H2U - Higher Capacity to UMTS

Aus Sicht von UMTS ist WLAN eine Konkurrenz. WLAN ist nicht nur schneller als UMTS, sondern arbeitet auch noch in einem lizenzfreien Frequenzband. Dagegen mussten die Mobilfunkbetreiber für die UMTS-Lizenzen viele Milliarden Euro ausgeben. Deshalb würden es die Netzbetreiber lieber sehen, dass ihre Kunden den UMTS-Datendienst nutzen und teuer bezahlen, als die teilweise günstigeren und wesentlich schnelleren öffentlichen WLAN-Hotspots.
Um die unterschiedlichen Insellösungen zu einer Komplettlösung zusammenzufassen, wurde eine Projektgruppe für H2U (Higher Capacity to UMTS) gegründet. Mobilfunknutzer sollen damit das Netz nutzen können, das die beste Verfügbarkeit und höchste Geschwindigkeit bietet. Der Nutzer soll dann nur noch an den unterschiedlichen Übertragungsgeschwindigkeiten bemerken, über welches Netz er verbunden ist.
Netzarchitektur

Hochintegrierte Schaltkreise in den Mobilfunkgeräten und die Vernetzung der unterschiedlichen Mobilfunknetze ermöglichen ein netzübergreifendes Roaming.
Unabhängig vom Netz ist für das Endgerät immer eine Verbindung zum Datennetz möglich. Im Kernnetz (Core Network) werden alle Mobilfunknetze vereint. Über eine Einheit namens AAA (Authentication Authorization Accounting) wird der Zugriff protokolliert, autorisiert und abgerechnet.
Die Netzkomponenten und ihr Zusammenspiel sind bereits unter GPRS und UMTS ausführlich beschrieben. In diesem Szenario kommen nur noch WLAN-Access-Points (AP) hinzu. Sie sind die Basisstationen, vergleichbar mit den BTS und Node-B. Außerdem die IWU, die genauso wie die BSC und RNC die Verbindung zum Kernnetz übernehmen.
Weitere verwandte Themen:
- UMTS - Universal Mobile Telecommunications System
- UMTS-Netzarchitektur
- UMTS-Funkschnittstelle
- IEEE 802.11 / Wireless LAN (WLAN)
- IEEE 802.16 / WiMAX




