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gucio909

E-Mail

Kiel,
16.08.2009,
20:20
 

Hat jemand ein Vorschlag? (Elektronik)

Hallo zusammen!
Vor zwei Wochen hatte ich nicht gewusst was elektrischer Strom überhaupt bedeutet und wie es dazu kommt daß der Strom in der Steckdose ankommt, habe immer einen grossen Bogen um dieses Thema gemacht. Jetzt muss ich mich mit diesem Thema auseinandersetzen und desweiteren soll ich ziemlich gut sein. Habt Ihr Vorschlag für ein gutes Buch der die elektrotechnik gut, ausführlich und ziemlich genau beschreibt?
Inzwischen habe ich bissen Grundwissen über Elektrotechnik und es fängt an mich zu interessieren, jedoch habe ich verständissprobleme wenn ein Thema Grob umschrieben ist.

Torsten(R)

E-Mail

16.08.2009,
21:13

@ gucio909

Hat jemand ein Vorschlag?

» Jetzt muss ich mich mit diesem Thema auseinandersetzen und desweiteren soll ich ziemlich gut sein

Warum "musst" Du Dich damit auseinandersetzen? Schule? Beruf? Niveau "9. Klasse Physik Kurzvortrag" oder eher etwas tiefergehend?

Relativ gut finde ich "Möller: Grundlagen der Elektrotechnik".
Das Buch behandelt klassische Elektrotechnik, also das Ohmsche Gesetz, die Kirchhoffschen Gesetze, Netzwerkanalyse...
Nicht unbedingt leichte Kost und recht theoretisch.
Es beschäftigt sich nicht mit Fragen wie "warum kommt eigentlich Strom aus der Steckodse" oder "wie schließe ich eine Deckenlampe richtig an". ;-)
Ob Du vielleicht eher letzteres suchst, geht aus Deinem Beitrag nicht hervor.

Gruß
Torsten

geralds(R)

Homepage E-Mail

Wien, AT,
16.08.2009,
21:19
(editiert von geralds
am 16.08.2009 um 21:20)


@ gucio909

Hat jemand ein Vorschlag?

» Hallo zusammen!
» Vor zwei Wochen hatte ich nicht gewusst was elektrischer Strom überhaupt
» bedeutet und wie es dazu kommt daß der Strom in der Steckdose ankommt,
» habe immer einen grossen Bogen um dieses Thema gemacht. Jetzt muss ich
» mich mit diesem Thema auseinandersetzen und desweiteren soll ich ziemlich
» gut sein. Habt Ihr Vorschlag für ein gutes Buch der die elektrotechnik
» gut, ausführlich und ziemlich genau beschreibt?
» Inzwischen habe ich bissen Grundwissen über Elektrotechnik und es fängt an
» mich zu interessieren, jedoch habe ich verständissprobleme wenn ein Thema
» Grob umschrieben ist.

--
Hallo Gucio mittlerweile mit der Nr909,

Schön dich hier im Elektronik-Forum willkommen zu heißen!

-- Du hast eine tolle Frage gestellt! ist extrem einfach, aber nicht ganz so einfach zu beantworten!--

Also; "Am Anfang schuf...und es werde Licht!"...

Ok,
Einfach mal systematisch vorgehen, würde ich für den Anfang vorschlagen..

Ich mache das mit meinen Freunden hier manchmal so:
Was ist das? - Also den Namen, Bezeichung geben
Wofür ist das? - Verwendungszweck
Was kann es? - Eigenschaften

Warum nicht vorher (nicht immer natürlich) die Eigenschaften?
Es hat sich oft herausgestellt, dass es schneller erklärt ist, wenn der Verwendungszweck, und man kurz darauf meist dabei gemeinsam die Eigenschaften beschreibt.

Eigenschaften vorher zu erklären veranlasst oft zu träumen,
und der Gedanke gleitet vom Thema ab.
Man wird müde, weil er Stoff noch trocken ist, im schlimmsten Fall entsteht dann eventuell Desinteresse.

Wir wollen alle sofort mit diesen Spielsachen spielen.

Auch den Strom schmecken, wie ein kleines Kind seine Spielsteine schmecken muss,
um die Verwendung der Spielsteine verstehen zu lernen.

