IMT-2020, METIS, iJOIN, TROPIC und MOTO / 5G-Mobilfunk

Mit der Einführung von LTE als Mobilfunktechnik der 4. Generation bleiben die Anforderungen an den mobilen Datenverkehr nicht stehen, sondern entwickeln sich schnell weiter. Bis 2020 wird prognostiziert, dass die Mobilfunknetze je Nutzer ein 10 bis 100 Mal höheres durchschnittliches Datenvolumen zu bewältigen haben und sich 10 bis 100 Mal mehr Geräte als im Jahr 2014 mobil vernetzen. Damit sind nicht nur die boomenden Smartphones und Tablets gemeint, sondern auch Smart-Watches, Life-Tracker, sowie vernetzte Autos und Elemente aus den Bereichen der Heim- und Industrieautomatisierung.

Das drängenstes Problem ist die geringe Kapazität der Netze. Wie sollen die Massen an Teilnehmern, die in die Mobilfunknetze strömen, adäquat versorgt werden?

Überlegungen für das kommende 5G-Mobilfunknetz

  • Device-to-Device-Kommunikation: Mobilfunkgeräte kommunizieren innerhalb einer Funkzelle direkt miteinander und entlasten so die Basisstation.
  • Verbesserung der Effizienz bei der Energieaufnahme und der Spektrumnutzung.
  • 3D-MIMO und Massive MIMO: Mehr Sende- und Empfangseinheiten in einem Endgerät.
  • Beamforming: Gezieltes "Anfunken" der Empfänger, wie es von WLAN bekannt ist.
  • Neue Modulationsverfahren, um auch kleine Lücken im Frequenzspektrum leichter nutzten zu können.
  • Small Cells: Besonders kleine Funkzellen in stark frequentierten Gebieten mit Frequenzbereichen, die ungünstige Ausbreitungsbedingungen haben.
  • Mesh-Network: Mobilfunkgeräte agieren als Relay-Stationen für andere Geräte mit schlechtem Empfang.
  • Software Defined Networking (SDN): Flexibleres Backbone-Netz.
  • Multi Carrier: Noch mehr gebündelte Frequenzbereiche.
  • WLAN-Offloading: Kombination von Frequenzen aus nicht-lizensierten Bändern mit lizensierten Frequenzbändern.

Weitere verwandte Themen:

Teilen:

Kommunikationstechnik-Fibel

Kommunikationstechnik-Fibel

Das will ich haben!