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DIMM - Dual Inline Memory Module

DIMM (Dual Inline Memory Module)Das DIMM wurde mit dem SDRAM-Speichertyp eingeführt. Dieses Speichermodul hat einen 64 Bit breiten Bus. Prozessoren, die mit 64 Bit auf den Speicher zugreifen, geben sich deshalb auch mit einem Speichermodul zufrieden.
Um die Speichertyp-Erkennungsprobleme früherer Speichermodule zu umgehen, sind die DIMM-Speichermodule mit einem SPD-EEPROM (Serial Presence Detect) ausgestattet. Hier sind die Moduldaten vom Hersteller abgelegt und können vom BIOS ausgelesen werden. Anfangs waren viele Hersteller nicht in der Lage, diesen Chip richtig und vollständig zu programmieren. Dadurch ist es immer wieder zu Problemen gekommen. Vor allem beim Einsatz von Noname-SDRAM-Speicher. Aber auch Speicher von Markenherstellern waren nicht immer 100% in Ordnung.

Die DIMM-Speichermodule von SDRAM, DDR-SDRAM, DDR2-SDRAM und DDR3-SDRAM sind nicht kompatibel zueinander. Zusätzlich gibt es verschiedene Ausführungen mit unterschiedlichen Spannungen zwischen 3,3 V und 1,5 V. Zur Unterscheidung haben die Speichermodule nicht nur eine unterschiedliche Anzahl an Kontakten, sonder auch unterschiedliche Einkerbungen an der Steckleiste. So wird verhindert, dass ein falsches Speichermodul auf das Motherboard gesteckt wird. Ein gewaltsamer Einbau zerstört entweder das Modul oder den Steckplatz.

  SDR (SDRAM) DDR (SDRAM) DDR2 (SDRAM) DDR3 (SDRAM)
DIMM 168 Pins / 3,3V/1,5V 184 Pins / 2,5V 240 Pins / 1,8V 240 Pins / 1,5V
SO-DIMM 144 Pins 200 Pins / 2,5V 200 Pins / 1,8V 204 Pins / 1,5V

DIMM-Speichermodule für normales SDRAM haben 168 Kontakte. Sie werden mit 3,3 V betrieben. Speichermodule für DDR-SDRAM haben 184 Kontakte und werden generell mit 2,5 V betrieben. Für DDR2-Speichermodule gibt es eine weitere DIMM-Variante mit 240 Kontakten und 1,8 V. Für Notebooks und andere tragbare Computer wurde eine spezielle DIMM-Ausführung (SO-DIMM, Small Outline DIMM) mit nur 144 Kontakten entwickelt.
DDR2 DIMMSpeichermodule für DDR2 weisen neben der unterschiedlichen Anzahl von Kontakten und der geringeren Spannung eine weitere Besonderheit auf. Die Speicherchips (DDR2) befinden sich in FBGA-Gehäusen (Fine Pitch Ball Grid Array). Dieser Gehäuse-Typ hat kein seitlichen Beine, sondern auf der Unterseite der Chipfläche Kügelchen, die direkt auf das Speichermodul gelötet sind.

R-DIMM und FB-DIMM

Server- und Workstation-Motherboards stellen spezielle Anforderungen an die Speichermodule. Sie fordern gepufferte Speichermodule (registered) und eine Fehlerkorrektur nach Error Correction Code (ECC) zur Erkennung und Korrektur von bestimmten Bitfehlern. Gepufferte Speichermodule nennt man Registered DIMM, kurz RDIMM oder R-DIMM. Das R wird auch in der Typenbezeichnung verwendet. So zum Beispiel PC3200R. Diese R-DIMMs haben 8 Signalleitungen mehr. Zur Unterscheidung werden normale ungepufferte Speichermodule mit einem U, wie Unbuffered DIMM, gekennzeichnet. Zum Beispiel PC3200U.
Eine Besonderheit sind Fully-Buffered-DIMMs (FB-DIMM). Sie wurden entwickelt um Server-Hauptspeicher schneller zu machen. Während bei normalen DIMMs die einzelnen DRAM-Chips direkt mit dem Speicherbus verbunden sind, wird bei FB-DIMMs den Chips ein Advanced Memory Buffer (AMB) vorgeschaltet. Dieser kommuniziert über einen seriellen Bus mit dem Speichercontroller.

Bezeichnung von DIMM-Speichermodulen

1 GB   2Rx8   PC3 - 6400U - 666 - 11 - A1
Kapazität
(z. B. 512 MByte, 1 GByte, 2 GByte, ...)
  interne Speicherchip-Organisation   Speichertyp   Geschwindigkeit   Latenzeiten
(CAS-Latency, rRCD, tRP)
  SPD-EEPROM-Version   Platinen-Version

DIMM-Speichermodule von DDR1, DDR2 und DDR3 im Vergleich

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