIOS verzichtet. Es fehlen Funktionen im Chipsatz, die für ein normales Windows oder Linux notwendig wären. Auf dieser Plattform laufen also nur noch angepasste Linux-Versionen, wie zum Beispiel Android.
Den Moorestown-Nachfolger Medfield gibt es auch als System-on-Chip (SoC), der sich für Embedded Systems und in der Unterhaltungselektronik eignet. Der SoC vereint den Atom-Prozessorkern, Chipsatz sowie Speicher- und Grafik-Controller und stößt dank neuer Stromsparfunktionen in Regionen vor, die lange Zeit den ARM-Chips vorbehalten waren.

Intel Atom als Server-Prozessor

Obwohl der Atom ein Prozessor für Netbooks und stromsparende Rechner ist, hat die Server-Branche den Atom als Server-Prozessor für sich entdeckt. Der Grund, der Atom ist dreimal so leistungsfähig, wie normale Prozessoren. Zwar hat ein einzelner Atom nur eine geringe Rechenleistung. Dafür ist er im Verbund mit mehreren Prozessoren unschlagbar. Die Gesamtarchitektur der Atom-Prozessoren ermöglicht äußerst stromsparende und günstige Server.

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