Das Buch zu dieser Webseite

Computertechnik-Fibel

Die Computertechnik-Fibel, das Computer-Buch

Käufer der Computertechnik-Fibel Kundenmeinung:
Die Computertechnik-Fibel ist wirklich verständlich geschrieben, frei von Ballast und ein tolles Nachschlagewerk. Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Buch.

Computertechnik-Fibel
jetzt bestellen!

Auszeichnungen

Das Buch zu dieser Webseite

Netzwerktechnik-Fibel

Die Netzwerktechnik-Fibel

Käufer der Netzwerktechnik-Fibel Kundenmeinung:
Die Netzwerktechnik-Fibel ist sehr informativ und verständlich. Genau das habe ich schon seit langem gesucht.

Netzwerktechnik-Fibel
jetzt bestellen!

Intel Core i7 / i5 / i3

Der Kern des Core i7 bildet die Nehalem-Architektur. Das Nehalem-Rechenwerk ist mit den Penryn-Kernen von Core 2 Duo und Core 2 Quad verwandt. Für Nehalem wurde der Penryn-Kern stark überarbeitet. Intel hat den Core i7 auf die parallele Verarbeitung zahlreicher Threads optimiert.
Der Nehalem hat einen integrierten Speichercontroller, so wie AMD es bei seinen Prozessoren schon länger macht. Mit der Einführung des Nehalem-Prozossors sind neue Motherboards mit neuem Sockel fällig. Das neue Gehäuse und der Sockel mit der Bezeichnung LGA1366 haben 1366 Kontakte. Hauptsächlich wegen dem integrierten Speichercontroller.

Logo Intel Core i7 (blue)Logo Intel Core i7 (Extreme)

Die Besonderheiten des Core i7 und der Nehalem-Architektur:

Nehalem-Architektur

Nehalem-Architektur
Diese Nehalem-Architektur ist wie ein modulares Baukastensystem. Es sind viele Prozessor-Varianten für unterschiedliche Märkte und Anwendungen möglich. Darunter Server, Workstations und High-End-Desktop-Systeme. Die Architektur hält für preiswerte Desktop-Systeme auch einen integrierten Grafik-Controller bereit.
Der Aufbau eines Kerns entspricht dem Vorgänger Merom/Penryn der Core-Architektur. Die Kerne sind im Core-Bereich angesiedelt. Alles Weitere im Uncore-Bereich. Die wesentlichen Unterschiede zu Merom/Penryn finden sich vor allem im Uncore-Bereich, der den integrierten Speichercontroller für bis zu drei DDR3-Kanäle, die bis zu vier QuickPath-Links und den 8 MByte großen L3-Cache umfasst. Dieser Uncore-Bereich kann mit eigenem Takt und eigener Spannung betrieben werden, um Energie zu sparen.
Die Kerne takten immer gleich schnell. Der Grundtakt ist immer 133 MHz. Bei einer Taktfrequenz von 3,2 GHz ist ein Multiplikator von 24 eingestellt.
Die wichtigste architektonische Veränderung ist die Aufteilung des Font-Side-Bus in den QuickPath-Interconnection und den integrierten Speichercontroller. Davor hat Intel den kompletten Datenverkehr zum Prozessor über den Front-Side-Bus geführt.

Cache

In der Nehalem-Architektur hat jeder Kern einen L1-Cache mit 64 kByte, jeweils 32 kByte für Daten und Instruktionen, und einen L2-Cache mit 256 kByte auf den die Zugriffe mit sehr niedriger Latenzzeit erfolgen. Im Uncore-Bereich befindet sich ein gemeinsamer Inklusiv-L3-Cache mit 8 MByte, der je nach Prozessor-Typ auch etwas weniger betragen kann
Inklusiv-Cache bedeutet, dass die Daten im L1-Cache auch im L2- und L3-Cache vorhanden sind. So lässt sich die Datenkonsistenz zwischen den Kernen leichter sicherstellen (Cache-Koheränz bei mehreren Prozessor-Kernen). Im Vergleich zum Exklusiv-Cache wird etwas Speicherkapazität verschenkt.
Insgesamt hat die Nehalem-Architektur weniger Cache als der Core 2. Den Cache konnte Intel einsparen, weil die Anbindung von Prozessor zu Chipsatz und Speicher durch QPI beschleunigt werden konnte. Der Pufferspeicher in Form von umfangreichen Caches muss dann nicht mehr so groß sein.

