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Netbook / NetbooksObwohl Netbooks ein Trend des Jahres 2008 ist, gab es die ersten Netbooks schon 1999. Damals brachte Psion den "netBook" heraus. Die Geräte haben sich damals allerdings nicht durchgesetzt. Hinweis: Die Firma Psion PLC ist Inhaberin der Gemeinschaftsmarke "NETBOOK" mit der Anmeldenummer 000428250. Eingetragen ist die Marke für die Warenklasse 9, zu der Computer zählen. Die allgemein gebräuchliche Verwendung des Begriffs "Netbook" zur Bezeichnung kleiner tragbarer Computer ist ein rechtliches Risiko. Bei der neuen Geräte-Kategorie "Netbook" handeln es sich um Mini-Notebooks mit abgespeckter Hardware und einem Preis, der zwischen 200 und 400 Euro liegt. Das erste Netbook in dieser Geräte-Kategorie ist das EEE PC 701 von Asus. Selbstverständlich gab es davor auch schon kleine Notebooks. Doch die bezeichnet man eher als Subnotebook, die eine deutlich höhere Leistung und entsprechend teurer als Netbooks sind.
Die Idee der heutigen Netbooks geht zurück auf den MIT-Professor Nicholas Negroponte. Der hat 2006 das Projekt One-Laptop-per-Child (OLPC) ins Leben gerufen. Dieser Idee nach sollte jedes Kind auf der Welt, egal ob arm oder reich, ein Laptop bekommen können. Um diese Idee von der Hardware-Seite her realisieren zu können, wurde energie- und kostensparende Hardware in ein stabiles Gehäuse gebaut. Mit den Netbooks ging auf dem PC-Markt eine lange Tradition zu Ende. Diese Tradition zeichnete sich dadurch aus, dass die Anschaffung eines neuen PCs immer mit einer Leistungssteigerung verbunden war. Ein neuer Computer musste gegenüber einem alten Computer in Sachen Prozessorleistung und Speicherausbau deutlich besser sein. Doch mit den Netbooks trat genau das Gegenteil in Erscheinung. Denn sie fallen durch ihre vergleichsweise bescheidene Leistung und Ausstattung auf. Vorteile der Netbooks
Nachteile von NetbooksUm ein Notebook für unter 300 Euro zu bauen, muss bei der Hardware kräftig abspeckt werden. Netbooks weisen folgende Eigenschaften auf:
DisplayDie erste Generation NetBooks hatte nur ein Display mit 7 Zoll mit 800 x 480 Bildpunkten. Da musste man schon bei kurzen Texten oder kleinen Tabellen scrollen. Die meisten Anwendungen und Webseiten sind für diese kleine Auflösung nicht gemacht. Auch Windows XP und Linux kann man stellenweise nicht bedienen. Bei der zweiten Generation wurde es besser. Die wurden mit Displays ausgerüstet, die eine Bilddiagonale von 8,9 oder 10,2 Zoll aufwiesen und eine Auflösung von 1024 x 600 Pixeln unterstützten. Das reicht für die meisten Anwendungen und Webseiten aus. TastaturIn den kleinen Gehäusen stecken sehr kleine Tastaturen. Nachteilig machen sich die Tastaturen für Vieltipper bemerkbar. Die kleinsten Tasten haben eine Größe ungefähr 16,0 x 13,5 mm. Tasten mit einer Größe von 17,5 x 16,5 mm lassen sich nach einer kurzen Eingewöhnungszeit zügig tippen. Kleine Tasten erfordern für flüssiges Tippen eine höhere Konzentration. Das normale Raster einer Tastatur beträgt 19 x 19 mm. SchnittstellenFast alle NetBooks haben Audio-Anschlüsse, mindestens zwei USB-Ports, LAN- und Monitor-Anschluss. Express-Card und Card-Bus fehlen. Integriert ist WLAN manchmal auch Bluetooth. ProzessorTypischerweise kommen die Prozessoren Intel Celeron M, Intel Atom und VIA C7-M zum Einsatz. Der Vorteil dieser Prozessoren liegt im geringen Energieverbrauch. Am besten eignet sich der Intel Atom. Mit ihm lassen sich auch Videos abspielen oder Bilder bearbeiten. EnergieverbrauchJe nach Last und Ausbau verbrauchen die Netbooks zwischen 10 und 20 Watt. Dabei merkt man sogar das ausgeschaltetes Bluetooth oder WLAN sich spürbar stromsparend verhält und die Akkulaufzeit verlängert wird. BetriebssystemeAls die ersten Netbooks auf den Markt kamen, waren sie mit Linux als Betriebssystem ausgestattet. Das kam daher, weil Microsoft kein lauffähiges Betriebssystem zur Verfügung hatte. Microsoft hat den Trend zu langsamer Hardware verschlafen und bietet trotz Verkaufsstopp Windows XP weiterhin als Notlösung an, weil Windows Vista auf diesen Gerät nicht lauffähig ist. AnwendungenNetbooks sind nicht für Multimedia-Anwendungen ausgelegt. Bei Filmen und Spielen wird die Rechenleistung schnell eng. Mit ruckelnden Videos muss man rechnen. Weitere verwandte Themen:Bookmark
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