ISDN-Telefon

Beim Telefon setzt ein Mikrofon die Schallschwingungen der Sprache in elektrische Signale um. Das Telefon tastet die Amplitude der Schwingungen (Sprache) ca. 8000 mal in der Sekunde ab, und ermittelt den binären Zahlenwert. Dafür wird ein Analog-/Digitalwandler eingesetzt. Durch diese Digitalisierung sämtlicher Signale können die Dienste zeitlich verschachtelt (Zeitmultiplex) werden und so für den Anwender scheinbar gleichzeitig nutzbar gemacht werden.

ISDN-Bildtelefon

Die Idee des Bildtelefons ist ungefähr so alt wie das Fernsehen. Immer wieder gab es Pilotprojekte und Versuche Bildtelefone einzuführen. Auf der IFA 1997 führte die Deutsche Telekom die ersten ISDN-Bildtelefone ein. Für 1798 Mark (DM) sinnigerweise im Zweierpack.
ISDN-Bildtelefone sind häufig Desktop-Systeme, die über einen kleinen Farbmonitor und ein CCD-Farbkamera verfügen. Ausgestattet mit Mikrofon und Lautsprecher, sind diese Geräte auch fürs Freisprechen und Lauthören geeignet.
Neuere Modelle sind Internet-fähig und enthalten einen integrierten Web-Browser und einen E-Mail-Client.
Für den universellen Einsatz sind viele dieser Geräte mit Video- und Audioausgängen und -eingängen ausgestattet. Die Übertragung von Audio- und Videodaten erfolgt über einen oder mehreren ISDN-B-Kanälen (Kanalbündelung).
Da sich das Konzept des Bildtelefons beim Endverbraucher nicht richtig durchgesetzt hat, sind entsprechende Geräte kaum verfügbar. Und wenn, dann zu einem hohen Preis.
Es gibt auch Software-Lösungen, die neben dem Computer und ISDN-Karte nur noch eine Kamera mit Mikrofon und Lausprecher benötigt.

Konferenzsysteme

Üblicherweise werden Bildtelefone als Konferenzsysteme für mehrere Personen eingesetzt. Diese System bestehen aus einer Kamera und einem Fernseher. Weil die Bandbreite von ISDN für eine gute Bild- und Tonqualität zu gering ist, werden die Audio- und Video-Daten über das Internet übertragen.

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