Kundenmeinung: Die Computertechnik-Fibel ist wirklich verständlich geschrieben, frei von Ballast und ein tolles Nachschlagewerk. Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Buch.
Der Celeron von Intel ist eine preiswerter Prozessor für den Low-Cost-Markt und sollte ursprünglich ein Konkurrenz-Produkt zu den billigen AMD- und Cyrix-Prozessoren sein. Obwohl sich der Kern des Celeron über die Jahre mehrmals änderte, blieb sein Name fast immer gleich.
Die gerade aktuelle Celeron-Generationen erben immer den gerade aussterbenden Prozessor-Kern der letzten Prozessor-Generation. Meist mit geringerer Taktrate und Front-Side-Bus und kleinerem Cache. Das reduziert die Herstellungskosten und somit den Verkaufspreis, aber auch die Leistung.
Durch dieses Vorgehen spart sich Intel die Entwicklung eines Prozessors für den Low-Cost-Markt und kann die vorhandene Architektur für eine Zeitverwertung nutzen.
1. Generation: Pentium II
Der erste Celeron von Intel bestand aus dem selben Prozessorkern wie der Pentium II. Ihm fehlte nur der L2-Cache, was ihn billiger machte, aber gleichzeitig die Performance reduzierte. Er konnte jedoch bei 3D-Spielen und Multimedia-Anwendungen hervorragend glänzen.
.
2. Generation: Celeron A (Mendocino)
Der Celeron A wurde mit einem 128 kByte großen L2-Cache ausgestattet. Er erfuhr so eine große Leistungssteigerung gegenüber seinem Vorgänger. Er wurde vorallem von Anwendern gekauft, die ihn Übertakten wollten, da es mit diesem Prozessor besondert einfach zu bewerkstelligen war. Er war deshalb sehr beliebt.
Taktraten bis zu 450 MHz waren mit ausreichender Kühlung kein Problem. Ob die Übertaktung gelang, war aber eher dem Zufall überlassen.
3. Generation: Pentium III (Coppermine)
Die dritte Celeron-Generation basierte auf dem Coppermine-Kern des Pentium III. Dadurch fand die Multimedia-Erweiterung ISSE Einzug in den Celeron. Der Front-Side-Bus blieb jedoch bei 66 MHz und der L2-Cache bei 128 kByte. Ab 800 MHz wurde der Front-Side-Bus (FSB) auf 100 MHz erhöht.
Die Seriennummer, die im Pentium III eingebaut war, wurde beim Celeron hardwareseitig abgeschaltet.
4. Generation: Pentium III (Tualatin)
Fast alle Tualatin-Celerons sind mit dem FC-PGA2-Gehäuse ausgestattet. Hier sitzt das Die (Prozessorchip) unter einem Hitze-Verteilblech, dem Integrated Heat Spreader (IHS). Dieser schützt das empfindliche Die bei der Kühler-Montage und sorgt für eine bessere Wärmeverteilung.
5. Generation: Willamette / Nothwood (Pentium 4)
Intel stellte diese Generation des Celeron in 0,18-µm-Technik her. Sie läuft mit einem Front-Side-Bus (FSB) von 100 MHz. Sie besitzen denselben Kern wie der Pentium III, jedoch nur einen 128 KByte großen Level-2-Cache.
Celeron D: Prescott (Pentium 4)
Der Celeron D hat trotz des D im Namen nichts mit einem Doppelkern-Prozessor zu tun, obwohl man das aufgrund der Namensgebung beim Pentium D annehmen könnte. Diese Namensverwirrung kann man als Versehen oder Absicht sehen.
Der Celeron D basiert auf dem 90-nm-Prescott-Kern des Pentium 4. Der L2-Cache ist auf 256 kByte reduziert und auf die Hyper-Threading-Technologie wird gleich verzichtet. Der Front-Side-Bus ist auf 533 MHz festgelegt. Wobei die Taktrate 133 MHz beträgt und über Quad-Speed 4 Bit pro Taktschritt überträgt. So kommt man rechnerisch auf 533 MHz.
Da Intel in den Pentium-4-Kern immer wieder neue Leistungsmerkmale integriert hat, sind in den Celeron D auch einige Verbesserungen eingeflossen. Zum Beispiel Execute Disable Bit (XD) für den Schutz vor Buffer Overflows, die 64-Bit-Erweiterung EM64T und der LGA775-Sockel. Es gibt dann noch die J-Variante, die kein EM64T, dafür XD bzw. NX enthält.
Celeron M
Der Celeron M ist eine Sparvariante des Pentium M, der für Notebook- und Stromspar-Anwendungen im Zusammenhang mit Centrino verwendet wird. Der Celeron M zeichnet eine geringer Taktrate sowie größere Caches aus.
Celeron Dual-Core
Da für Low-Cost-Computer immer öfter AMD-Prozessoren Verwendung fanden, wurde die Auswahl bei den Celeron-Prozessoren immer geringer. Trotzdem ging Intel den Trend der Multi-Core-Prozessoren auch beim Celeron Dual-Core mit.
Findest Du Elektronik-Kompendium.de gut? Hat Dir diese Webseite auch schon weitergeholfen? Willst Du uns dabei unterstützen noch bekannter und besser zu werden? Erfahre mehr über die Möglichkeiten. Jeder kann etwas tun!
Kundenmeinung: Die Kommunikationstechnik-Fibel ist sehr informativ und verständlich. Genau das habe ich schon seit langem gesucht. Endlich mal ein Buch, das kurz und bündig die moderne Informationstechnik beleuchtet.