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FirewallEine Firewall ist eine Schutzmaßnahme vor fremden und unberechtigten Verbindungsversuchen aus dem öffentlichen (Internet, ISDN) ins lokale Netz. Mit einer Firewall lässt sich der kommende und gehende Datenverkehr kontrollieren, protokollieren, sperren und freigeben. Firewall als Sicherheitsstrategie
Am Anfang steht die Entscheidung zur Grundhaltung gegenüber Datenverbindungen. Die Firewall kann zunächst alle Verbindungen erlauben und nur bekannte gefährliche Datenverbindungen unterbinden. Oder sie sperrt alles und alle erwünschten Datenverbindungen müssen explizit freigegeben werden.
Hauptproblem beim Einrichten einer Firewall ist das Überprüfen der Filterregeln und Beschränkungen. Nur wenige Firewall-Produkte bieten diese Möglichkeit. Sich auf die einwandfreie Funktion der Firewall zu verlassen wäre fatal. Entweder man beauftragt eine externe Firma, die Firewall zu testen oder man beschafft sich einschlägige Software-Tools und testet die Firewall selber. Aber über einen anderen Internet-Zugang, nicht über das eigene lokale Netz! Elemente einer Firewall
Ein Paketfilter (TCP/IP) kontrolliert die Quell- und Ziel-IP sowie die dazugehörigen Portnummern (TCP). Neben der Filterfunktion ist die Protokollierung abgelehnter Pakete für spätere Analysen wichtig. Sicherheitsvorkehrungen?Keine Sicherheitsvorkehrungen oder Sicherheitsmechanismen zu verwenden ist fahrlässig. Allerdings sollte man schon genau hinschauen, was einem so als Sicherheitsfunktion angeboten wird. Ein MAC-Filter, wie er in WLAN-Access-Points angeboten wird, ist als Sicherheitsfunktion bedingt tauglich. Zum einen ist der Verwaltungsaufwand groß und zweitens für einen Hacker kein wirkliches Hindernis. Jeder Netzwerk-Adapter kann mit einer anderen MAC-Adresse versehen werden. NAT wird besonders in Produkt-nahen Beschreibungen als Sicherheitsmerkmal beschrieben. Hinter NAT steckt ein Mechanismus, der als Nebenprodukt verhindert, dass Stationen hinter dem NAT-Router von außerhalb direkt ansprechbar sind. Von außen initiierte Verbindungsversuche werden verworfen und bekommen keinen Zugang zum lokalen Netzwerk. Ein weiterer gut gemeinter Ratschlag ist das Blockieren von Ports. Dadurch soll verhindert werden, dass über nicht blockierte Ports irgendwelche Dienste angesprochen werden können. Allerdings erreicht man dadurch nicht mehr Sicherheit. Protokolle sind nicht an bestimmte Ports gebunden. Sie können irgendwelche Ports verwenden. Trotz aller Sicherheitsmaßnahmen ist die beste Firewall die Isolation. Computer mit sensiblen oder datenschutzrechtlichen Daten sollten autark und vom jedem Netzwerk getrennt laufen. Was bringen Desktop-Firewalls, Security-Suiten und Virenscanner?Sicherheit ist immer ein Gesamtkonzept, in dem festgelegt ist, was wovor geschützt sein muss, was die Angriffsflächen sind und wie man diese schließt oder minimiert. In einem lokalen Netzwerk ist die Angriffsfläche die Schnittstelle zum Internet. Mit steigender Komplexität einer Software nimmt die Wahrscheinlichkeit von Fehlern zu. Ab einer gewissen Komplexität ist eine Software nicht mehr fehlerfrei. Eine fehlerhafte Software, die mit Daten aus unsicheren Quellen arbeitet, ist mit einer besonders großen Angriffsfläche gleichzusetzen. Die Angriffsfläche steigt mit der Komplexität der Software. Für jedes Betriebssystem, egal ob Windows, Linux oder Mac OS, gilt:
Bis hierher ist noch keine spezielle Sicherheitssoftware erforderlich. Das bedeutet, ein hohes Maß an Sicherheit kann man schon mit Bordmitteln erreichen. Das Computermagazin ct stellte in seiner Ausgabe 5/2010 fest, "dass jedes Paket (Security-Suite) in fast jeder Kategorie so ernste Defizite aufweist, dass man von ihrem Einsatz abraten muss." Zuvor wurde festgestellt, "das keines der (getesteten) Programme dem Anspruch gerecht wird, besser zu sein als das, was Windows und Mail-Clients eh schon bereitstellen." Das größte Sicherheitsproblem ist immer noch der Nutzer selber. Die wichtigste Maßnahme ist die Sensibilisierung für Sicherheitsprobleme. Dadurch reduziert sich die Angriffsfläche automatisch. Doch Vorsicht, ein in Virenscanner ist ein Tool zum Überprüfen von Dateien auf Schadsoftware. Mehr Sicherheit bietet er nicht. Er kommt immer nur dann zum Einsatz, wenn es eigentlich schon zu spät ist. Ein Virenscanner kann im Zweifelsfall den Virenbefall nicht verhindern, wenn er den Virus nicht kennt. Weitere verwandte Themen:
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