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HSDPA - High Speed Downlink Packet AccessHSDPA ist ein Teil von HSPA und ist ein Protokoll-Zusatz für UMTS-Mobilfunknetze. Bei der Einführung von HSDPA keine großen Umbauten gemacht werden. Und es müssen auch keine zusätzlichen Basisstationen gebaut werden. Die meisten Basisstationen brauchen nur ein Software-Upgrade. Nur alte UMTS-Basisstationen aus der Anfangszeit von UMTS müssen ersetzt werden. HS-DSCH - High Speed Downlink Shared ChannelsWährend in einer UMTS-Zelle ohne HSDPA nur etwa drei bis vier Teilnehmer mit einer vernünftigen Übertragungsrate das Mobilfunknetz gleichzeitig nutzen können, kann in einer UMTS-Zellen mit HSDPA durch HS-DSCH die Kapazität für bis zu 15 einzelne Kanäle erweitert werden. Das bedeutet, dass in einer Mobilfunkzelle bis zu 15 Nutzer gleichzeitig in einem 5-MHz-WCDMA-Kanal Daten empfangen können. Die Daten für einen Empfänger können auch in mehreren Kanäle untergebracht werden. Jeder Kanal hat einen Zeitraum von 2 ms. Nach 2 ms wird über die Zuteilung erneut entschieden. ModulationsverfahrenFür eine höhere Datenrate setzt HSDPA effizientere Modulationsverfahren ein. Mit Hilfe der Modulationsverfahren QPSK (Quadrature Phase Shift Keying oder Vierphasenmodulation) und 16-QAM (16 Level Quadratur Amplituden Modulation) erhöht HSDPA die Übertragungsrate im UMTS-Netz. Beide Verfahren verwenden eine Phasenmodulation. QPSK kann pro Übertragungsschritt 2 Bit gleichzeitig übertragen. 16QAM verwendet zusätzlich eine Amplitudenmodulation. Es ermöglicht 4 Bit gleichzeitig zu übertragen. Dadurch steigt die Datenmenge pro Code. Das geht jedoch zu Lasten der Störsicherheit. Beispielsweise verdoppelt 16QAM gegenüber QPSK die Bandbreite. Doch nehmen dadurch auch die Störungen zu. Erschwerend kommt hinzu, dass Interferenzstörungen mit der Anzahl der Codes steigen. FEC - Forward Error Correction (Vorwärtsfehlerkorrektur) Zusätzlich kann in Abhängigkeit der Funkqualität die Vorwärtsfehlerkorrektur nach FEC (forward error correction) in die Übertragung integriert werden. Die Vorwärtskorrektur fügt zu den Nutzdaten redundante Daten hinzu. Im Fehlerfall kann der Empfänger die Daten eigenständig rekonstruieren. Dadurch entfällt die aufwendige Neuanforderung und Sendewiederholung. Übertragungsgeschwindigkeit in Abhängigkeit der Funkqualität
Um eine höhere Übertragungsrate zu erreichen, muss man die Daten mit mehr Codes kodieren. Doch das geht zu Lasten der Störsicherheit. Hohe Kodierraten sind nur bei geringem Abstand zwischen Basisstation und Endgerät sinnvoll. Wenn die Funkverbindung schlechter wird, dann muss die Kodierrate wieder gesenkt werden. Übertragungsgeschwindigkeiten im Vergleich
Den ersten Schritt machten die Netzbetreiber Vodafone und T-Mobile im Frühjahr 2006 mit der Einführung des Download-Beschleunigers HSDPA. Mit HSDPA spekulierte man bereits, ob UMTS zum DSL-Ersatz taugen würde. Doch mit einer DSL-Verbindung kann HSDPA in der ersten Stufe nicht konkurrieren. Die Datenrate von 1,8 MBit/s ist dafür nicht stabil genug. Bei HSDPA mit 1,8 MBit/s ist für die volle Bandbreite ein starkes Signal notwendig. Schätzungsweise um die -95 dBm. Für die zukünftigen schnelleren Verbindungen wird ein noch höherer Signalpegel von -50 bis -40 dBm vorausgesetzt. Die Datenübertragungsraten von 1,8, 3,6, 7,2 und später vielleicht auch 14,4 MBit/s sind als theoretische Werte anzusehen, die in der Praxis kaum erreichbar sind. LatenzzeitEin wesentlicher Teil der zweiten HSDPA-Ausbaustufe ist die Verringerung der Latenzzeit. Dafür wird die Verwaltung der HSDPA-Übertragung (Scheduling) von den Funknetz-Controllern (RNC, Radio Network Controller) in die Basisstationen (BTS, Base Tranceiver Station oder Node B) verlegt. Dadurch werden die RNCs entlastet und die Latenzzeit zwischen den Basisstationen und den RNCs fällt weg. Dadurch sind Ping-Zeiten zwischen 50 und 100 ms möglich. Antwortzeiten von PING-Anfragen im Vergleich (Latenzzeit)
Shared Channel TransmissionMit HSDPA kommt ein neues Verfahren mit der Bezeichnung Shared Channel Transmission hinzu. Das ermöglicht es, dass nicht nur die Übertragungskanäle bzw. Frequenzen für die Datenübertragung für alle Teilnehmer zur Verfügung steht, sondern dass sogar die Übertragungscodes als gemeinsame Ressource dynamisch genutzt werden. Das führt dazu, dass die verfügbare Bandbreite in der UMTS-Zelle viel effektiver ausgenutzt werden kann und somit die Verfügbarkeit und Bandbreite für alle Teilnehmer steigt. AMC - Adaptive Modulation and CodingAMC passt die Verbindung zwischen Endgerät und Basisstation an. Unter der Optimierung fällt die Wahl der Kanalkodierung, das Modulationsverfahren und die Datenrate in Abhängigkeit vom HSPA-Ausbau, den Fähigkeiten des Endgeräts und der Signalqualität. AMC sorgt dafür, dass die Kapazitätssteigerung durch die neuen Modulationsverfahren möglichst ausgenutzt wird. FH-ARQ - Fast Hybrid Automatic Repeat RequestFH-ARQ kombiniert die normale Übertragung von Daten mit Sendewiederholungen. Mit ARQ kann das Endgerät fehlerhafte Datenpakete sehr schnell neu anfordern. Dadurch sinkt die Latenzzeit auf weniger als 10 ms. FH-ARQ wird in der Basisstation (Node-B) ausgeführt. Innerhalb der Netzarchitektur von UMTS war ARQ im dahinterliegenden RNC enthalten. Durch die Steuerung von Sendewiederholungen innerhalb der Basisstation verkürzt sich die Reaktionszeit im Fehlerfall. FazitAuch bei HSDPA bremst das Transport-Protokoll mit seiner langsamen Geschwindigkeitsaufnahme jede Internet-Anwendung. Kontinuierlicher Datenverkehr, wie beim Download, erfolgt dafür recht zügig. Praxis-TippUm die hohe Empfangsrate beim Surfen mit einem HSDPA-Handy ausnutzen zu können, muss es per USB-Kabel mit dem Notebook verbunden werden. Zwar beherrschen aktuelle UMTS-Handys auch Bluetooth, doch nur in der Version 1.2, womit das Handy maximal 723 kBit/s an das Notebook übermitteln kann. Das ist nicht genug für HSDPA. Erst Bluetooth-2.0-Handys mit EDR-Erweiterung (Enhanced Data Rate) können mehr als 2 MBit/s befördern, was für die erste Ausbaustufe von HSDPA ausreicht. UMTS-Technik
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