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EDGE - Enhanced Data Rates for GSM EvolutionEDGE ist keine eigenständige Übertragungstechnik wie HSCSD, GPRS oder UMTS, sondern eine Erweiterung zur Beschleunigung von GPRS oder HSCSD. Es gibt mit EDGE die Varianten Enhanced GPRS (EGPRS) und Enhanced CSD (ECSD). EGPRS hat insbesondere für den Netzbetreiber den Vorteil, dass mit weniger Kanälen die gleiche Übertragungsrate wie bei GPRS erreicht werden kann. Um die Nutzdatenrate deutlich zu steigern ist jedoch ein Eingriff in die GSM-Übertragungstechnik notwendig. Deshalb hat EDGE für die GSM-Mobilfunkbetreiber nicht nur Vorteile. Auf der Netzseite müssen die Basis- und Transceiverstationen die EDGE-Modulation beherrschen und die Sendeverstärker angepasst werden. Im ungünstigsten Fall müssen die Basis- und Tranceiverstationen umgerüstet werden. Aber mit relativ geringem Aufwand eignet sich EDGE als kostengünstige Alternative zu UMTS. Denn alle anderen GPRS-Netzkomponenten funktionieren auch mit EGPRS. Viele Handys mit GPRS können auch EGPRS Es müssen also keine neuen Geräte gekauft werden. Dieser Vorteil kann für viele Anwender entscheidend sein. Übertragungsgeschwindigkeit von EDGEDie theoretische Maximalrate bei EDGE (EGPRS - Enhanced General Packet Radio Service) liegt bei rund 470 kBit/s. Bei maximal vier gebündelten Zeitschlitzen im Downlink (Empfangsrichtung) lassen sich bis zu 236,8 kBit/s empfangen. Im Uplink (Senderichtung) sind es maximal 118,4 kBit/s. Damit ist EDGE in Sendereichtung sogar schneller als UMTS mit nur 64 kBit/s. Das sind allerdings theoretische Werte, die ja nach Sende- und Empfangsbedingungen weit darunter liegen. ÜbertragungstechnikIm GSM-Funk werden die Übertragungsfrequenzen in Zeitschlitze bzw. Kanäle aufgeteilt. Ein Telefongespräch nutzt nur einen Kanal. GPRS und HSCSD benutzen mehrere Zeitschlitze bzw. GSM-Kanäle gleichzeitig. Die Kanäle dürfen aber nur genutzt werden, wenn sie für die Sprachverbindungen nicht gebraucht werden. Das Netz kann einen mit GPRS oder HSCSD genutzten Kanal jederzeit entziehen. Übertragungsraten aus der PraxisEGPRS verhält sich ähnlich wie UMTS. Es braucht immer zwei bis drei Sekunden, bis es seine volle Datenrate erreicht hat. Beim Empfang von kleinen Dateien, zum Beispiel beim Surfen, macht sich das als unangenehme Verzögerung bemerkbar. Die Pingzeiten bzw. Antwortzeiten liegen zwischen 300 und 400 Millisekunden. Das liegt zwischen GPRS und UMTS. Also, nichts für Online-Spieler und nur beschränkt tauglich für VoIP.
Multislot-Klassen von GPRS und EGPRSDie Multislot-Klassen definieren die Anzahl der bündelbaren Kanäle, sowie die maximalen Kanäle in Sende- und Empfangsrichtung. Die Multislot-Klassen müssen vom Handy, wie auch vom Mobilfunknetz unterstütz werden.
Coding SchemesWeil in der Praxis die hohen Coding Schemes eine zu geringe Toleranz für Übertragungsfehler haben, wird in Deutschland maximal CS2 eingesetzt.
EDGE-NetzausbauIn einigen Ländern Europas wurde viel Geld für UMTS-Lizenzen ausgegeben. Diese Kosten und die für den Netzausbau müssen erst wieder hereingeholt werden. Aus dieser Sicht macht es Sinn EDGE zu übergehen und von GSM bzw. GPRS gleich zu UMTS überzugehen. Trotzdem ist in einigen Ländern Europas EDGE verfügbar. Z. B. in Frankreich, Österreich, Schweiz, Italien und in vielen Ländern Osteuropas werden dünn besiedelte Gebiete mit EDGE versorgt. Häufig lohnt sich dort ein UMTS-Ausbau nicht. Dort ist EDGE neben GPRS eine willkommene Alternative. Auch in den USA ist EDGE bereits etabliert. GSM-Technik
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