Kundenmeinung: Die Computertechnik-Fibel ist wirklich verständlich geschrieben, frei von Ballast und ein tolles Nachschlagewerk. Insgesamt ein sehr empfehlenswertes Buch.
Der Cache ist ein spezieller Puffer-Speicher, der zwischen dem Arbeitsspeicher und dem Prozessor liegt.
Damit der Prozessor nicht jeden Programm-Befehl aus dem langsamen Arbeitsspeicher holen muss, wird gleich ein ganzer Befehls- oder Datenblock in den Cache geladen. Die Wahrscheinlichkeit, dass die nachfolgenden Programmbefehle im Cache liegen, ist sehr groß, da die Programm-Befehle nacheinander abgearbeitet werden.
Erst wenn alle Programm-Befehle abgearbeitet sind oder ein Sprungbefehl zu einer Sprungadresse außerhalb des Caches erfolgt, dann muss der Prozessor auf den Arbeitsspeicher zugreifen. Deshalb sollte der Cache möglichst groß sein, damit der Prozessor die Programm-Befehle ohne Pause hintereinander ausführen kann.
L1-Cache / First-Level-Cache
In der Regel ist der L1-Cache nicht besonders groß. Aus Platzgründen bewegt er sich in der Größenordnung von 16 bis 64 kByte. Meistens ist der Speicherbereich für Befehle und Daten voneinander getrennt. Die Bedeutung des L1-Caches wächst mit der höheren Geschwindigkeit der CPU.
Im L1-Cache werden die am häufigsten benötigten Befehle und Daten zwischengespeichert, damit möglichst wenige Zugriffe auf den langsamen Arbeitsspeicher erforderlich sind. Dieser Cache vermeidet Verzögerungen in der Datenübermittlung und hilft eine CPU optimal auszulasten.
L2-Cache / Second-Level-Cache
Im L2-Cache werden die Daten des Arbeitsspeichers (RAM) zwischengespeichert.
Über die Größe dieses Caches versorgen die Prozessorhersteller die unterschiedlichen Marktsegmente mit speziell modifizierten Prozessoren. Ein Prozessor mit sehr großen L2-Cache ist teuer herzustellen. Deshalb war der L2-Cache auch schon mal außerhalb des Prozessor-Kerns angeordnet.
Die Wahl zwischen einem Prozessor mit mehr Taktgeschwindigkeit oder einem größeren L2-Cache lässt sich wie folgt, vereinfacht ausgedrückt, beantworten. Mit einem höheren Takt laufen einzelne Programme, insbesondere mit hohem Rechenbedarf, schneller. Sobald mehrere Programme gleichzeitig laufen, ist ein größerer Cache von Vorteil. In der Regel sind normale Desktop-Computer mit einem Prozessor mit einem großen Cache besser bedient, als mit einem Prozessor mit einer hohen Taktrate.
L3-Cache / Third-Level-Cache
Der L3-Cache ist ein Cache-Speicher, der zum ersten mal im Prozessor K6-3 von AMD Anwendung fand. Allerdings optional und außerhalb des Prozessors auf dem Motherboard. In der Regel verwenden Multicore-Prozessoren einen integrierten L3-Cache.
Mit dem L3-Cache kann das Cache-Koheränz-Protokoll von Multicore-Prozessoren viel schneller arbeiten. Dieses Protokoll gleicht die Caches aller Kerne ab, damit die Datenkonsistenz erhalten bleibt. Der L3-Cache hat also weniger die Funktion eines Caches, sondern soll das Cache-Koheränz-Protokoll und den Betrieb des Switches vereinfachen und beschleunigen.
Inklusiv-Cache und Exklusiv-Cache
Mit den Multicore-Prozessoren kamen die Begriffe Inklusiv- und Exklusiv-Cache auf.
Inklusiv-Cache bedeutet, dass Daten im L1-Cache auch im L2- und L3-Cache vorhanden sind. So lässt sich die Datenkonsistenz zwischen den Kernen leichter sicherstellen. Im Vergleich zum Exklusiv-Cache wird etwas Speicherkapazität verschenkt, weil die Daten redundant im Speicher liegen.
Exklusiv-Cache bedeutet, der Cache steht einem Prozessor-Kern exklusiv also für ihn alleine zur Verfügung. Er muss den Cache nicht mit einem anderen Kern teilen. Ein Nachteil davon ist, dass mehrere Prozessor-Kerne untereinander dann nur auf einem Umweg Daten miteinander austauschen können.
Write-Trough
Das ist das Verfahren bei dem der Second-Level-Cache die Daten sofort in den Arbeitsspeicher schreibt. Die Steuerung für den Schreibvorgang wird vom Cache übernommen. Der Prozessor kann in dieser Zeit weiterarbeiten.
Write-Back
Das ist das Verfahren bei dem der Second-Level-Cache dem Prozessor mitteilt, das die Daten in den Arbeitsspeicher geschrieben sind.
Write-Allocation
Write-Allocation ist ein Cache-Verwaltungsstrategie. Bei Schreibvorgängen auf Adressen, die nicht im Cache vorhanden sind, führt das dazu, dass die Daten zuerst in den Cache gelesen werden. Der Schreibvorgang erfolgt dann nur noch auf den Cache.
Write-Allocation muss im BIOS eingeschaltet sein.
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Kundenmeinung: Die Kommunikationstechnik-Fibel ist sehr informativ und verständlich. Genau das habe ich schon seit langem gesucht. Endlich mal ein Buch, das kurz und bündig die moderne Informationstechnik beleuchtet.