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VirtualisierungVirtualisierung ist eine Hardware-Unterstützung, die den Betrieb virtueller Computer auf einem Computer erleichtert oder beschleunigt. Mit der Virtualisierung kann man mehrere Software-Systeme auf einer Hardware laufen lassen. Das können zum Beispiel unterschiedliche Betriebssysteme sein. Virtualisierung macht dann Sinn, wenn ein Hardware-System nicht ausgelastet ist und die Ressourcen parallel für andere Systeme genutzt werden sollen. Auf den ersten Blick scheint Virtualisierung nur etwas für Server zu sein. Doch auch normale Anwender können davon profitieren. Zum Beispiel zwei Umgebungen für das Arbeiten mit dem Computer. Das eine ganz normal und das andere nur in Verbindung mit dem Internet. Hat sich das Internet-System Würmer oder Viren eingefangen, wird es gelöscht und neu aufgesetzt. So etwas lässt sich zum Beispiel bei jedem Systemstart automatisieren. So hat man immer ein sauberes System. Das könnte auch soweit gehen, dass unsichere Programme in einer eigenen Umgebung laufen, damit das Betriebssystem von außen nicht angreifbar ist. Hardware-UnterstützungBisher war Virtualisierung reine Software-Sache. Doch mit Mehrkernprozessoren und Virtualisierungsunterstützung durch den Prozessor wird Virtualisierung Alltags-tauglich. Da eine steigende Taktfrequenz bei Prozessoren so einfach nicht möglich ist, sind die Prozessorhersteller, insbesondere Intel und AMD, auf alternative leistungssteigernder Techniken für Prozessoren angewiesen. Neben Mehrkern-Prozessoren, Multimedia-Erweiterungen und 64-Bit gelten Virtualisierungs-Funktionen als die bahnbrechende Entwicklung. Typischerweise versteht man unter Virtualisierung die Prozessor-Virtualisierung. Neben der Prozessor-Virtualisierung gibt es auch noch andere Möglichkeiten. Dazu zählt zum Beispiel das Partitionieren von Festplatten oder die Netzwerk-Virtualisierung durch VLAN. Intel Vanderpool Technology (VT-x)Vanderpool Technology ist die Virtualisierungsunterstützung von Intel, die seit November 2005 in den beiden Prozessoren Pentium 4 662 und 672 eingebaut eingebaut wurde. Im Laufe des Jahres 2006 wurden auch die anderen Prozessor-Typen Centrino (Yonah), Pentium D (Presler), Pentium 4 und Celeron (Cedar Mill), die Xeon- und Itanium-Reihe mit VT ausgestattet. AMD Pacifica (AMD-V)Pacifica ist die Virtualisierungsunterstützung von AMD, die seit 2006 in den AMD-Prozessoren eingebaut ist. Im Zusammenhang mit Pacifica wird auch immer die Sicherheitsfunktionen Presidio genannt. Beide Techniken hängen eng miteinander zusammen. Was bringen VT-x (Intel) und AMD-V?Hinweis: Die folgende Beschreibung ist stark vereinfacht und allgemein gehalten. Ein Prozessor ist normalerweise darauf ausgelegt nur ein Betriebssystem auszuführen. Wenn ein Computersystem nun neben einem Host- auch ein Gast-Betriebssystem (virtuelle Maschine) beherbergt, dann ist es ohne Änderungen am Original-Code nicht möglich, bei der Befehlsausführung zwischen Host und Gast zu unterscheiden. Wenn bestimmte Instruktionen auf die gleiche Ressource zugreifen, dann kann es zu Abstürzen und Datenverlust kommen. Schon recht einfache Instruktionen, wie das Sichern und Schreiben von Statusregistern im Prozessor, können zu Problemen führen. Viel besser ist die Virtualisierungsunterstützung durch den Prozessor. Dadurch wird die Virtualisierung etwas schneller (Geschwindigkeitsvorteil). Das hilft vor allem "einfachen" Virtualisierungslösungen. Viel wichtiger ist, dass unter einem 32-Bit-Betriebssystem auch ein 64-Bit-Gastsysteme ausgeführt werden kann, wenn der Prozessor Virtualisierung unterstützt. Denn mit speziellen Virtualisierungsinstruktionen lassen sich die virtuellen Maschinen in eine Umgebung verschieben, wo das Durchsuchen auf problematische Instruktionen nicht mehr nötig ist. Betriebssystem-Virtualisierung
System-Virtualisierung
HypervisorDer Hypervisor ist ein Betriebssystem für ein Betriebssystem. Er bildet eine Virtualisierungsschicht, die es ermöglicht, mehrere Betriebssysteme gleichzeitig auf einem Computersystem zu betreiben. So gesehen handelt es sich dabei um eine Art der System-Virtualisierung. Der Hypervisor wird auch als Virtual Machine Monitor (VMM) bezeichnet. Es gibt bereits verschiedene Betriebssysteme, die ein Hypervisor sind. Die Anbieter versuchen jeweils ihr System als Standard-Hypervisor durchzusetzen:
Während auf einem Server, mit seinen Standard-Schnittstellen, ein Hypervisor leicht umzusetzen ist, gelingt das auf einem Desktop-Computer nur mit viel Mühe. Dort übernehmen Gerätetreiber oftmals die Arbeit der angeschlossenen Geräte. Das bedeutet, der Prozessor ist für die Erledigung der Aufgaben mit einbezogen. Der Hypervisor selber stellt eine Abstraktionsschicht zur Verfügung, die den Zugriff der Treiber auf die Hardware verhindert. Damit ist sichergestellt, dass sich die verschiedenen Betriebssysteme nicht gegenseitig in die Quere kommen. AnwendungenVirtuelle Computer sind eher selten im Einsatz. Es werden aber schon konkrete Anwendungen diskutiert. Einiges davon ist jetzt schon möglich. Mit einem neuen Software-Zweig ist zu rechnen.
Virtualisierung in der Server-Umgebung
Virtualisierung in der Desktop-Umgebung
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