Keine Angst wenn dabei was kaputt geht, habe ich auch manchmal absichtlich gemacht.

Kein Witz! --> Das habe ich als 14, 15 jähriger Junge tatsächlich gemacht!
Die Idee - Lego-Technik mit den Lämpchen, Batterie
Eisenbahn, usw. hatte ich da gerade___ na und plötzlich war da die Idee,
"Wie schmeckt Strom denn eigentlich?"!!
keine Angst, war eh nur eine 4,5V oder 9Volt Blockbatterie

-->
Wie lernst am leichtesten und schnellsten? -
Ich habe alles zerlegt, was mir unter die Finger kam.
Dann anschließend mit den entsprechenden Handbüchern verglichen.
Auch einen Transistor, Kondensator, Widerstand, integrierten Schaltkreis -
sofort AUFMACHEN, den Deckel runter - dann lernt sehr schnell.

Gewöhne dir deine persönliche Lernmethode an!
Das prägt auch deine Persönlichkeit (als Nebentip) für die Zukunft.

Elektor mit seinen Büchern und Zeitschriften waren mir eine große Hilfe, zu Beginn.
Dabei kommst auch gleich schnell darauf, wieviel Unsinn da oft beschrieben, zum Besten gegeben wurde.-
siehe dein voriges Posting!! Fehler im Fachbuch... etc...
http://www.elektor.de/products/books/background/elektronik-fur-einsteiger.428697.lynkx


heute hast auch den Wicki und die "starken" Männer; www.wikipedia.org
http://de.wikipedia.org/wiki/Elektrischer_Strom

Dann eben Schritt für Schritt immer mehr die Kost vertiefen.

Später kannst dann dein Hobby zum Beruf, bzw. Berufung machen.

Viel Spass mit den Elektronen
Grüße
Gerald

--
...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! :wink: Feigling!"

Theo(R)

E-Mail

Düsseldorf,
16.08.2009,
21:54

@ gucio909

Hat jemand ein Vorschlag?

Hallo

Du wohnst in einer Grossstadt. Geh in eine Leihbücherei, sieh dir an was es gibt, und wähle aus was dir gefällt.

Ich selbst kann die Bücher aus dem Europa Lehrmittelverlag nur bestens empfehlen.


Theo

gucio909

E-Mail

Kiel,
19.08.2009,
19:16

@ Theo

Hat jemand ein Vorschlag?

Hallo zusammen!
Zuerst danke für eure Vorschläge!Also ich will sagen daß ich demnächst beruflich Windkrafträder reparieren und warten soll und dazu brauche ich das Grundwissen.Iteressieren tut es mich auch.
Hute im Unterricht haben wir Grundstoff der Parallelschaltung durchgesprochen und ich kann beim besten willen nicht verstehen warum in der Parallelschaltung der Gesamtwiderstand kleiner ist als der kleinste einzelwiderstand.
ZB.drei Widerstände R1=1kOhm R2=2kOhm R3=3kOhm ergeben in der Reihenschaltung zusammen 6kOhm und das versehe ich, weil der Strom trifft auf 3 Widerstände, aber beim Parallelschaltung teilt sich der Gesamtstrom auf I1, I2, und I3, das soll die Antwort sein.
Logisch gesehen muss der Strom auch die drei Widerstände umgehen und muss irgendwie da durch. Verstehe nicht warum der R.ges. kleiner ist als 1kOhm.
hat jemand eine logische erklärung, vielleicht aus der täglichen Anwendung?

geralds(R)

Homepage E-Mail

Wien, AT,
19.08.2009,
20:00
(editiert von geralds
am 19.08.2009 um 20:05)


@ gucio909

Hat jemand ein Vorschlag?

