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Multi-Core / Mehrkern-ProzessorenParallelrechnen und Multi-Core-Prozessoren sind Prinzipien, die seit Anfang der 90er Jahren in Superrechnern Einzug hielten. Diese Systeme sind bis heute Multi-Prozessor-Systeme. Die dort verwendeten Verfahren finden ihren Weg auch in Personal Computer. Statt mehrere Prozessoren wird die Parallelisierung direkt im Prozessor vorgenommen. Das bedeutet, dass in einen Prozessor mehrere Prozessor-Kerne eingebaut werden. Man bezeichnet diese Prozessoren als Multi-Core- oder Mehrkern-Prozessoren. Je nach Anzahl der Kerne gibt es abgewandelte Bezeichnungen, die darauf hindeuten, wie viele Kerne im Prozessor integriert sind.
Seit der Einführung von Doppelkern-Prozessoren hat sich die Computer-Infrastruktur entscheidend weiterentwickelt, wodurch Multi-Core-Prozessoren immer sinnvoller werden. So sind SATA-II-Festplatten in der Lage per Native Command Queuing (NCQ) Zugriffe in ihrer Reihenfolge zu verändern und dadurch Datenanforderungen von mehreren Prozessorkernen zu bearbeiten. Ebenso PCI Express, auf dem mehrere Datentransfers parallel ablaufen können. Vom Takt-orientierten Prozessor zum Mehr-Kern-ProzessorDas immer schnellere Taktraten bei Prozessoren auch Nachteile bringen, das haben auch die Prozessor-Hersteller erkannt. Probleme macht vor allem die Wärmeentwicklung, die durch die Leckströme in den kleinen Transistor-Strukturen und durch hohe Taktraten verursacht werden. Herkömmliche Kühlmaßnahmen mit dicken Kühlkörpern und schnell drehenden Lüftern bringen nicht mehr viel. Die Computer werden dadurch nur noch lauter. Typische Anwendungen für Single-Core-Prozessoren
Bei typischen Desktop-Anwendungen, wie Office, Internet, E-Mail oder Spielen bringt ein schneller getakteter Single-Core-Prozessor mehr Leistung, als ein Multi-Core-Prozessor. Typische Multi-Threading-Anwendungen für Multi-Core-Prozessoren
Auswirkungen auf die Prozessor- und Computer-ArchitekturDie üblichen Multi-Core-Architekturen bauen darauf, dass sich die Prozessor-Kerne den Cache und Arbeitsspeicher teilen. Je mehr Kerne ein Prozessor hat, desto mehr Speicher bzw. mehr Bandbreite zum Speicher ist erforderlich. Zukünftige EntwicklungWenn die Entwicklung bei den Multi-Core-Prozessoren voranschreitet, dann wird irgendwann für jede laufende Anwendung oder Prozess ein eigener Prozessorkern, also eine Recheneinheit zur Verfügung stehen. Dafür braucht es natürlich auch Software, die das ganze koordiniert und eine Hardware, die das unterstützt. Dazu gehört die Verteilung der Daten auf mehrere Prozessorkerne. Man nennt das auch die "Automatische Parallelisierung". In 3D-Software wird die Parallelrechentechnik schon länger verwendet und wesentlich besser ausgenutzt, als in den üblichen Computer-Anwendungen. Grundlagen der Multi-Core-TechnikWeitere verwandte Themen:Bookmark
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