GSM - Global System for Mobile Communications
1982 wurde vom CEPT eine Arbeitsgruppe mit dem Namen Groupe Spéciale Mobile ins Leben gerufen, mit der Aufgabe eine Spezifikation für ein Europäisches Mobilfunksystem zu erarbeiten. Nachdem die Zuständigkeit für GSM mehrmals wechselte und die Spezifikation weltweiten Erfolg hatte, wurde aus GSM Global System for Mobile Communications bzw. zu Deutsch Globales System für mobile Kommunikation.
GSM sollte alle analogen Mobilfunknetze ersetzen. Im Jahr 1987 fiel dann auch die Entscheidung zu Gunsten der digitalen Technik. Im Sommer 1992 gingen dann die ersten Mobilfunknetze an den Start. Die ersten GSM-Netze arbeiteten im Frequenzbereich um 900 MHz. Etwas später kam dann die Technik für ein GSM-1800 im Frequenzbereich um 1800 MHz hinzu, das unter der Bezeichnung DCS-1800 bekannt ist.
Im Laufe der Zeit wurde GSM ständig weiterentwickelt. Es handelt sich also um einen kontinuierlichen Standardisierungsprozess. Im Jahr 2000 wurde GSM an 3GPP übergeben, die für die IMT-2000-Spezifikationen verantwortlich sind, wo auch UMTS dazugehört.
GSM in Deutschland
| Einrichtungsbeginn: | 1991 (Probebetrieb), Start im Sommer 1992 |
|---|---|
| Einsatzgebiet: | Deutschland, europaweites Roaming |
| Übertragung: | Sprache und Signaldaten digital |
| Endkapazität: | ca. 10 Millionen Teilnehmer |
| Standard: | GSM-900 |
Technische Merkmale
| Übertragungsverfahren: | TDMA (Time Division Multiple Access) |
|---|---|
| Frequenzbereich (Oberband): | 935 ... 960 MHz |
| Frequenzbereich (Unterband): | 890 ... 915 MHz |
| Kanalabstand: | 250 kHz |
| Kanäle pro Cluster: | 100 (durch Zeitmultiplex sind auf jedem Kanal 8 Verbindungen/Gespräche möglich) |
GSM-Systeme und Frequenzbereiche
| System | Name | Frequenzen | Einsatz |
|---|---|---|---|
| GSM-900 | Global System for Mobile Communications | 890...915 MHz (Uplink) 935...960 MHz (Downlink) |
D-Netze in Deutschland |
| GSM-R | Global System for Mobile Communications | 876...880 MHz (Uplink) 921...925 MHz (Downlink) |
Bahnfunk |
| DCS-1800 | Digital Communication System | 1710...1785 MHz (Uplink) 1805...1880 MHz (Downlink) |
E-Netze in Deutschland |
| PCS-1900 | Personal Communication System | 1850...1910 MHz (Uplink) 1930...1990 MHz (Downlink) |
Netze in den USA |
GSM-900-Systeme funken in den Hauptfrequenzbändern 890 bis 915 MHz (Upload) und 935 bis 960 MHz (Downlink). Diese Frequenzen werden von den D-Netzen in Deutschland genutzt. Zusätzlich dazu gibt es die Erweiterungs-Frequenzbänder 880 bis 890 MHz und 925 bis 935 MHz. Für den Bahnfunk GSM-R sind die Frequenzen 876 bis 880 MHz und 921 bis 925 MHz reserviert.
Die DCS-1800-Systeme funken in Frequenzbändern 1710 bis 1785 MHz und 1805 bis 1880 MHz. Diese Frequenzen werden von den E-Netzen in Deutschland genutzt. Im Jahr 1999 haben die beiden D-Netz-Betreiber zusätzliche Frequenzbereiche für DCS-1800 erworben um Engpässe in den GSM-900-Frequenzbereichen auszugleichen und in Gegenden mit hoher Mobilfunklast mehr Kapazität zu Verfügung zu stellen.
Da es sich bei GSM-900 und DCS-1800, bedingt durch die unterschiedlichen Frequenzbereiche, um unterschiedliche Techniken handelt, sind Dualband-Handys für die Nutzung beider Frequenzbereiche nötig. In der Regel sind alle in Deutschland verkaufte Handys Dualband-fähig. Einige davon beherrschen auch UMTS.
GSM-Technik
- DCS - Digital Cellular System
- GSM-Netzarchitektur
- GSM-Funkschnittstelle
- GSM-Gateway
- GSM-R / GSM-Rail
Datenübertragung im GSM-Netz
- Datenübertragung im Mobilfunknetz
- CSD - Circuit Switched Data
- HSCSD - High Speed Circuit Switched Data
- GPRS - General Packet Radio Service
- EDGE - Enhanced Data Rates for GSM Evolution
Weitere verwandte Themen:
- Die Geschichte des Mobilfunks
- Grundlagen Mobilfunk
- Sprach-Codecs im Mobilfunk
- Funknetze / Funksysteme
- UMTS - Universal Mobile Telecommunications System
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