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Die Kommunikationstechnik-Fibel ist sehr informativ und verständlich. Genau das habe ich schon seit langem gesucht. Endlich mal ein Buch, das kurz und bündig die moderne Informationstechnik beleuchtet.

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Namensauflösung

Im TCP/IP-Netzwerk werden Stationen mit ihrer IP-Adresse angesprochen. Die IP-Adresse in binärer Form ist eine 32-Bit-Folge von 1en und 0en. Dadurch können digital arbeitenden elektronischen Schaltungen und Programmen de IP-Adressen schneller verarbeiten. Doch weder die 32-Bit-Folge, noch die IP-Adresse sind für das menschliche Gehirn einfach zu erfassen und zu merken. Der Mensch verwendet lieber Namen um eine Sache zu benennen und zu identifizieren. Diese Tatsache ist in den 70er-Jahren in das ARPANET, dem ursprünglichen Vorgänger des Internets, mit eingeflossen. Statt der IP-Adressen wurden Namen zur Adressierung von Computern verwendet. Diese waren für Menschen leichter zu merken und zu verstehen. Bis heute ist es jedoch nicht möglich, einen Computer direkt mit seinem Namen über das Netzwerk anzusprechen. Für ihn besteht die Welt immer noch aus Bit und Byte. Und deshalb braucht er immer eine binäre Adresse. Aus diesem Grund wurden mehrere Methode entwickelt, um eine Namensauflösung von Namen in numerische Adressen zu realisieren.

hosts

Jedes TCP/IP-Betriebssystem hat eine Datei mit dem Namen hosts. In ihr sind die IP-Adressen und Namen tabellenartig aufgelistet.

lmhosts

Die Datei lmhosts ist ausschließlich in Windows-Betriebssystemen zu finden. Neben den IP-Adressen sind dort NetBIOS-Namen enthalten.

DNS - Domain Name System

DNS ist eine servergestützte Struktur zur Auflösung von Namen in IP-Adressen. Der Client, der einen DNS-Namen in eine IP-Adresse aufgelöst haben will, stellt eine Anfrage an den DNS-Server. Der DNS-Server verwaltet IP-Adressen und die dazugehörigen Namen in einer Datenbank. Ist ein Name dort nicht enthalten, befragt er einen übergeordneten DNS-Server, bis eine IP-Adresse an den anfragenden Client zurück geliefert werden kann.

WINS - Windows Internet Name Service

WINS ist ein plattformabhängiges, auf Windows-basierendes, System zur Namensauflösung. Es baut auf den NetBIOS-Dienst der Windows-Betriebssysteme auf. WINS wurde eingeführt, um die NetBIOS-Rundsprüche zur Namensauflösung zu reduzieren. Wie bei DNS greift der Client auf den WINS-Server zu, um einen Namen in eine IP-Adresse umzuwandeln.

Ablauf einer Namensauflösung

  1. Als erstes prüft der Client in seinem lokalen Cache, ob eine Adresse für den Namen vorliegt.
  2. Wenn nicht, sieht er in der Datei hosts nach.
  3. Findet er auch dort den Namen nicht stellt er eine Anfrage an den DNS-Server.

Zusätzliche Namensauflösung in Windows

  1. Findet die Suche über den DNS-Server die IP-Adresse nicht, wird der WINS-Server befragt.
  2. Kennt auch dieser den Namen nicht, wird ein NetBIOS-Rundspruch abgesetzt.
  3. Als letzter Strohhalm bei der NetBIOS-Namensauflösung ist die lmhosts-Datei.

Übersicht: Namensauflösung

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