Car-to-Car-Kommunikation

Bei der Car-to-Car-Kommunikation geht es um die Kommunikation zwischen Fahrzeugen und dem Umfeld. Die grundsätzliche Idee dahinter ist, dass sich Autos untereinander per Funk vernetzen und Autofahrer frühzeitig Informationen über Verkehrslage und Gefahrensituationen erhalten.

  • Fahrzeuge schauen durch Hindernisse hindurch und über Bergkuppen hinweg, warnen sich in Echtzeit gegenseitig vor Blitzeis, Aquaplaning oder Unwetter.
  • Rettungswagen im Einsatz schalten sich Ampeln auf Grün.
  • Zahlreiche Sicherheitssysteme, darunter Unfallwarnung, Auffahrschutz, Spurhalteassistent, Überwachung des toten Winkels, Kreuzungsassistent, Einsatzfahrzeugmelder, Baustellenwarner, Kolonnenbildung und anderes mehr.

Ziele

  • Interoperabilität und grenzübergreifende Nutzung von Car-to-Car-Systemen.
  • Den Straßenverkehr intelligenter organisieren und zugleich sicherer und umweltfreundlicher gestalten.
  • Steigerung der Verkehrssicherheit und Reduzierung der Verkehrsunfälle und Verkehrstoten.

Konzepte der Car-to-Car-Kommunikation

Die Autovernetzung ist in vielen Ländern bereits Pflicht. Aus Sicherheitsgründen und um den Verkehrsfluss zukünftig zu verbessern.

  • Auto mit anderen Autos (Vehicle-to-Vehicle, V2V)
  • Auto mit Ampeln und Schildern am Straßenrand (Vehicle-to-Infrastructure, V2I)
  • Auto mit Fußgängern oder Radfahrern (Vehicle-to-Pedestrian, V2P)
  • Auto mit dem Netzwerk (Vehicle-to-Network, V2N)
  • Auto mit dem eigenen Heim (Vehicle-to-Home, V2H)

Alle Spezifikationen fasst man mit Vehicle-to-Everything zusammen (V2X).

Funkstandards für die V2X-Kommunikation

Für die Car-to-Car-Kommunikation ist weltweit ein 30 MHz breiter Frequenzbereich zwischen 5,875 und 5,906 GHz (5,9-GHz-Band) reserviert. Dafür gibt es zwei inkompatible Funkverfahren.

  • Der ITS-G5-Standard, der auf der WLAN-ähnlichen IEEE-Spezifikation 802.11p beruht.
  • Die LTE-Spezifikation Cellular- Vehicle-to-Vehicle (C-V2V).

C-V2X vs. ITS-G5

IEEE 802.11p überbrückt nur ein paar hundert Meter und braucht zwingend Infrastruktur am Straßenrand. Weil auf der Autobahn der Anhalteweg länger sein kann als die Reichweite der Funksignale, ist der Einsatz von IEEE 802.11p eingeschränkt.
C-V2V hat eine etwas höhere Reichweite. Außerdem können sich Autos per LTE bei Bedarf auch ohne Bassisstation vernetzen (LTE-Device-to-Device).
Beide Funkstandards arbeiten ohne SIM-Karte. Weltweit gibt es die Tendenz das neuere C-V2V zu bevorzugen.

Sicherheit

Car-to-Car-Kommunikation beinhaltet Sicherheitsvorrichtungen, die gefälschte Informationen von echten Informationen unterscheiden können. Kryptografische Verfahren und geheime Schlüssel schützen vor Diebstahl, Manipulation und unerlaubtes Klonen von Steuergeräten und Software. Außerdem wird dadurch die Integrität und Authentizität der Fahrzeuginformationen gewährleistet.

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