» Hallo zusammen!
» Zuerst danke für eure Vorschläge!Also ich will sagen daß ich demnächst
» beruflich Windkrafträder reparieren und warten soll und dazu brauche ich
» das Grundwissen.Iteressieren tut es mich auch.
» Hute im Unterricht haben wir Grundstoff der Parallelschaltung
» durchgesprochen und ich kann beim besten willen nicht verstehen warum in
» der Parallelschaltung der Gesamtwiderstand kleiner ist als der kleinste
» einzelwiderstand.
» ZB.drei Widerstände R1=1kOhm R2=2kOhm R3=3kOhm ergeben in der
» Reihenschaltung zusammen 6kOhm und das versehe ich, weil der Strom trifft
» auf 3 Widerstände, aber beim Parallelschaltung teilt sich der Gesamtstrom
» auf I1, I2, und I3, das soll die Antwort sein.
» Logisch gesehen muss der Strom auch die drei Widerstände umgehen und muss
» irgendwie da durch. Verstehe nicht warum der R.ges. kleiner ist als
» 1kOhm.
» hat jemand eine logische erklärung, vielleicht aus der täglichen
» Anwendung?

---
Hallo gucio909,

Kennst du eine Presspassung? Denke schon, oder?

Wie geht der Pflock besser durch? bei einer breiteren oder engeren Öffnung?
Tschonk! Schon passiert, passt scho!

So ähnlich ist es mit dem Strom, der durch die Leitung fließt.
Mache es mal mit einem Kabel / Draht - ist ein niedriger Widerstand - reicht für die Veranschaulichung.

nimm 1 Stk - jage Strom durch, bis der Draht glüht.
Na was kommt raus, wennst jetzt ein zweites, drittes,,,,, mehr nebeneinander verbindest...
Wann fängt dann der nun um ein vielfach dickerer Draht zum Glühen an?

So jetzt nimm an, der Draht ist ein Meter lang und hast mit einem Querschnitt einen bestimmten Ohmwert,
Jage Strom durch bis er zum Durchbrennen aufglüht, und lese in diesem Moment den Strom vom Amperemeter ab.
Das ist das Stromleitvermögen dieses Drahtes - Leitwert
in Form von Ampere angezeigt.
Dessen Kehrwert 1/Leitwert ist Widerstand.
Na das machst dann mit einem zweiten, dritten,,, mehrere parallel zusammengedreht
- der Leitwert wird um das Vielfache der Drahtanzahl besser.
Nun nur mehr umrechnen in den Widerstand, dann hast den Gesamtwiderstand der 1 Meter Drahtbündels.

Rges = 1/R1 + 1/R2 ++++++ 1/Rn...
Du addierst die Leitwerte zuammen, also anders - die Leitwerte verbessern den Gesamtleitwert.
Umgerechnet auf den Widerstand -- 1/.. ist's eben der niedrigere Leitungswiderstand der Kabel / Drahtlänge.


Da findest viel Infos:

http://www.elektronik-kompendium.de/sites/grd/0201116.htm
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/grd/0201115.htm
http://www.elektronik-kompendium.de/sites/slt/0110192.htm


Grüße
Gerald

--
...und täglich grüßt der PC:
"Drück' ENTER! :wink: Feigling!"

gucio909

E-Mail

Kiel,
19.08.2009,
21:14

@ geralds

Hat jemand ein Vorschlag?

Vielen dank für die ausführliche Erklärung!
Die Erklärung mit dem Leitwert ist am besten verständlich und logisch.
Ich tue mir auf diesem Gebiet sehr schwer weil ich immer einen grossen Bogen um dieses Thema und als ich Kabeln gesehen habe, gemacht habe und jetzt hat es mich eingeholt.
übrigens, habe ich für das Buch elektronik Fibel entschieden und hoffe damit mehr Erfolg zu haben.

geralds(R)

Homepage E-Mail

Wien, AT,
19.08.2009,
21:19

@ gucio909

Hat jemand ein Vorschlag?

» Vielen dank für die ausführliche Erklärung!
» Die Erklärung mit dem Leitwert ist am besten verständlich und logisch.
» Ich tue mir auf diesem Gebiet sehr schwer weil ich immer einen grossen
» Bogen um dieses Thema und als ich Kabeln gesehen habe, gemacht habe und
» jetzt hat es mich eingeholt.
» übrigens, habe ich für das Buch elektronik Fibel entschieden und hoffe
» damit mehr Erfolg zu haben.

--
Gern geschehen.

Ich wünsche dir viel Erfolg bei deinem Job und mit dem Buch.

Keine Angst - es ist nicht schwer - es ist lediglich viel, was zu lernen ist.

Mit systematischem Vorgehen geht das sehr schnell zum Profi.

Grüße
Gerald

--
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