SMB - Server Message Block

SMB (Server Message Block) ist ein Protokoll, das in lokalen Netzwerken für die Übertragung von Daten zwischen einem Client und einem Server verantwortlich ist. Es wird verwendet, um in Windows-Netzwerken Datei- und Verzeichnis-Freigaben und Druckdienste zu realisieren. SMB wird oft auch als Dateisystem bezeichnet, was es aber nicht ist. SMB kann man mit dem NFS-Protokoll zur Bereitstellung von Laufwerken im lokalen Netzwerk vergleichen.

SMB wurde ursprünglich von IBM im Rahmen von NetBIOS für OS/2 entwickelt. Microsoft setzte es dann für MS-DOS, Windows for Workgroups 3.11, Windows 9x und Windows NT ein. Im Jahr 1996 wurde SMB von Microsoft um CIFS (Common Internet File System) erweitert, um RPC-Dienste (Remote Procedure Call) im lokalen Netzwerk anbieten zu können. RPC-Dienste ermöglichen eine Kommunikation im Netzwerk nach dem Client-Server-Prinzip.

Obwohl SMB/CIFS für Windows-Netzwerke entwickelt wurde, existiert eine Software-Schnittstelle mit dem Namen Samba für Linux-basierte Betriebssysteme, die mit TCP/IP arbeiten. Mit Samba kann man Dienste anbieten, die typisch für Windows-basierte Netzwerke sind. Gleichzeitig ermöglicht Samba den Zugriff auf Windows-Server.

Schicht Dienste / Protokolle / Anwendungen
Anwendung (7) Anwendungen
Darstellung (6) Dienste und Protokolle SMB / CIFS
Kommunikation (5) NetBIOS
Transport (4) TCP IPX/SPX NetBEUI
Internet (3) IP
NDIS
Sicherung (2) LLC
MAC
Netzzugang (1) Ethernet, WLAN, ...

SMB arbeitet auf der 6. Schicht, der Darstellungsschicht, des OSI-Schichtenmodells.

SMB-Kommunikation

SMB ist ein Client-Server-Protokoll, das auf Basis von Anfrage und Rückmeldung (Request/Response) arbeitet. Der SMB-Client sendet seine Anfragen mit NetBIOS an einen Server. Er bekommt dadurch die Möglichkeit auf freigegebene Ressourcen, wie Dateien und Drucker zuzugreifen.
SMB sieht die vier Nachrichtentypen Sitzungssteuerung, Datei, Drucker und Nachricht für die Kommunikation zwischen Client und Server vor.

Versionsentwicklung

SMB mit der Version 1 (SMB1) war von Anfang an zahlreichen Beschränkungen unterworfen. Vor allem was die Geschwindigkeit der lokalen Netzwerke anging. Weil es unterschiedliche Implementierungen gab, war lange Zeit keine Weiterentwicklung möglich.
Noch heute gilt SMB1 als langsames und geschwätziges Protokoll, was aber auch an den vielen schlechten Implementierungen liegt und das wiederum dem Umstand geschuldet ist, dass Microsoft keine Veranlassung sah, das Protokoll offen zu legen.

Erst mit Windows Vista hat Microsoft das Protokoll SMB neu strukturiert. Dazu wurde SMB2 an einigen Stellen komplett überarbeitet. Eine wesentliche Verbesserung war, dass das Protokoll nicht mehr so gesprächig ist, was die Netzwerk-Last gedrückt hat. Vor allem für die Betreiber großer lokaler Netze (LAN) war das ein Segen. Auch die Puffer wurden vergrößert, wodurch eine schnellere Übertragung von großen Dateien ermöglicht wurde.

Aufgaben und Übungen mit dem Raspberry Pi

Weitere verwandte Themen:

Teilen:

Produktempfehlungen

Netzwerktechnik-Fibel

Netzwerktechnik-Fibel

Das will ich haben!