Pyroelektrischer Sensor

Ein pyroelektrischer Sensor besteht aus einem dielektrischen bzw. pyroelektrischen Material. In dem polarisierten Kristall entsteht bei Wärmeeinstrahlung ein Temperaturunterschied, der die Polarisation des Materials ändert und damit eine Ladungstrennung auslöst. Man spricht vom pyroelektrischen Effekt. Dieser äußerst sich als Spannung und Strom. Das Signal lässt sich verstärken und auswerten.
Da das pyroelektrische Material nur bei Temperaturänderungen anspricht, eignet es sich hervorragend als Sensor, um berührungslos Temperaturen zu messen (Pyrometrie).
Der pyroelektrische Sensor wird hauptsächlich als Detektor in Bewegungsmeldern verwendet, um Wärmebilder von Objekten aufzunehmen und die Anwesenheit von Personen festzustellen (Bewegungs- bzw. Präsenzmelder). Ein anderes Anwendungsgebiet ist die Gasanalyse, bei der das Absorptions- bzw. Transmissionsverhalten von Gasen bestimmt wird.

Pyroelektrisches Material

  • Lithiumtantalat
  • Bleizirkonat-/-titanat-(PZT)-schichten

Pyrometer

Das Pyrometer ist ein Strahlungsthermometer, dass zur berührungslosen Temperaturmessung verwendet wird. Mit einem Pyrometer kann man Temperaturen zwischen -50°C und +3500°C gemessen werden.
Die Eigenschaft, dass jeder Gegenstand, in Abhängigkeit von seiner Temperatur, Infrarot-Strahlung abstrahlt macht man sich bei der berührungslosen Temperaturmessung zu Nutze. Die Infrarot-Strahlung wird vom Pyormeter erfasst und ausgewertet.
Als Detektoren werden thermische (pyroelektrische Sensoren, Thermoelemente) oder photoelektrische (Fotodioden) Sensoren verwendet.

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