Speichercontroller

Eine Besonderheit ist der integrierte Speichercontroller. Das war bisher eine Spezialität von AMD. Der Nehalem-Speichercontroller unterstützt drei Kanäle, die für DDR3-SDRAM-Chips mit maximal 533 MHz Taktfrequenz ausgelegt sind. Dafür eignen sich PC3-8500-DIMMs (DDR3-1066). In Summe haben die drei Kanäle eine theoretische Transferrate von maximal 25,6 GByte/s. Das ist genauso viel, wie zwei PC3-12800-Module (DDR3-1600).
Den optimalen Speicherdurchsatz erzielt man mit drei oder sechs gleich großen Speichermodulen. Nur dann steht dem Prozessor seine maximal mögliche Datentransferrate bei Hauptspeicherzugriffen zur Verfügung. Bisher waren ein-, zwei- oder auch vierkanalige Speichercontroller üblich. Deshalb bieten Händler baugleich DIMMs im Dreier- oder Sechserpack an (Tri- oder Hex-Kits).
Somit ist auch klar, warum der neue Sockel LGA1366 so viele Kontakte hat (1366 Stück). Er braucht sie, um die drei Kanäle für DDR3-SDRAM-Speichermodule anbinden zu können.

Hyper-Threading

Die Nehalem-Architektur hat Hyper-Threading (Simultaneous Multi-Threading, SMT) vom Pentium 4 geerbt. Es handelt sich allerdings um ein weiterentwickeltes Hyper-Threading, das wesentlich effizienter sein soll. Durch Hyper-Threading bekommt jeder physische Kern einen virtuellen bzw. logischen Kern dazu. Das Betriebssystem erkennt doppelt so viele Kerne, wie physisch vorhanden sind.
Hyper-Threading wirkt sich dann positiv aus, wenn die Abarbeitung eines Threads (Code-Faden) wegen Daten, die nachgeladen werden müssen, verzögert wird. Dann wird intern umgeschaltet und ein anderer Thread abgearbeitet. Auf diese Weise bringt Hyper-Threading zwischen 10 bis 20 Prozent mehr Leistung.

QPI - QuickPath Interconnection

QPI ersetzt den Front-Side-Bus (FSB). Wie HyperTransport von AMD ist QPI eine serielle Punkt-zu-Punkt-Schnittstelle. Das Interface ist eine Kombination aus HyperTransport und PCI Express. In Serverprozessoren eignet sich QPI auch zur CPU-Kopplung.
Ein Full-Width-QPI-Port besteht aus 20 Links pro Richtung, die jeweils bis zu 6,4 GBit/s übertragen. Weil 4 von 20 Links CRC-Prüfsummen übertragen, beträgt die Nutzdatenbreite 2 Byte (16 Bit). Ein Full-Width-Link kann also pro Richtung 12,8 GByte/s übertragen. Vollduplex kommt man sogar auf 25,6 GByte/s.
Full-Width-QPI auf einem 16x16-Link ist bei 6,4 GBit/s auch schneller als HyperTransport 3.0 mit nur 2,6 GHz (5,2 GBit/s). Das kommt daher, weil jeder einzelne Link zwei Signalleitungen nutzt. Weil pro Link ein ebenfalls differenzielles Taktsignal hinzukommt, braucht ein Full-Width-QPI-Link insgesamt 84 Signalleitungen.
Über den QPI fließen nur die Daten von und zu PCIe-Erweiterungskarten, sowie anderen Onboard-Einheiten. Die Geschwindigkeit des QPI ist deshalb weniger interessant als beim Front-Side-Bus (FSB).

