Raspberry Pi: Raspbian (veraltet)

Rasbian war die offiziell empfohlene Linux-Distributionen für den Raspberry Pi, bevor sie in „Raspberry Pi OS“ umbenannt wurde. Rasbian basiert auf der Linux-Distribution Debian, bei dem auf einen stabilen und sicheren Betrieb sehr viel Wert gelegt wird. Gleichzeitig wird jede Menge Software bereits vorinstalliert mitgeliefert. Außerdem hat man Zugriff auf ein Repository (Software-Archiv) und kann viele Programme ohne Mühe nachinstallieren.

Hinweis: Bei Debian handelt es sich um eine von Ian Murdock ins Leben gerufene Linux-Distribution, die auf dem Linux-Kernel und den GNU-Tools beruht. Debian ist wegen seiner stabilitätsorientierten Release-Politik (neue Updates und Versionen) bei vielen Administratoren beliebt. Auf dem Desktop ist die Variante Ubuntu relativ weit verbreitet.

Raspbian Wheezy

Die erste Version bzw. das erste Release von Raspbian war Raspbian Wheezy, dass auf Debian Wheezy basierte. Viele alte Anleitungen und Tutorials, die man im Internet findet, sind immer noch für Raspbian Wheezy geschrieben und selten auf neue Raspbian-Versionen übertragbar.

Hinweis: Raspbian Wheezy sollte man nicht mehr verwenden, weil es nicht mehr gepflegt wird.

Raspbian Jessie

Raspbian Jessie ist die zweite Version (Release) von Raspbian, basierend auf Debian Jessie. Bei der Variante „Raspbian Jessie with PIXEL" handelt es sich um ein normales Raspbian Jessie mit einer Ressourcen-schonenden grafischen Desktop-Oberfläche mit der Bezeichnung PIXEL. Es wir beim Booten standardmäßig gestartet.
PIXEL steht für "Pi Improved Xwindows Environment, Lightweight" und wurde am 28.09.2016 veröffentlicht. PIXEL ist also kein neues Raspbian, sondern enthält eine angepasste grafische Desktop-Oberfläche, wie zum Beispiel KDE, GNOME, XFCE und LXDE. Genau genommen handelt es sich bei PIXEL um ein angepasstes LXDE, weshalb es auch ein Verzeichnis mit diesem Namen mit Konfigurationsdateien gibt.

Hinweis: Raspbian Jessie sollte man nicht mehr verwenden, weil es nicht mehr gepflegt wird.

Raspbian Stretch

Raspbian Stretch basiert auf Debian Stretch. Das Release "Stretch" existiert seit Sommer 2017. Seit Raspbian Stretch gibt es in drei Varianten zum Download.

Hinweis: Raspbian Stretch sollte man nicht mehr verwenden, weil es nicht mehr gepflegt wird.

Raspbian Buster

Raspbian Buster basiert auf Debian Buster. Das Release "Buster" gibt es seit Sommer 2019 und in drei Varianten zum Download.

Release-Upgrade bei Raspbian

Wenn es ein neues Raspbian-Release gibt, dann führt das dazu, dass es für das alte Release kaum noch Software-Updates gibt und deshalb irgendwann veraltet, fehlerhaft und der Betrieb unsicher wird.

Wer Raspbian installiert und individuell konfiguriert hat, der würde vielleicht gerne irgendwann einen Release-Wechsel (Upgrade) auf das nächste Release machen. Grundsätzlich ist das möglich.
Aber, ein Release-Wechsel hat zur Folge, dass umfangreiche Änderungen an der Software übernommen werden. Gemeint ist, dass fast alle Pakete (Bestandteile von Betriebssystem und Anwendungen) ausgetauscht werden. Die Änderungen in den Paketen sehen oft auch Änderungen in Konfigurationsdateien vor, weshalb hier immer manuelles Eingreifen erforderlich ist. Das heißt aber auch, dass nach einem Release-Wechsel nicht immer alles so funktioniert, wie man es gewohnt ist oder vorgesehen hat. Deshalb muss ein Release-Wechsel wohl überlegt sein. Eine vorherige Sicherungskopie des betreffenden Systems ist zwingend notwendig. Entweder, um das alte System wieder in Betrieb nehmen zu können, oder ein Sicherung der alten Konfigurationsdateien zu haben.

Erste Schritte mit Raspberry Pi OS (ehemals Raspbian)

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