hosts

Als das ARPANET entstand, bestand es aus wenigen hundert miteinander vernetzten Computern. Die Namen aller Computer waren zusammen mit der dazugehörigen IP-Adresse tabellarisch in der Datei hosts abgelegt. Der Inhalt der Datei wurde zentral vom Network Information Center (NIC) des Stanford Research Institute (SRI) verwaltet. Die Administratoren schickten Änderungen in ihren Teilnetzen per E-Mail an das NIC. Dieses pflegte die Änderungen in die zentrale hosts-Datei ein und stellte regelmäßig eine aktuelle Version der Datei hosts auf einem zentralen Computer zur Verfügung. Die lokalen Administratoren konnten sich die Datei herunterladen und in ihre Systeme einpflegen.

Diese Art der Verwaltung hatte mehrere Nachteile:

  • Das NIC hatte keinen Einfluss auf die Vergabe von Namen. Es war jederzeit möglich, das ein Name doppelt vergeben wurde.
  • Mit wachsendem ARPANET wurde die Verwaltung immer aufwendiger.
  • Es war nicht möglich die Datei hosts im gesamten Netzwerk aktuell zu halten.

Um die Probleme zu lösen, wurde ein Nachfolger gesucht, bei dem die Datenpflege lokal vorgenommen werden konnte, die Daten aber global verfügbar waren. Außerdem sollte sich das System selber dynamisch aktualisieren, um Eingriffe von außen so gering wie möglich zu halten. Der Namensraum sollte hierarchisch angeordnet sein und eindeutige Namen gewährleisten. So ist die erste Version von DNS 1984 von Peter Mockapetris entstanden.

Aufbau der Datei hosts

# Copyright (c) 1993-1999 Microsoft Corp.
#
# Dies ist eine HOSTS-Beispieldatei, die von Microsoft TCP/IP
# für Windows 2000 verwendet wird.
#
# Diese Datei enthält die Zuordnungen der IP-Adressen zu Hostnamen.
# Jeder Eintrag muss in einer eigenen Zeile stehen. Die IP-
# Adresse sollte in der ersten Spalte gefolgt vom zugehörigen
# Hostnamen stehen.
# Die IP-Adresse und der Hostname müssen durch mindestens ein
# Leerzeichen getrennt sein.
#
# Zusätzliche Kommentare (so wie in dieser Datei) können in
# einzelnen Zeilen oder hinter dem Computernamen eingefügt werden,
# aber müssen mit dem Zeichen '#' eingegeben werden.
#
# Zum Beispiel:
#
#      102.54.94.97     rhino.acme.com          # Quellserver
#       38.25.63.10     x.acme.com              # x-Clienthost

127.0.0.1       localhost

Die Datei hosts besteht aus einer tabellarischen Auflistung von IP-Adressen und Computernamen. Durch die Verwendung des #-Zeichens werden die einzelnen Einträge kommentiert. In der Datei dürfen keine doppelten Einträge vorkommen. Weder beim Namen, noch bei der IP-Adresse. Dabei muss berücksichtigt werden, dass die Einträge von oben nach unten abgearbeitet werden und der erste passende Eintrag für die Namensauflösung verwendet wird.
Die Verwendung der Datei hosts macht Dank DNS nur noch wenig Sinn. Vorsicht ist deshalb geboten, weil bei der Namensauflösung die Datei hosts vor dem DNS-Server abgefragt wird.
Üblicherweise enthält jede hosts-Datei standardmäßig den Eintrag 127.0.0.1 die auf den Name localhost zeigt. Die Datei selber lässt sich mit einem Text-Editor bearbeiten.

Übersicht: Namensauflösung

Weitere verwandte Themen:

Teilen:

Produktempfehlungen

Netzwerktechnik-Fibel

Netzwerktechnik-Fibel

Das will ich haben!