Power-Management

Der Prozessor hat eine Power Control Unit (PCU) eingebaut. Die PCU enthält einen integrierten Mikrocontroller für das Power-Management. Alleine dafür werden mehr als eine Million Transistoren verwendet.
Um bei Teilen des Prozessors, die nicht benötigt werden, den Strom wirklich auf Null zu stellen, musste dafür eine vollständig neue Technik entwickelt werden. Der dafür neu entwickelte Schalter hat einen extrem niedrigen Widerstand, wenn er aktiv ist, und einen extrem hohen, wenn er ausgeschaltet ist. Zusätzlich wurden neue Sensoren integriert, die ständig die Temperatur der einzelnen Kerne und die Leistungsaufnahme überwachen. Hat ein Kern nichts zu tun, dann wird er in den Tiefschlaf geschickt.

Turbo Boost

Anwendungen, die nicht alle Kerne des Core i7 auslasten, werden beschleunigt, in dem der Prozessor höher getaktet wird. Hinter diesem Mechanismus steckt Turbo Boost. Für Turbo Boost ist die PCU verantwortlich. Die Monitoring-Logik der PCU misst die Auslastung, Leistungsaufnahme und Temperatur. In Abhängigkeit der drei Werte regelt die Logik den Turbo Boost. Die PCU ist dafür verantwortlich, dass der Prozessor seinen TDP, seine Maximalspannung und seine Maximaltemperatur nicht überschreitet. Diese Werte sind in der PCU unveränderlich vorgegeben. Außer in den zum Übertakten geeigneten Extreme-Edition-Versionen. Dort ist die Taktfrequenz offen und der TDP variabel.
Sofern Turbo Boost im BIOS freigeschaltet ist und nicht alle Kerne ausgelastet sind, kann Turbo Boost die Taktfrequenz einzelner CPU-Kerne um bis zu 666,67 MHz oder fünf 133-MHz-Multiplikatorstufen höher einstellen als die nominelle Frequenz des jeweiligen Prozessors. Um wieviel Turbo Boost den Multiplikator nach oben setzt, hängt von der CPU-Version, ihrem maximalen Multiplikator, ausreichende Kühlung (CPU-Kühler) und vom Spannungswandler auf dem Motherboard ab.
Turbo Boost hat den Nachteil, dass es im Vergleich zur Rechenleistung mehr Leistung verbraucht.
Der Unterschied zwischen Übertakten und Turbo Boost ist nicht sehr groß. Allerdings bringt Turbo Boost nicht wirklich mehr Leistung. Das wäre nur dann gegeben, wenn man per Hand nachhelfen würde. Man kann aber jetzt schon davon ausgehen, dass der Mechanismus, der hinter Turbo Boost steckt, in zukünftigen Prozessor-Generationen eine größere Rolle spielen wird.
Ein klarer Vorteil, der jetzt schon für Turbo Boost spricht, ist die Tatsache, dass die meisten Anwendungen immer noch mit ein oder zwei Prozessorkernen auskommen. Wenn also nur ein oder zwei Kerne voll ausgelastet sind und mit höherer Taktfrequenz arbeiten, dann wirkt sich das insgesamt beschleunigend aus.

CPU-GPU-Prozessor

CPU-GPU-Prozessor
Mit der Core-i5-600er Serie wagt sich Intel erstmals die CPU und einen Grafikprozessor in einem Prozessor zu vereinen. Schaut man jedoch genauer hin, dann hat Intel einen Dual-Core-Prozessor und eine klassische Northbridge (Chipsatz) mit Speichercontroller und integrierter Grafikeinheit in ein gemeinsames Gehäuse verpflanzt. Von einem echten CPU-GPU-Prozessor ist Intel noch ein ganzes Stück weg.

Übersicht: Intel Core i7

Die Core-i7-800-Baureihe unterscheidet sich von den Core-i7-900-Baureihe hauptsächlich dadurch, dass sie auf den billigeren LGA1156-Motherboards und nicht auf den teureren LGA1366-Motherboards laufen. Die kleinere Baureihe muss auf den dritten DDR3-Speicherkanal und den externen QPI-Link verzichten. LGA1156-Prozessoren binden PCI-Express-2.0-Lanes für eine oder zwei Grafikkarten sowie den Chipsatz direkt an.

