Kennzeichnung von Widerständen mit Widerstandsfarbcode

Bei Festwiderständen unterscheidet man grob gesehen Schichtwiderstände und Drahtwiderstände. Bei den Schichtwiderständen unterscheidet man noch zwischen Kohleschichtwiderständen und Metallfilmwiderständen.
Kohleschichtwiderstände haben meist einen Beige (Mischung aus Weiß und Braun) gefärbten Widerstandskörper und weisen typischerweise 4 Ringe auf. Metallfilmwiderstände haben meist einen Hellblau gefärbten Widerstandskörper und weisen typischerweise 5 Ringe auf.

Die Ringe entsprechen einem internationalen Farbcode zur Kennzeichnung und Bestimmung des Widerstandswertes in Ω, sowie der Toleranz dieses Wertes.

Widerstandsfarbcode-Tabelle

Widerstandsfarbcode-Tabelle

  • Bei Widerständen mit 4 Ringen sind die ersten beiden Ringe der Wert, der dritte Ring ist der Multiplikator. Der vierte Ring kennzeichnet die Toleranz.
  • Bei Widerständen mit 5 Ringen sind die ersten drei Ringe der Wert, der vierte Ring ist der Multiplikator. Der fünfte Ring kennzeichnet die Toleranz.
  • Bei Widerständen mit nur 3 Ringen sind die ersten beiden Ringe der Wert, der dritte Ring ist der Multiplikator. Die Toleranz beträgt 20%.
  • Bei Widerständen mit 6 Ringen sind die ersten drei Ringe der Wert, der vierte Ring ist der Multiplikator. Der fünfte Ring kennzeichnet die Toleranz. Und der zusätzliche Ring kennzeichnet den Temperatur-Koeffizienten.

Widerstandsbestimmung mit der Widerstandsfarbcode-Tabelle

  1. Bevor man mit der Widerstandsbestimmung anfängt, muss man zählen, wie viele Farbringe auf dem Widerstand aufgebracht sind. Kohleschichtwiderstände haben üblicherweise 4 Ringe. Metallschichtwiderstände haben 5 Ringe. Bei Widerständen mit 5 Ringen ist der Widerstandswert etwas genauer angegeben.
  2. Dann muss man feststellen welcher Ring der erste ist. Üblicherweise versucht man herauszufinden, welcher Ring der letzte Ring ist. Es ist der Toleranzring, der angibt, wieviel Prozent der bestimmte Widerstandswert vom tatsächlichen Widerstandswert abweichen darf.
  3. Meistens hat der Toleranzring die Farbe Gold. Wenn es diese Farbe nicht gibt, dann muss man auf die beiden äußeren Ringe achten. In der Regel hat einer einen größeren Abstand zum Körperende. Das ist der Toleranzring.
  4. Dann beginnt man von vorne an den Widerstandswert zusammenzusetzen. Die Farben haben bestimmte Werte. Der erste und der zweite Ring bestimmen den Widerstandszähler (beim Kohleschichtwiderstand, 4 Ringe). Der dritte Ring dient als Multiplikator. Er bestimmt wie hoch der Widerstandswert ist.
  5. Der vierte Ring ist der Toleranzring, der die Abweichung des Widerstandswerts bestimmt (beim Kohleschichtwiderstand, 4 Ringe).

Hinweis: Die Farben Gold und Silber enthalten Metallpigmente, die man an Hochspannungswiderständen nicht mag. Deshalb gilt hier für die Toleranzringe 5% Gelb statt Gold und 10% Weiß statt Silber.

Widerstandsbestimmung (4 Ringe) bei Kohleschichtwiderständen

Ringfarbe 1. Ring 2. Ring 3. Ring (Multiplikator) 4. Ring (Toleranz)
  schwarz 0 0 - -
  braun 1 1 × 10 1 %
  rot 2 2 × 100 2 %
  orange 3 3 × 1.000 -
  gelb 4 4 × 10.000 -
  grün 5 5 × 100.000 0,5 %
  blau 6 6 × 1.000.000 0,25 %
  violett 7 7 × 10.000.000 0,1 %
  grau 8 8 - -
  weiß 9 9 - -
  gold - - × 0,1 5 %
  silber - - × 0,01 10 %

Widerstandsbestimmung (5 Ringe) bei Metallschichtwiderständen

Ringfarbe 1. Ring 2. Ring 3. Ring 4. Ring (Multiplikator) 5. Ring (Toleranz)
  schwarz 0 0 0 - -
  braun 1 1 1 × 10 1 %
  rot 2 2 2 × 100 2 %
  orange 3 3 3 × 1.000 -
  gelb 4 4 4 × 10.000 -
  grün 5 5 5 × 100.000 0,5 %
  blau 6 6 6 × 1.000.000 0,25 %
  violett 7 7 7 × 10.000.000 0,1 %
  grau 8 8 8 - -
  weiß 9 9 9 - -
  gold - - - × 0,1 5 %
  silber - - - × 0,01 10 %

Festwiderstände

Ein Festwiderstand ist das Bauelement in der Elektronik, mit dem der elektrische Widerstand als physikalische Größe baulich realisiert wird. Mit einem Widerstand kann man Strom und Spannung in einer Schaltung begrenzen und bestimmte Spannungs- und Stromwerte an bestimmten Punkten in einer Schaltung einstellen.

Genormte Widerstandsreihen nach IEC

Festwiderstände gibt es nicht mit jedem Widerstandswert. Sie werden ausschließlich nach den international gültigen IEC-Normreihen hergestellt. Die Widerstandswerte sind in sogenannten E-Reihen festgelegt. Zum Beispiel E3, E6, E12, E24, E48 und E96. Je höher die E-Reihe, desto mehr unterschiedliche Widerstandswerte sind enthalten. In der Regel reichen die Werte aus den E-Reihen von E12 oder E24 aus.

Übersicht: Widerstände

Kennzeichnung von elektronischen Bauelementen

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