Telnet

Telnet ist ein Protokoll um Zugriff auf einen anderen entfernten Computer oder Netzwerkkomponente zu erhalten. Der Zugriff erfolgt auf der Kommandozeile, über den Telnet-Client, der eine Verbindung zum Telnet-Server aufbaut.
Telnet ist der älteste Dienst im Internet und stammt noch aus den Ursprüngen des ARPANET. Telnet ist ein Kunstwort und bildet sich aus den ersten drei Buchstaben von Telecommunication Network.

Wie funktioniert Telnet?

Telnet Client-Server-Protokoll
Die Öffnung einer Telnet-Sitzung erfolgt durch Eingabe des Computernamens oder der IP-Adresse. Die Daten werden über TCP Port 23 übertragen. In der Regel wird nach dem Verbindungsaufbau ein Passwort abgefragt.
Neben dem Zugriff auf einen entfernten Rechner per Terminal-Emulation ist es möglich auf TCP aufsitzende Protokolle wie POP3, SMTP, HTTP, FTP direkt anzusprechen. Auf diese Weise lassen sich Verbindungen zu entfernten Servern mittels der Befehle dieser Protokolle aufbauen. Dazu muss man nur den Port des entsprechenden Dienstes kontaktieren und mittels der Klartext-ASCII-Befehle die Kommunikation steuern. Es ist zwar äußerst umständlich E-Mails per Telnet abzuholen oder Dateien auf eine Server zu laden, aber es ist theoretische möglich und damit zum Testen der Dienste geeignet.

Arbeitsweise des Telnet-Protokolls

Die Bedienung und Fähigkeiten der unterschiedlichen Betriebssysteme erfordern ein Protokoll, das entweder auf die Grundfunktionen reduziert ist oder in seiner Anpassungsfähigkeit sehr flexibel ist. Telnet ist beides.
Die Telnet-Sitzung wird durch das Network Virtual Terminal (NVT) beschrieben. Hier sind die Fähigkeiten der Datenquelle und des Datenempfängers beschrieben. Das NVT besteht aus einer virtuellen Tastatur und einem virtuellen Drucker, die nur bestimmte Zeichen erzeugen bzw. anzeigen können. Jede Telnet-Sitzung hat an ihren Endpunkten eine NVT-Tastatur und einen NVT-Drucker. Vor Beginn einer Telnet-Sitzung verhandeln Client und Server auf Basis des NVT alle weiteren Protokoll-Elemente, die ein- und ausgeschaltet werden können. Von dieser Verhandlung bekommt der Anwender in der Regel nichts mit.

Telnet in der Praxis

Telnet ist ein unsicheres Protokoll. Die Übertragung erfolgt in Klartext und ist damit abhörbar bzw. protokollierbar. Für Telnet-Sitzungen innerhalb eines lokalen Netzwerkes dürfte das kein Problem sein. Für Verbindungen ins Internet empfiehlt sich das gesicherte SSH (Secure Shell).

Willkommen

Das Escapezeichen ist 'CTRL++'

Microsoft Telnet> open 192.168.168.8
Verbindungsaufbau zu 192.168.168.8...
Microsoft Telnet>

Weitere verwandte Themen:

Teilen

Alles was Sie über Netzwerke wissen müssen.

Netzwerktechnik-Fibel

Die Netzwerktechnik-Fibel ist ein Buch über die Grundlagen der Netzwerktechnik, Übertragungstechnik, TCP/IP, Dienste, Anwendungen und Netzwerk-Sicherheit.

Das will ich haben!

NEU 5. Auflage der Netzwerktechnik-Fibel

Die 5. Auflage der Netzwerktechnik-Fibel ist vollständig überarbeitet und als gedrucktes Buch, als eBook im PDF-Format und als Bundle erhältlich.

Die Netzwerktechnik-Fibel ist ein Buch über die Grundlagen der Netzwerktechnik, Übertragungstechnik, TCP/IP, Dienste, Anwendungen und Netzwerk-Sicherheit.

Jetzt Bestellen oder Downloaden

Videokonferenz-Server im eigenen Netzwerk betreiben

Videokonferenz-Server Jitsi im eigenen Netzwerk betreiben
  • Eigener Videokonferenz-Server auf Basis von Jitsi und WebRTC
  • Sicherer und Datenschutz-konformer durch den Eigenbetrieb
  • Unabhängig von externen Diensten
  • Externe Teilnehmer einladen
  • In jedem Webbrowser einfach zu bedienen
  • Mit Jitsi Meet ist eine Smartphone-App verfügbar

Bestellen Sie Ihre TrutzBox mit integriertem Videokonferenz-Server jetzt mit dem Gutschein-Code "elko50" und sparen Sie dabei 50 Euro.

Mehr über den Videokonferenz-Server