Stand: 22.07.2010

Modell Kerne Kerntakt L2-Cache L3-Cache QPI Sonstiges
Intel Core i7 (Kern: Bloomfield), 263 mm², 731 Mio. Transistoren, 45 nm, LGA1366
920 4 2,66 GHz 4 x 256 kByte 8 MByte 4,8 GT/s SSE4, HT, EM64T, NX, VT, C2E
940 4 2,93 GHz 4 x 256 kByte 8 MByte 4,8 GT/s SSE4, HT, EM64T, NX, VT, C2E
950 4 3,06 GHz 4 x 256 kByte 8 MByte 4,8 GT/s SSE4, HT, EM64T, NX, VT, C2E
960 4 3,20 GHz 4 x 256 kByte 8 MByte 4,8 GT/s SSE4, HT, EM64T, NX, VT, C2E
975 4 3,33 GHz 4 x 256 kByte 8 MByte 4,8 GT/s SSE4, HT, EM64T, NX, VT, C2E
Intel Core i7 Extreme Edition (Kern: Bloomfield), 263 mm², 731 Mio. Transistoren, 45 nm, LGA1366
965 EE 4 3,20 GHz 4 x 256 kByte 8 MByte 6,4 GT/s SSE4, HT, EM64T, NX, VT, C2E
975 EE 4 3,33 GHz 4 x 256 kByte 8 MByte 6,4 GT/s SSE4, HT, EM64T, NX, VT, C2E
Intel Core i7 (Kern: Lynnfield), 45 nm, LGA1156
860S 4 2,53 GHz 4 x 256 kByte 8 MByte 4,8 GT/s HT, EIST, EM64T, SSE4, VT-x, VT-d, TXT
860 4 2,80 GHz 4 x 256 kByte 8 MByte 4,8 GT/s HT, EIST, EM64T, SSE4, VT-x, VT-d, TXT
870S 4 2,66 GHz 4 x 256 kByte 8 MByte 4,8 GT/s HT, EIST, EM64T, SSE4, VT-x, VT-d, TXT
870 4 2,93 GHz 4 x 256 kByte 8 MByte 4,8 GT/s HT, EIST, EM64T, SSE4, VT-x, VT-d, TXT
Intel Core i7 (Kern: Gulftown), 248 mm², 1,17 Mrd. Transistoren, 45 nm, LGA1366
980X (EE) 6 3,33 GHz 6 x 256 kByte 12 MByte 6,4 GT/s HT, EIST, EM64T, SSE4, AES-NI, VT-x
Intel Core i7, 32 nm, LGA1366
970 6 3,2 GHz 6 x 256 kByte 12 MByte 6,4 GT/s HT, EIST, EM64T, SSE4, AES-NI, VT-x

Übersicht: Intel Core i5 und i3

Stand: 22.07.2010

Modell Kerne Kerntakt L2-Cache L3-Cache Sonstiges
Intel Core i3 (Kern: Clarkdale), 32 nm, LGA1156
530 2 2,93 GHz 2 x 256 kByte 4 MByte HT, EIST, EM64T, SSE4, GPU, VT-x
540 2 3,06 GHz 2 x 256 kByte 4 MByte HT, EIST, EM64T, SSE4, GPU, VT-x
Intel Core i5 (Kern: Clarkdale), 32 nm, LGA1156
650 2 3,20 GHz 2 x 256 kByte 4 MByte HT, EIST, EM64T, SSE4, GPU, VT-x, VT-d, TXT
660 2 3,33 GHz 2 x 256 kByte 4 MByte HT, EIST, EM64T, SSE4, GPU, VT-x, VT-d, TXT
661 2 3,33 GHz 2 x 256 kByte 4 MByte HT, EIST, EM64T, SSE4, GPU, VT-x
670 2 3,46 GHz 2 x 256 kByte 4 MByte HT, EIST, EM64T, SSE4, GPU, VT-x, VT-d, TXT
Intel Core i5 (Kern: Lynnfield), 45 nm, LGA1156
750S 4 2,40 GHz 4 x 256 kByte 8 MByte EIST, EM64T, SSE4, VT-x
750 4 2,66 GHz 4 x 256 kByte 8 MByte EIST, EM64T, SSE4, VT-x
760 4 2,80 GHz 4 x 256 kByte 8 MByte EIST, EM64T, SSE4, VT-x

Weitere verwandte Themen:

Dieser Text ist mir was wert:[ ? ]
Computertechnik-Fibel
Computertechnik-Fibel

EUR 24,50