![]() |
||
|
|
Telefonie / FernsprechübertragungDer Begriff Telefonie bezeichnet einen Kommunikationsdienst, bei dem Sprache übertragen wird. Als Endgerät dient uns dazu ein Telefon, die Tätigkeit selber bezeichnen wir als Telefonieren. Telefonieren kann man heute auf drei Arten. Während vor ein paar Jahrzehnten noch das Festnetz (Telefonnetz) das alleinige Netz zum Telefonieren war, ist heute der Mobilfunk gesellschaftlich voll etabliert. Mit zunehmender Verbreitung von Breitband-Zugängen ist auch Voice-over-IP für viele Nutzer interessant geworden. In der Hauptsache, um damit günstiger, manchmal sogar kostenlos zu telefonieren. Genau genommen ist Voice-over-IP die Technik, die dafür sorgen wird, dass alle Netze in paketvermittelnde Netze umgebaut werden und darüber parallel zu anderen Anwendungen auch noch Sprache übertragen wird. Grundlagen der FernsprechübertragungDie Art und Weise der Übermittlung von Sprachinformationen über das Fernsprechnetz wird mit dem Begriff Fernsprechübertragungstechnik bezeichnet. Fernsprechkanal
Digitalisierung der SpracheDie Digitalisierung der Sprache umfasst 3 Schritte: Sampling, Quantisierung und Kodierung. Die ersten Verfahren zur Digitalisierung von analogen Sprachsignalen stammt aus der Zeit des zweiten Weltkriegs. Man bezeichnet es heute als Pulse Code Modulation (PCM). SamplingBeim Sampling wird das analoge Sprachsignal 8000 mal in der Sekunde abgetastet. Dabei entstehen pro Tastung ein Sprachprobe (Sample). Danach wird diese Sprachprobe in einen digitalen Wert umgewandelt. Diesen Vorgang nennt man Quantisierung, der der eigentlichen Digitalisierung entspricht. Für das analoge Sprachsignal verwendet man 8 Bit pro Sample. Als diese Technik entwickelt wurde, konnten die damaligen Computer nicht mehr als 8 Bit verarbeiten. Auch heute noch hat sich an diesem Wert nichts geändert, auch wenn die Technik heute viel weiter ist. Doch für eine ordentliche Sprachqualität reicht das vollkommen aus. Im letzten Schritt werden die digitalen Signale kodiert, um sie übertragen zu können. Auf diese Weise entsteht ein Signal, das 64 kBit/s (8000 Samples pro Sekunde x 8 Bit/Sekunde) entspricht und sehr robust und unempfindlich gegenüber Störungen ist. QuantisierungEin Bestandteil der Wandlung von analogen Signale in digitale Signale ist die Quantisierung oder Quantization. Dabei werden analoge Signale in entsprechende digitale Signale umgewandelt. Dabei wird berücksichtigt, dass analoge Signale jeden möglichen Wert zwischen zwei fest definierten Werten einnehmen kann. Digitale Signale haben jedoch binären Ursprung und kennen im Prinzip nur zwei Zustände. Und genau hier kommt die Quantisierung zum Einsatz. Quantisierung hat jedoch den Nachteil, dass sie nicht jeden möglichen analogen Wert in einen digitalen Wert umwandeln kann. Ein Beispiel: Geht man davon aus, dass ein analoges Signal einen Wert zwischen 1 und 2 annehmen kann. Also auch 1,1, 1,2 und so weiter. Weiterhin gehen wir davon aus, dass ein digitales Signal einen Zustand von 1 oder 2 einnehmen kann. Wenn man ein analoges Signal, egal welcher Wert zwischen 1 und 2 in einen digitalen Wert von 1 oder 2 umwandeln will, dann hat man ein Problem. Beträgt der analoge Wert 1 oder 2, dann ist es einfach. Doch was ist, wenn der analoge Wert 1,5 entspricht. Welchen digitalen Wert nimmt man? 1 oder 2? An dieser Stelle trifft man auf das eigentliche Problem bei der Umwandlung von analogen in digitale Signale. In der Regel nimmt man so viele digitale Werte um ein analoges Signal möglichst originalgetreu nachbilden zu können. KodierungDie Kodierung ist die eigentliche Digitalisierung. Die Kodierung bildet die durch Sampling erzeugte Sprachprobe in einen digitalen Code ab. Je feiner man das analoge Signal auflöst, desto mehr Stellen muss der Code haben. Dadurch wird die digitale Datenmenge größer. Und je größer die Datenmenge, desto mehr Kapazität muss der Speicherplatz oder der Übertragungsweg haben. Vermittlungstechnik
Die Kommunikation im Telefonnetz besteht aus drei Phasen:
Für die Abwicklung der Kommunikation sind die Vermittlungsstellen des Telefonnetzes zuständig. Weitere verwandte Themen:
Bookmark
|