DVD-Video

Videos, die man auf DVDs zu Kaufen bekommt, sind auf der DVD-5 oder DVD-9 untergebracht. Meistens wird die DVD-9 verwendet, da dort neben dem Film auch weiteres Film--Material drauf passt.
Das Video-Format ist MPEG-2 mit einer maximalen Auflösung von 720 x 576 Pixeln. Der Ton wird in Dolby Digital Suround 5.1 wiedergegeben. Für Gehörlose gibt es Untertitel, meist in verschiedenen Sprachen.
Da die Qualität von Video und Audio in der Original-Aufnahme sehr hoch ist, muss ein Kompressionsverfahren die Qualität der Daten verringern um sie auf das Medium zu bringen. Dazu hat man sich ein Kompressionsverfahren ausgedacht, das möglichst keine Qualitätsverluste hat.

MPEG-2

MPEG-2 ist ein Kompressionsverfahren, das von der Moving Picture Experts Group (MPEG) entwickelt wurde. Bei der Entwicklung ist man von der Tatsache ausgegangen, dass sich in einem Film von Bild zu Bild nur sehr wenig ändert. Im Normalfall kann man davon ausgehen, dass 95% der Bilddaten im Bild davor schon vorhanden waren. Diese Daten lassen sich ohne Qualitätsverluste komprimieren. Die Bilddaten, die sich geändert haben, werden mit einer geringeren Komprimierung, also höheren Qualität, gespeichert. In Videos mit schnellen Bildveränderungen, z. B. Actionfilme, sieht man dann Sprünge während des Films oder Artefakte im Bild. Meist bei minderwertigen DVD-Playern, die für die Dekomprimierung der Bilddaten nicht genug Rechenleistung haben.
Beim MPEG-2-Kompressionsverfahren wird pro Sekunde eine Datenmenge von 3,5 MBit (437,5 kByte) erreicht.

MPEG-2 audio

Neben der Kompression der Bilddaten muss auch der Audio-Datenstrom reduziert werden. MPEG-2 audio komprimiert Mehrkanal-Audio, z. B. DDS 5.1. Also auch einen LFE-Kanal (Low Frequency Effect) mit speziellen Hintergrund-Effekten, die aus sehr tiefen Frequenzen bestehen. Pro aufgezeichneter Sprache ergeben sich 384 kBit pro Sekunde. Bis zu 8 Tonspuren können komprimiert werden (auch DDS 7.1).

Bildformate

Filme haben schon lange das 16:9-Format. Auch im Fernsehen. Mit dem passenden Breitbildschirm kann das 16:9-Format dargestellt werden. Ist der Fernseher dafür nicht ausgelegt gibt es das Letterbox-Format. Darin wird das 16:9-Format abgespielt. Dabei wird oben und unten ein schwarzer Balken eingefügt. Normale Röhren-Fernseher haben das 4:3-Format. Um einen Film im 16:9-Format auf einem Fernseher mit 4:3-Bildschirm darstellen zu können, wird das Letterbox-Format verwendet.
Bildformate

Interaktion

Neben der besseren Bild- und Tonqualität im Vergleich zur VHS-Kassette bietet DVD-Video noch andere nette Leistungsmerkmale, die mehr Komfort ermöglichen.
Über interaktive Dialoge, die per Fernbedienung gesteuert werden, kann man vor dem Film Einstellungen, wie Sprache, Untertitel, Bildformat und Mehrkanalton vornehmen. In Menüs kann man Zusatzfilmmaterial auswählen und zu einem bestimmten Filmabschnitt springen.

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