GSM-R / GSM-Rail

GSM-R bzw. GSM-Rail ist eine Weiterentwicklung von GSM, die auf die Anforderungen von Eisenbahnbetrieben ausgerichtet ist. International soll ein einheitliches digitales Eisenbahnsicherungs- und Kommunikationssystem eingeführt werden. Für Passagiere steht GSM-R nicht zur Verfügung.
Im Jahr 1997 haben sich 32 europäische Bahnverwaltungen geeinigt, auf 150.000 von 250.000 Streckenkilometer GSM-R einzuführen. Bis 2013 soll 90% des Ausbaus abgeschlossen sein. Mit der Einführung von GSM-R wird ein veraltetes analoges Übertragungsverfahren (Zugfunk/Bahnfunk) abgelöst, das wichtige Signal- und Geschwindigkeitsinformationen in den Zugführerstand übermittelt hat. Durch GSM-R empfängt der Zugführer wichtige Signal- und Betriebsinformationen.

Anwendungen

  • geringere Abstände zwischen einzelnen Zügen
  • schnellere Abfertigung an Grenzen
  • Fahrzeitverkürzungen für den Güter- und Personenverkehr
  • Fracht-Tracking
  • elektronische Fahrgastinformationen in Zügen
  • mobiler Fahrkartenverkauf mit Sitzplatzreservierung

Deutsche Bahn

Durch den Wechsel von dem derzeit benutzten Sprach- und Datennetzwerk zu der vereinheitlichten, auf digitalen Radiofrequenzen basierenden GSM-R-Plattform will die Deutsche Bahn AG die Betriebskosten senken.
Das digitale Funksystem hatte die Bahn 2005 in Zusammenarbeit mit Nortel gestartet. Bei der Deutschen Bahn werden gut 20.000 Streckenkilometer mit GSM-R-Zugfunk betrieben (Stand: Anfang 2008).

Frequenzbereich

  • 876...880 MHz (Uplink)
  • 921...925 MHz (Downlink)

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